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vor dem Sprung

…und ist sie nun gesprungen oder nicht?

unglaublich

Es gibt Tage, da könnte man laut los schreien, ob der Zeitgenossen. Die Ethikkommission der Ärzte hat Palliativmediziner untersucht und dabei festgestellt, dass bei ihrem Einsatz für sterbenskranke Menschen, diese unrettbaren Menschen eher sterben („Früherer Tod durch Ärzte“ abgedruckt in der münsterschen Zeitung am 7.9.10). Mich würde mal interessieren, wie lange diese Menschen denn ohne diese Ärzte hätten leben können oder vielleicht sollen?
Um dies einmal klar zu stellen: Palliativmediziner sind sicherlich keine Menschen, die den Tod herbeiführen im Sinne der Sterbehilfe, sondern sie sind dafür da, die Menschen, deren Leben zu Ende geht, von Schmerzen zu befreien und ihnen einen möglichst angenehmen Übergang zu schaffen. Zumindest habe ich dies so bei meiner Frau erfahren, als die Palliativmedizinerin uns half. Und letztlich geht es doch nicht darum, Leben herauszuzögern! Wir kommen irgendwann an einen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Ob uns das nun gefällt oder nicht. Ich für meinen Teil kann dann, wenn es sinnvoll ist, gerne auf Tage oder vielleicht Wochen verzichten, wenn ich dafür nicht leiden muss. Denn genau das ist doch der Punkt: Leben möchten wir, natürlich, aber bitte nicht leiden und genau dafür sind doch Palliativmediziner da. Sie tun dies in unserem Sinne. Wenn man dies nicht möchte, muss man sich ja nicht an sie wenden, oder??

Angst

Heute möchte ich ein sehr emotionales Bild von meinem Künstlerkollegen Rüdiger Schwahn aus unserem Digitalisierungsprojekt zeigen. Ich lasse es bis zum Wochenende hier stehen. Es spricht für sich, denke ich….

Welcher Weg?

Da steht man an einer Stelle und muss sich für einen Weg entscheiden. Erst geht man, geh ich auf einer zweispurigen Straße, die dann zu einem einfachen Weg wird. Vorher ging man, geht man einfach. Dann auf einmal ist der Weg schmaler, es gibt Niemanden den man anschaut, man horcht in sich rein, versucht eine Zwiesprache mit seinem eigenen Selbst und merkt wie unsicher man ist. Nicht, dass vorher jeder Weg besprochen wurde, meistens reichte ein Blick und der Weg war klar. Und jetzt? Woher kommt die Sicherheit?

Zukunft (?)

Heute möchte ich mal ein Bild von meinem Künstlerkollegen Rüdiger Schwahn zeigen. Wir haben in einer Gemeinschaftsarbeit seine Bilder (Gemälde) digitalisiert. Das Bild zeigt eine Kindergruppe in dunklen Farben aus der Zukunft.
Ich bin gespannt auf die Kommentare, denn damit lasse ich Euch jetzt bis Freitag alleine.

Entsetzt über manchen Zeitgenossen

In den letzten Tagen wurde ein Zeitungsartikel über mich und meine Arbeit als Verstorbenenfotograf in den Westfälischen Nachrichten

LINK: http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/muenster/nachrichten/1341299_Er_macht_das_letzte_Foto_Nienberger_fotografiert_Tote.html

publiziert. Die bisherigen Kommentare dazu waren durchweg positiv. Im Zuge der Verbreitung dieses Angebotes wurden natürlich auch die Hebammen in Münster über dieses Angebot informiert, da es hier nicht nur um das letzte, sondern auch um das erste Bild geht. Ich möchte hier auch auf folgenden Text verweisen

LINK: https://www.fotografie-kreuels.de/wp-content/uploads/2010/06/Das-letzte-BildVersHeb.pdf.

Grundlage für die Adressierung an die Hebammen war folgendes öffentliches Verzeichnis

LINK: http://www.muenster-hebammen.de/downloads/hebammenliste_09_muenster.pdf.

Bisher waren es positive Kommentare bis zum heutigen Nachmittag: Es rief mich eine Hebamme an und beklagte sich bei mir bitterlich. Wie sich in dem Telefonat herausstellte war mein Brief umadressiert worden. Es war nicht mehr sie, an die der Brief gehen sollte, sondern ihr Sohn. Das Furchtbare daran war aber, dass ihr Sohn vor einem Jahr tödlich verunglückt war. Es ging also mein Angebot, verstorbene Kinder zu fotografieren, um den Eltern eine weitere Hilfestellung in der Trauerbewältigung zu bieten, an den verstorbenen Sohn.
Das Entsetzen der Mutter kann ich verstehen. Ich hätte ähnlich gehandelt.
Wer aber das Verzeichnis der Hebammen aus Münster aufmerksam liest wird feststellen, dass dort kein Jungennamen vorkommt. Es handelt sich durchweg um Frauen, die dem Beruf der Hebamme nachgehen. Es muss also jemand bewusst oder hoffentlich unbewusst, die andere Adressierung vorgenommen haben, nur damit der Brief auch zustellbar ist.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich aufgrund meiner Geschichte

LINK: https://www.fotografie-kreuels.de/angebote/beerdigungs-und-verstorbenenfotografie/

außerstande bin so unsensibel zu sein, ist dieser Vorgang für die betroffene Hebamme und Mutter eine Katastrophe.
Das was dieser Hebamme widerfahren ist, kann ich leider nicht ändern. Ich kann lediglich an das Gewissen desjenigen appellieren, der für diesen Vorgang verantwortlich ist.
Diese(r) sollte sich darüber im Klaren sein, was er/sie damit anrichtet. Es geht hier um Menschen, denen man den Boden unter den Füssen weggezogen hat und die einen Weg suchen in ihrem Leben damit klar zu kommen.
Letztlich kann ich nur hoffen, dass dies ein Versehen war, das, wenn auch extrem tragisch, keine Wiederholung erfährt.

geweckte Katze

Die Katze fand es ziemlich ärgerlich, dass ich sie auf einem Bauernhof geweckt hatte.