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Erdbeerzeit

von Anja Schrul

Ende Mai – es ist soweit,
endlich wieder Erbeerzeit.
Diese kleine süße Frucht
führt zu mancher Essenssucht:

Mit Müsli, Joghurt und auf Kuchen
solltest du sie mal versuchen.
Ganz genauso einfach pur
zergeht sie auf der Zunge nur.

Die Erdbeere schmeckt immer toll,
wir pflücken unsere Körbe voll.
Und hättest Du das auch gewusst?
Botanisch ist sie eine Nuss.

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Herbstlaub

das jahr zur hälfte rum
die natur schaltet um
von zeugung auf früchte
reifung ist die aktuelle zeit

nicht nur die pflanzen
legen ihr buntes kleid an
auch wir menschen werden bunt
auch wenn wir graue haare so nicht sehen

unsere erfahrungen machen uns bunt
wir tragen die früchte der erfahrungen in uns
wir reifen
haben die frühlingsphase abgeschlossen

haben stürme überstanden
trockenheit und regen
haben uns durchgesetzt
wurden von anderen in den schatten gestellt

haben uns getroffen
haben uns vermehrt
und neues ausgesäät
das nun wachsen kann

jetzt scheint die sonne warm
wir richten uns danach aus
genießen die ruhe
verlassen die sorgen

wir haben es geschafft
auch wenn kleine macken vorhanden sind
auch wenn da und dort
ein wenig von der rinde abgeblättert ist

wir nehmen uns raus aus dem stress
aus dem gehetzt sein
die furcht unbedingt zeugen zu müssen
die ahnenreihe fortzusetzen

wir haben unsere biologische aufgabe erfüllt
haben unseren platz im leben gefunden
müssen uns nicht vor anderen beweisen
können tun was wir wollen

noch nicht fertig

Manchmal ist etwas noch nicht fertig, aber dennoch zu erkennen. Manchmal sind auch noch mehr als Feinarbeiten notwendig, um es letztendlich zu gestalten. Aber der Weg ist klar und das Ziel, so es denn eines gibt, ist definiert.

Einladung
Vernissage zu “Fotografien im Schloss”
Zusammen mit Anne Eickholt stelle ich vom 10.6.-2.9.11 meine bisherigen Arbeiten im Schloss aus. Die Ausstellung ist wochentags von 8-18 Uhr zu sehen.
Ort: Universitätsschloss in Münster, Schlossplatz 2, 48149 Münster – im 2. und 3. Obergeschoss des Nordflügels des Schlosses, Eingang dann rechts halten
Eintritt: kostenlos

Und noch ein aktueller Artikel/Hinweis:
Pfarrblättken 02/2011

Skelett

Das mein Thema Vergänglichkeit ist, werden wohl die Meisten mittlerweile bemerkt haben. Heute wieder so ein kleines Beispiel. Ich finde, dass, obwohl das Thema häufig mit Trauer besetzt ist, darin auch ganz viel Schönheit liegen kann.

kleine Lebewesen

An einem Teich in den Rieselfeldern befindet sich ein Steg. Nahe am Wasser habe ich einen kleinen Mikrokosmos gefunden, in dem ganz viele unterschiedliche Arten nebeneinander leben. Der Lebensraum ist nur wenige Zentimeter groß. Dort ist aber mehr los, als in manch anderer Gegend.

geklebt

Beim Makrofotokurs am vergangenen Wochenende in den Rieselfeldern Münsters haben die abgehärteten Kursteilnehmer in klirrender Kälte sich wieder an kleinen Strukturen versucht. Hut ab für so viel Einsatz, an einem Sonntagmorgen, um 8 Uhr!, bereits draußen zu sein. Dabei haben wir auch diesen festgeklebten Samen gefunden und fotografiert. Und weil gleich noch die Sonne rauskommt, bin ich heute mal unterwegs und werde meinen Schreibtisch gegen den Botanischen Garten in Münster tauschen. Morgen soll es ja schon wieder regnen.
Also einen schönen Tag allerseits.

toter Baum

Wirklich? Uns erscheint er so, weil er kaputt aussieht, seine Rinde abfällt, die Äste bereits abgebrochen sind und die Blätter damit auch fehlen. Er sieht ein wenig knorrig aus und wir assoziieren damit sofort den Tod. Stimmt aber gar nicht. Für zahlreiche Lebewesen ist er die Grundlage ihres Lebens. Und damit ist unser erster Eindruck wieder ein Trugbild. Zu schnell herausgedacht.
Passiert mir leider auch immer wieder.

Und wieder ein wenig Graphik…

…zum Wochenende. Ein Samenstand von oben fotografiert. Einfache, reduzierte Formen in schwarzweiß umgesetzt.

schwarzäugige Susanne

Mich fasziniert diese Blüte. Sie ist mit ihrem schwarzen Mittelpunkt ein dunkles Loch, in das man hingesogen wird, in dem man keinen Grund sieht, kein Ende.

Angriff fadenartiger Würmer von links unten…

…sie greifen den oberen Bereich an, versuchen ihn zuzudecken, ihn zu assimilieren. Halb sind die oberen Bereiche bereits verschlungen worden von diesen fadenartigen Gebilden, die wie eine Wolle aussehen und sich nach oben orientieren.
Aber eigentlich ist es nur eine getrocknete Kiwischeibe. Schein und Wirklichkeit?!

Neubeginn

Heute eine kleine Fortführung der Serie von Birgit und Lina:

Ende einer Schwangerschaft, ein Neubeginn

Bitte den obigen Link anklicken und dann einfach auf das betreffende Bild.

Salomonssiegel

Da ich nicht wußte, warum die Pflanze so heißt, habe ich mal Google befragt und einen interessanten Text gefunden:

“Der Salomonssiegel wird in zahlreichen Mythen als zauberkräftige “Springwurz” beschrieben, die die Macht besitzt Quellen aus Felsen springen zu lassen, alle “geisterfest” versiegelten Türen zu öffnen und verborgene Schätze zu heben, selbst wenn diese von Ungeheuern bewacht wurden. Nicht jede Weißwurz besitze jedoch diese Zauberkraft, nur bestimmte Vögel, wie der Specht oder der Wiedehopf fänden die zauberischen Wurzeln.

Auch König Salomon himself wusste um die geheimnisvolle Macht der Zauberwurzel und sprengte mit ihrer Hilfe einen Felsen, der ihm beim Tempelbau im Wege stand. Ein Kuriosum am Rande: Da die Springwurz auch im Ruf stand Fesseln und Eisenketten zu sprengen war es per Erlass bis in 16. Jahrhundert Gefangenen verboten die Wurzel zu verwenden.

Auf die Springwurz werde man auch aufmerksam, weil an der Pflanze Sensen zerschellen und vorbeilaufenden Pferden die Hufe abspringen.

Bei den Kickapo-Indianern Nordmexikos galt eine Salomonssiegelart als wichtigste magische Pflanze. Sie durfte nur vom Clanführer gesammelt werden, der sie zum Neujahrsfest an die Stammesmitglieder verteilte, um diese vor Krankheit und Unglück zu schützen. Die Wurzel hatte auch die Aufgabe Paare stärker miteinander zu verbinden.

Im Zentraleuropäischen Volksbrauchtum kannte man einige Verwendungen des Salomonssiegels:
Man vergrub den Wurzelstock des Salomonssiegels unter dem Futtertrog im Viehstall, um Unheil fern zu halten. Im Fichtelgebirge wurde im 18 Jahrhundert der pulverisierte Salomonssiegel zusammen mit zermalenen Schneckenhäusern als Mittel gegen Viehseuchen eingesetzt.”
aus Pflanzenrad

Gegen den Regen…

…weil es hier schüttet mal ein fröhliches Foto, ohne Trauer, Schmerz etc.
Dennoch scheint der Sommer wohl vorbei zu sein. Aber wenn es jetzt auch weniger Blumen gibt, werden jetzt die Blätter der Bäume bunt.

Herbstzeit ist Erntezeit

Auch wenn das Wetter mal wieder besch… ist, mal ein Foto aus einem Getreidefeld. Wenn man jetzt so durch die Felder fährt, die meisten sind ja schon abgerntet, fallen einem die ersten bunten Blätter an den Bäumen auf. Das Jahr geht schon wieder zu Ende!

Orchideen im Nebel

Man hat fast den Eindruck, dass diese Orchidee im Nebel stand. Es ist aber nur eine Doppelbelichtung.

Neues kommt…

…so, jetzt habe ich hier viele Wochen geschwänzt und hoffe, dass es jetzt besser wird. Erst Urlaub, dann Büroumbau, Umzug von Kinderzimmern etc. Jetzt habe ich neue Räumlichkeiten und erwarte neue Kreativität bei mir, die sich sicherlich einstellen wird.
Neue Wege haben noch keinen ausgetretenen Pfad, also muss man, will man Neues erreichen, diesen Pfad selber anlegen. Vielleicht so, wie bei den Schnecken. Es entsteht Neues, ob dies gut oder schlecht ist, weiß man im Vorhinein nicht. Wenn man diesen Weg aber nicht geht, wird man es wohl nie erfahren.

Sorgen und Angst

Der schwangere Bauch als Projektionsfläche für die Gedanken, die eine Schwangere während der Schwangerschaft plagen können.

Ich verteidige mein Kind

Birgit mit einem alten Vorderlader in Kampfstellung und selbstbewusster Haltung. Ausdruck dafür, dass sie ihr Kind verteidigen wird.

Angst

Angst, weil dem Kind Gewalt widerfahren könnte. Auch wieder eine symbolische Darstellung.

Gewalt in der Ehe

Eher symbolisch ist dieses Bild für die “Gewalt in der Ehe” zu verstehen. Das Messer zeigt in Richtung Schwangerschaftsbauch. Die Spitz steht kurz vor dem schutzlosen Bauch.

Grablicht

Das Leben (der Bauch) hindert Birgit daran den Tod zu sehen, der sich in Form eines Grablichtes unter ihr versteckt hat.

Nachdenklich

Nachdenklich steht Birgit auf dem Friedhof. Auch hier ist wieder der Kontrast zwischen Schwangerschaft und Friedhof der Aspekt, der die Spannung ins Bild bringt.

Schwangerschaft

Birgit vor einem Grabstein. Der Kontrast zwischen weißgekleideter werdenden Mutter und dem dunklen Grabstein ist hier bestimmend. Zudem liegt sie schutzlos mit dem Bauch in Richtung Stein.

getrocknete Erfrischung

Heute gibts mal zu Abwechslung wieder ein s/w-Bild. Abgebildet ist eine getrocknete Ananasscheibe. Schmecken übrigens auch bei heißem Wetter im getrockneten Zustand.