Raumschiff

Manchmal glaubt man, dass man neben sich steht. Die Dinge passieren, wir reagieren darauf, aber eigentlich haben wir den Eindruck, als ob wir gar nicht wirklich drin sind im Geschehen. Es ist wie ein Raumschiff, in dem wir sitzen, das matte Scheiben hat, durch die wir nur undeutlich die Dinge draußen sehen. Manchmal haben Dinge eine andere Geschwindigkeit, als wir selber diese gerade haben. Es entwickeln sich Dinge, denen wir hinterher rennen, die wir aber nicht einholen können. Wir wissen schon wo sie hinführen, aber dennoch schaffen wir es maximal in ihren kometenhaften Schweif einzutauchen. Die Dinge müssen dabei nicht schlecht sein, ganz im Gegenteil, aber die vermeintliche Kontrolle haben wir nicht. Was wir vielleicht lernen müssen ist die Tatsache, dass wir nicht alles beeinflussen können, dass Andere für eine Zeit die Kontrolle über uns übernehmen und uns führen. Wir dürfen dann auch mal vertrauen. Einen guten Wochenstart an alle.

Kleiner Hinweis für Diejenigen, die bis zum 2.9. mal Langeweile haben:
10.06.-02.09.2011 Fotografien im Schloss (Münster)
Pressestelle Universität Münster 07.06.2011