zu neue Ufern

Gestern habe ich mit wirklich guten und alten Freunden zusammengesessen, vorgestern habe ich mit einem Nochbekannten, der mal ein Freund werden wird, ein längeres Telefonat geführt. Wir sind alle, ich wage es kaum zu sagen, im Mittelfeld unseres Lebens unterwegs. Es sind grundverschiedene Menschen, die einen Naturwissenschaftler, der Andere ein Geistlicher. Interessant war, und da muss ich mich einschließen, dass wir alle an einem Punkt sind, wo wir unseren Status quo überdenken. Es stellen sich Fragen wie:
– Machen wir so weiter, wie bisher?
– Meinen wir jetzt aufsteigen zu müssen, um mitzumischen?
– Entscheiden wir uns dagegen (Aufstieg) und riskieren damit freakig zu werden, weil wir angebliche Chancen nicht nutzen?
– Was sind unsere Prioritäten?

Verschiedene Menschen am gleichen Punkt.

Das krasse Gegenbeispiel heute im geschäftlichen Bereich. Ein langjähriger Geschäftsfreund, unwesentlich älter als wir, hat sich offensichtlich gegen diese Überlegungen entschieden. Wird von der Verwaltung gedrückt und traut sich nicht dagegen anzugehe. Dafür leidet seine Gesundheit.

Ist es das, was wichtig ist: sicheres Gehalt, sichere Rente? Oder sind dann doch menschliche, idielle Aspekte wichtiger, dafür vielleicht finanzielle Sorgen, die man in Kauf nehmen muss. Dieser Gedanke ist vielleicht zu kurz gegriffen, vielleicht zu platt, sicherlich. Tina Dico schreibt von vielen tausend Grauschattierungen zwischen schwarz und weiß.

Aber ich für mich habe mich entschieden und daran arbeite ich. Mein beruflicher Wandel findet dieses Jahr statt, mit all seinen finanziellen Risiken und mit meinen Kindern, die das letztlich mittragen müssen. Meine Prioritäten setze ich neu, auch in menschlicher, idieller Hinsicht. Diese Seite ist davon ein Teil.