Salomonssiegel

Da ich nicht wußte, warum die Pflanze so heißt, habe ich mal Google befragt und einen interessanten Text gefunden:

„Der Salomonssiegel wird in zahlreichen Mythen als zauberkräftige „Springwurz“ beschrieben, die die Macht besitzt Quellen aus Felsen springen zu lassen, alle „geisterfest“ versiegelten Türen zu öffnen und verborgene Schätze zu heben, selbst wenn diese von Ungeheuern bewacht wurden. Nicht jede Weißwurz besitze jedoch diese Zauberkraft, nur bestimmte Vögel, wie der Specht oder der Wiedehopf fänden die zauberischen Wurzeln.

Auch König Salomon himself wusste um die geheimnisvolle Macht der Zauberwurzel und sprengte mit ihrer Hilfe einen Felsen, der ihm beim Tempelbau im Wege stand. Ein Kuriosum am Rande: Da die Springwurz auch im Ruf stand Fesseln und Eisenketten zu sprengen war es per Erlass bis in 16. Jahrhundert Gefangenen verboten die Wurzel zu verwenden.

Auf die Springwurz werde man auch aufmerksam, weil an der Pflanze Sensen zerschellen und vorbeilaufenden Pferden die Hufe abspringen.

Bei den Kickapo-Indianern Nordmexikos galt eine Salomonssiegelart als wichtigste magische Pflanze. Sie durfte nur vom Clanführer gesammelt werden, der sie zum Neujahrsfest an die Stammesmitglieder verteilte, um diese vor Krankheit und Unglück zu schützen. Die Wurzel hatte auch die Aufgabe Paare stärker miteinander zu verbinden.

Im Zentraleuropäischen Volksbrauchtum kannte man einige Verwendungen des Salomonssiegels:
Man vergrub den Wurzelstock des Salomonssiegels unter dem Futtertrog im Viehstall, um Unheil fern zu halten. Im Fichtelgebirge wurde im 18 Jahrhundert der pulverisierte Salomonssiegel zusammen mit zermalenen Schneckenhäusern als Mittel gegen Viehseuchen eingesetzt.“
aus Pflanzenrad