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Griechische Vase…

…oder „nur“ ein Schneckenhaus. Schaut es Euch von weiter her an. Der Schein kann manchmal trügen. Offensichtliches kann verborgen sein und nicht zu Tage gefördert werden, ähnlich wie die Arbeiten von Victor Molev. Nur das seine mit Abstand kreativer sind.

bunte Muscheln

Momentan ist es etwas weiß, grau, schwarz draußen, was durchaus seinen Reiz hat. Dennoch möchte ich Euch ein buntes Bild schicken. Muscheln am Strand.

Und jetzt?

Und jetzt ist bald Wochenende, noch scheint die Sonne, die Vögel sitzen frierend auf den Zweigen und neben mir dampft ein Tee. Ich wünsche alle ein schönes Wochenende.

Ohrensprache

Auch wenn einem die Worte fehlen, kann man sich mitteilen.

holländischer Käse

Unsere Kohlmeise im Garten steht total auf alten Käse und wenn man ihr zu nahe kommt, mault sie.

durchscheinend

Ein Bockkäfer, der nur als Schatten durch ein Blatt sichtbar wird. Sind alle Dinge vollständig sichtbar oder stehen sie hinter einer Wand und lassen nur die Informationen durch, die sie weitergeben wollen? Keiner weiß wirklich welche Farbe der Käfer hatte, warum er hier herumlief, ob er Hunger hatte oder nicht.

Champion

Wer ist der Champion? Mensch oder Pferd?

Verharren

In den letzten Monaten waren mir viele Dinge einfach zu schnell. Wir rennen, rennen und rennen. Der Kopf ist voll, die Dinge werden oberflächlich abgearbeitet. Ich habe mir zwischendurch Notizen gemacht, eine Kiste mit Zetteln gefüllt, damit ich Manches einfach nicht vergesse. Nein, keine Demenz, sondern die Angst es im Kopf zu verlieren, weil zu viel da ist.
In den vergangenen drei Tagen habe ich es rausgeschrieben aus meinem Kopf, habe ein neues Buch geschrieben. Der Kopf ist dadurch leerer geworden, er kann neue Dinge aufnehmen, kann weiterdenken, kann nach vorne denken, was bisher durch wochen- und monatelanges Hin- und Herwendens, nicht möglich war. Er war verstopft. Jetzt ist es raus, der Druck im Kopf ist weg, ist ausgedruckt und steht auf 70 Seiten Papier. Es sind nur schwarze Buchstaben auf Papier, aber es bekommt sofort einen Wert, es ist mir wichtig, dass was ich mir aufgeschrieben habe. Jetzt muss es ruhen, ich muss mich zügeln, es jetzt schon abschließen zu wollen. In ein paar Wochen werde ich es wieder lesen, in die Hand nehmen und überarbeiten.

Heute geht alles zu schnell: Wie schreibt es Herrad Schenk: Früher war die Arbeit in den Wintermonaten durch die Dunkelheit begrenzt. Die Menschen wurden zur Pause, zum Ausruhen gezwungen. Genauso wie die Tiere und Pflanzen in der Natur jetzt Pause machen, neue Kraft für das nächste Jahr sammeln. Heute wird in einem durchgearbeitet. Licht ist immer und in gleicher Stärke vorhanden, es gibt keine erzwungene Ruhe mehr. Wir verschleißen uns.

Der Affe auf dem Bild hats kapiert. Einfach mal sitzen bleiben und Pause machen.

Wochenendeinstimmung

Da am Wochenende unsere herbstliche Ausstellung (Münster-Nienberge, St. Sebastianpfarrheim) zum Thema „Vergänglichkeit“ stattfindet, hier schon mal ein Bild, was zum Thema passt. Erschreckt nicht, auch auf der Ausstellung wird es vielleicht einen Tabubruch geben.
Abgebildet ist ein Maikäfer, der im Kühlergrill sein Ende gefunden hat.

Nahsicht

Die Schmetterlingszeit ist ja nun fast vorbei für dieses Jahr, aber dennoch ist es schön diese Tiere zu beobachten. Dieser schaute etwas spitzbübisch, als ich ihn auf einer Wiese bei Nienberge sah. Übrigens gibt es dort einen Hochzeitswald. Eine schöne Idee wie ich finde.

kalt

Da es heute ziemlich kalt ist, passt heute wohl auch mal ein Eisvogel hierhin. Aufgenommen habe ich das Tier auf Gut Sunder in aller Frühe, bei Regen und schlechtem Licht.

grafische Form

Weil irgendwie draußen Herbst ist, es regnet, die Blätter bunt sind, es windig ist und außerdem meine Kinder husten, hier also ein Bild, was vielleicht zum Herbst passt:
Eine grafische Form an irgendeinem Stock auf einer Brache. Manchmal sind es die kleinen Details.

Weberknecht

Weberknechte sind eine den Spinnen zugehörige Gruppe. Sie zeichnen sich meist durch lange und sehr dünne Beine und einem einfachen Körper aus. Damit gehören sie auch nicht zu den echten Spinnen, da sie keinen Faden produzieren und ihr Körper nicht zweigeteilt ist.

Unfall…

…zum Glück nicht von mir. Geschehen zwischen Münster-Nienberge und Häger. Ich habe schon drei Rehe dort gefunden. Dort ist ein Wechsel, den die Rehe leider nicht verstehen und da die Autofahrer auf der leicht abschüssigen Straße richtig Dampf machen, knallt es ab und an. Nicht nur für die Rehe ein Problem!

Stein im Wasser

Manchmal steht man an einem Punkt, wo man Dinge ändern muss. Natürlich spricht man vom Fels in der Brandung. Der Fels der jedem Unwetter trotzt. Nur, ist Jemandem mal aufgefallen, dass sich Küstenlinien permanent ändern. Der Fels nutzt sich ab, wird kleiner, wird gesprengt, wird abgerieben.

So ist das auch mit uns. Wir sind wie Felsen, groß, meinen die Welt ändern zu können, liegen im Weg, haben Einfluss. Viele werden im Laufe des Lebens auch nur angeschliffen, oder ein wenig abgerieben. Andere dagegen werden gesprengt, werden auf Schlag (einschneidenes Erlebnis) klein, werden geteilt, oder große Stücke werden abgesprengt. Dann werden sie von den Wellen rumgestossen und verfrachtet. Auf einmal sind sie nicht mehr da, wo sie standen. Jetzt müssen sie sich neudefinieren, denn aus einem Küstenfelsen ist vielleicht ein Stein in einem Acker geworden.

Letztlich wird aus jedem Felsen irgendwann ein kleines Sandkorn. Unwichtig, unauffällig, unbedeutend als Einzelnes.

scheinbarer Kurvenflug

Häufig erscheinen Dinge anders als sie in der Realität sind. Dieser Falter scheint mit Schwung in die Kurve reinzufliegen. Er ist voller Dynamik und Kraft und vielleicht optimistisch am Kameraobjektiv vorbei zu kommen. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Denn was man nicht sieht ist, dass er auf einem Spinnennetz gelandet ist. Er klebt fest, kann nicht abheben und ist zum Sterben verurteilt.
Viele Dinge erscheinen anders, als sie wirklich sind.

Synchrongespräch

Schon mal aufgefallen, wie oft Menschen das Vorgesprochene aufnehmen und nachplappern?

freie Sitzposition

Ich könnte das nicht, so frei irgendwo auf einem Seil zu sitzen. Andererseits muss ich das auch nicht, wobei manche Aktion schon ein ziemlicher Drahtseilakt ist.

vor dem Sprung

…und ist sie nun gesprungen oder nicht?

unglaublich

Es gibt Tage, da könnte man laut los schreien, ob der Zeitgenossen. Die Ethikkommission der Ärzte hat Palliativmediziner untersucht und dabei festgestellt, dass bei ihrem Einsatz für sterbenskranke Menschen, diese unrettbaren Menschen eher sterben („Früherer Tod durch Ärzte“ abgedruckt in der münsterschen Zeitung am 7.9.10). Mich würde mal interessieren, wie lange diese Menschen denn ohne diese Ärzte hätten leben können oder vielleicht sollen?
Um dies einmal klar zu stellen: Palliativmediziner sind sicherlich keine Menschen, die den Tod herbeiführen im Sinne der Sterbehilfe, sondern sie sind dafür da, die Menschen, deren Leben zu Ende geht, von Schmerzen zu befreien und ihnen einen möglichst angenehmen Übergang zu schaffen. Zumindest habe ich dies so bei meiner Frau erfahren, als die Palliativmedizinerin uns half. Und letztlich geht es doch nicht darum, Leben herauszuzögern! Wir kommen irgendwann an einen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Ob uns das nun gefällt oder nicht. Ich für meinen Teil kann dann, wenn es sinnvoll ist, gerne auf Tage oder vielleicht Wochen verzichten, wenn ich dafür nicht leiden muss. Denn genau das ist doch der Punkt: Leben möchten wir, natürlich, aber bitte nicht leiden und genau dafür sind doch Palliativmediziner da. Sie tun dies in unserem Sinne. Wenn man dies nicht möchte, muss man sich ja nicht an sie wenden, oder??

Hunger

Den kleinen Vogel (Fitis) hatte ich schon ein paar Tage beobachtet bis er, als ich ihn fotografieren wollte, meinte ich würde ihm was zu Essen vorbei bringen. Leider habe ich ihn enttäuschen müssen.

Sichtweise

Als ich vor ein paar Wochen wieder einmal im münsteraner Allwetterzoo war und ich den halben Tag am Affengehege stand, kam mir die Idee, mal den Affen (Gorilla) anders abzulichten. Da er so freundlich war und wirklich lange an einem Platz saß, war das auch kein größeres Problem. Ich finde, dass auch dieses Foto was hat, auch wenn man den Kopf nicht sehen kann. Manchmal, oder anders gesagt, häufig ist das Bild dann interessant, auf dem nicht alles zu sehen ist.

Neues kommt…

…so, jetzt habe ich hier viele Wochen geschwänzt und hoffe, dass es jetzt besser wird. Erst Urlaub, dann Büroumbau, Umzug von Kinderzimmern etc. Jetzt habe ich neue Räumlichkeiten und erwarte neue Kreativität bei mir, die sich sicherlich einstellen wird.
Neue Wege haben noch keinen ausgetretenen Pfad, also muss man, will man Neues erreichen, diesen Pfad selber anlegen. Vielleicht so, wie bei den Schnecken. Es entsteht Neues, ob dies gut oder schlecht ist, weiß man im Vorhinein nicht. Wenn man diesen Weg aber nicht geht, wird man es wohl nie erfahren.

Hunger

Hunger muss nicht immer ein Bauchgefühl sein, es kann auch Wissensdurst oder die Sucht nach dem Neuen sein. Wichtig erscheint mir dabei aber zu sein, dass man dabei seine Wurzel nicht vergisst. Bei den abgebildeten Raupen bin ich mir nicht sicher, ob die nicht irgendwann vom Ast fallen, da sie ihren Herkunftsweg schon aufgefressen haben.