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Neubeginn

Heute eine kleine Fortführung der Serie von Birgit und Lina:

Ende einer Schwangerschaft, ein Neubeginn

Bitte den obigen Link anklicken und dann einfach auf das betreffende Bild.

Verharren

In den letzten Monaten waren mir viele Dinge einfach zu schnell. Wir rennen, rennen und rennen. Der Kopf ist voll, die Dinge werden oberflächlich abgearbeitet. Ich habe mir zwischendurch Notizen gemacht, eine Kiste mit Zetteln gefüllt, damit ich Manches einfach nicht vergesse. Nein, keine Demenz, sondern die Angst es im Kopf zu verlieren, weil zu viel da ist.
In den vergangenen drei Tagen habe ich es rausgeschrieben aus meinem Kopf, habe ein neues Buch geschrieben. Der Kopf ist dadurch leerer geworden, er kann neue Dinge aufnehmen, kann weiterdenken, kann nach vorne denken, was bisher durch wochen- und monatelanges Hin- und Herwendens, nicht möglich war. Er war verstopft. Jetzt ist es raus, der Druck im Kopf ist weg, ist ausgedruckt und steht auf 70 Seiten Papier. Es sind nur schwarze Buchstaben auf Papier, aber es bekommt sofort einen Wert, es ist mir wichtig, dass was ich mir aufgeschrieben habe. Jetzt muss es ruhen, ich muss mich zügeln, es jetzt schon abschließen zu wollen. In ein paar Wochen werde ich es wieder lesen, in die Hand nehmen und überarbeiten.

Heute geht alles zu schnell: Wie schreibt es Herrad Schenk: Früher war die Arbeit in den Wintermonaten durch die Dunkelheit begrenzt. Die Menschen wurden zur Pause, zum Ausruhen gezwungen. Genauso wie die Tiere und Pflanzen in der Natur jetzt Pause machen, neue Kraft für das nächste Jahr sammeln. Heute wird in einem durchgearbeitet. Licht ist immer und in gleicher Stärke vorhanden, es gibt keine erzwungene Ruhe mehr. Wir verschleißen uns.

Der Affe auf dem Bild hats kapiert. Einfach mal sitzen bleiben und Pause machen.

Botanischer Garten

Ein Bild aus dem vergangenen Jahr. Aufgenommen Ende Oktober über Münster, der Botanische Garten der Universität. Die letzte gemeinsame Aktion mit meiner Frau, ein Ballonflug, den sie mir zur Promotion 1999 geschenkt hatte.

Klara

Heute vor vier Jahren am 4.11.06 ist eine kleine Dame verstorben. Sie wurde nur 12 Tage alt. Da ich mich via email momentan intensiv und gerne mit ihrer Mutter austausche, möchte ich dem Wunsch entsprechen und ihr das heutige Bild widmen.

Gleichzeitig möchte ich auf die Seite ihrer Mutter hinweisen und dem dortigen Buch.

Ort der Vergänglichkeit

Und heute mal ein erstes Bild der kommenden Ausstellung im Kath. Pfarrheim in Münster-Nienberge vom 30.10. bis 1.11.10. Auch wenn die kommende Ausstellung aufgrund des Themas „Vergänglichkeit, Veränderung“ Manchem etwas schwer anmuten wird, wird es dort zahlreiche interessante und provozierende Darstellungen geben, die vielleicht auch mal ein Tabu berühren, wenn es um den Tod geht. Ich für mich halte die Annäherung oder die Brechung von Tabus bei sensiblen Themen für notwendig, weil nur so eine Diskussion zustande kommt.
Ich bin gespannt auf die Reaktionen.

Das Bild wurde am 31.10-1.11.2010 auf der Gruppenausstellung der Freien Künstler Nienberge in Münster gezeigt. Thema der Ausstellung: Vergänglichkeit.

Wind und Sonne

Da es gerade draußen kalt wird, mal ein windiges und sonniges Foto aus dem diesjährigen Sommer von der Alp Flix. Der Arbeitsplatz der Sennerin.

…nicht immer über die aktuelle Situation meckern, sondern auch mal an schöne Dinge erinnern. Ist ja nicht alles schlecht, oder?

zu neue Ufern

Gestern habe ich mit wirklich guten und alten Freunden zusammengesessen, vorgestern habe ich mit einem Nochbekannten, der mal ein Freund werden wird, ein längeres Telefonat geführt. Wir sind alle, ich wage es kaum zu sagen, im Mittelfeld unseres Lebens unterwegs. Es sind grundverschiedene Menschen, die einen Naturwissenschaftler, der Andere ein Geistlicher. Interessant war, und da muss ich mich einschließen, dass wir alle an einem Punkt sind, wo wir unseren Status quo überdenken. Es stellen sich Fragen wie:
– Machen wir so weiter, wie bisher?
– Meinen wir jetzt aufsteigen zu müssen, um mitzumischen?
– Entscheiden wir uns dagegen (Aufstieg) und riskieren damit freakig zu werden, weil wir angebliche Chancen nicht nutzen?
– Was sind unsere Prioritäten?

Verschiedene Menschen am gleichen Punkt.

Das krasse Gegenbeispiel heute im geschäftlichen Bereich. Ein langjähriger Geschäftsfreund, unwesentlich älter als wir, hat sich offensichtlich gegen diese Überlegungen entschieden. Wird von der Verwaltung gedrückt und traut sich nicht dagegen anzugehe. Dafür leidet seine Gesundheit.

Ist es das, was wichtig ist: sicheres Gehalt, sichere Rente? Oder sind dann doch menschliche, idielle Aspekte wichtiger, dafür vielleicht finanzielle Sorgen, die man in Kauf nehmen muss. Dieser Gedanke ist vielleicht zu kurz gegriffen, vielleicht zu platt, sicherlich. Tina Dico schreibt von vielen tausend Grauschattierungen zwischen schwarz und weiß.

Aber ich für mich habe mich entschieden und daran arbeite ich. Mein beruflicher Wandel findet dieses Jahr statt, mit all seinen finanziellen Risiken und mit meinen Kindern, die das letztlich mittragen müssen. Meine Prioritäten setze ich neu, auch in menschlicher, idieller Hinsicht. Diese Seite ist davon ein Teil.

Wellen

Wenn es keinen Wind gibt, gibt es auch keine Wellen auf dem See. Der Wind treibt die Wellen an, drückt und schiebt sie zu einer Seite. Die Wellen machen das sichtbar, was der Wind ersteinmal nicht hergibt. Die Wellen werden scheinbar zur Materialisierung des Windes, und bearbeiten das Ufer. Nutzen ab, scheuern ab, reißen ab.

alte Werkstatt

Eine Werkstatt bzw. der vordere Teil eines Pferdestalles in Döhle. Leicht angestaubt aber es strahlt ein wenig Nostalgie aus.

In meiner Trauer

Es ist endlich geschafft, unser Buch ist erschienen!

Rückseite Klappentext: Mit diesem Buch wollen wir unsere Trauer und unsere Auseinandersetzung mit dem Tod sowohl in verbaler wie auch in symbolischer Form darstellen und all denen zur Verfügung stellen, die in ihrer Trauer nicht alleine sein wollen und sie genauso wichtig nehmen, wie wir es tun.

Lyrik: Katharina Roder & Dr. Martin Kreuels
Fotografien: Dr. Martin Kreuels
Gestaltung: Ingrid Weide
Verlag: Books on Demand, BOD
ISBN 978-3-8391-8364-9
Paperback, 52 Seiten

Zu bestellen ist das Buch ist für 9,90 € zzgl. 2 € Versandkosten bei mir:
Dr. Martin Kreuels
Alexander-Hammer-Weg 9
48161 Münster
Tel.: 02533-933545
Mobil: 0171-5075943
mail: kreuels@aradet.de

Wer mal in das Buch hineinsehen möchte, kann dies bei Amazon tun.

unglaublich

Es gibt Tage, da könnte man laut los schreien, ob der Zeitgenossen. Die Ethikkommission der Ärzte hat Palliativmediziner untersucht und dabei festgestellt, dass bei ihrem Einsatz für sterbenskranke Menschen, diese unrettbaren Menschen eher sterben („Früherer Tod durch Ärzte“ abgedruckt in der münsterschen Zeitung am 7.9.10). Mich würde mal interessieren, wie lange diese Menschen denn ohne diese Ärzte hätten leben können oder vielleicht sollen?
Um dies einmal klar zu stellen: Palliativmediziner sind sicherlich keine Menschen, die den Tod herbeiführen im Sinne der Sterbehilfe, sondern sie sind dafür da, die Menschen, deren Leben zu Ende geht, von Schmerzen zu befreien und ihnen einen möglichst angenehmen Übergang zu schaffen. Zumindest habe ich dies so bei meiner Frau erfahren, als die Palliativmedizinerin uns half. Und letztlich geht es doch nicht darum, Leben herauszuzögern! Wir kommen irgendwann an einen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Ob uns das nun gefällt oder nicht. Ich für meinen Teil kann dann, wenn es sinnvoll ist, gerne auf Tage oder vielleicht Wochen verzichten, wenn ich dafür nicht leiden muss. Denn genau das ist doch der Punkt: Leben möchten wir, natürlich, aber bitte nicht leiden und genau dafür sind doch Palliativmediziner da. Sie tun dies in unserem Sinne. Wenn man dies nicht möchte, muss man sich ja nicht an sie wenden, oder??

mal wieder ne Blume

Heute fällt mir nichts Gescheites ein, deshalb bring ich mal wieder ein Blumenbild. Aber vielleicht ist der Angebotsbereich ein Sektor, der Interesse weckt. Dort stehen meine Angebote.

Neues kommt…

…so, jetzt habe ich hier viele Wochen geschwänzt und hoffe, dass es jetzt besser wird. Erst Urlaub, dann Büroumbau, Umzug von Kinderzimmern etc. Jetzt habe ich neue Räumlichkeiten und erwarte neue Kreativität bei mir, die sich sicherlich einstellen wird.
Neue Wege haben noch keinen ausgetretenen Pfad, also muss man, will man Neues erreichen, diesen Pfad selber anlegen. Vielleicht so, wie bei den Schnecken. Es entsteht Neues, ob dies gut oder schlecht ist, weiß man im Vorhinein nicht. Wenn man diesen Weg aber nicht geht, wird man es wohl nie erfahren.