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erscheint anders

Das, was hier als rohe Gewalt aussieht, ist genau das Gegenteil, nämlich die Einleitung zum Paarungsverhalten. Manchmal erscheinen uns Dinge von außen völlig anders, als sie intern empfunden werden. Vielleicht ist es deshalb sinnvoll manchmal einfach die F…..zu halten, wie Dieter Nuhr sagt.

Raumschiff

Manchmal glaubt man, dass man neben sich steht. Die Dinge passieren, wir reagieren darauf, aber eigentlich haben wir den Eindruck, als ob wir gar nicht wirklich drin sind im Geschehen. Es ist wie ein Raumschiff, in dem wir sitzen, das matte Scheiben hat, durch die wir nur undeutlich die Dinge draußen sehen. Manchmal haben Dinge eine andere Geschwindigkeit, als wir selber diese gerade haben. Es entwickeln sich Dinge, denen wir hinterher rennen, die wir aber nicht einholen können. Wir wissen schon wo sie hinführen, aber dennoch schaffen wir es maximal in ihren kometenhaften Schweif einzutauchen. Die Dinge müssen dabei nicht schlecht sein, ganz im Gegenteil, aber die vermeintliche Kontrolle haben wir nicht. Was wir vielleicht lernen müssen ist die Tatsache, dass wir nicht alles beeinflussen können, dass Andere für eine Zeit die Kontrolle über uns übernehmen und uns führen. Wir dürfen dann auch mal vertrauen. Einen guten Wochenstart an alle.

Kleiner Hinweis für Diejenigen, die bis zum 2.9. mal Langeweile haben:
10.06.-02.09.2011 Fotografien im Schloss (Münster)
Pressestelle Universität Münster 07.06.2011

Schatten

Alles hat eine Sonnen- und eine Schattenseite, egal wie klein es ist. Es gibt nur dann Licht, wenn es auch den Schatten gibt. Der Schatten ist aber nicht schlecht, weil er uns den Wert des Lichtes verdeutlicht. Wie sagte mir ein Freund (Andreas) mal während der Schulzeit, also vor gefühlten 2000 Jahren: „Ich nehme auf meinen Tonbändern (für alle jungen Leute: das waren unsere früheren Wiedergabemedien!! A.d.R.) meine Lieblingsstücke auf. Darunter mische ich aber immer auch zwei drei Stücke, die ich nicht so gut finde, weil dadurch meine Lieblingsstücke noch besser klingen.“

Buntes Leben

Manchmal kann das Leben auch bunt sein.

noch nicht fertig

Manchmal ist etwas noch nicht fertig, aber dennoch zu erkennen. Manchmal sind auch noch mehr als Feinarbeiten notwendig, um es letztendlich zu gestalten. Aber der Weg ist klar und das Ziel, so es denn eines gibt, ist definiert.

Einladung
Vernissage zu „Fotografien im Schloss“
Zusammen mit Anne Eickholt stelle ich vom 10.6.-2.9.11 meine bisherigen Arbeiten im Schloss aus. Die Ausstellung ist wochentags von 8-18 Uhr zu sehen.
Ort: Universitätsschloss in Münster, Schlossplatz 2, 48149 Münster – im 2. und 3. Obergeschoss des Nordflügels des Schlosses, Eingang dann rechts halten
Eintritt: kostenlos

Und noch ein aktueller Artikel/Hinweis:
Pfarrblättken 02/2011

Perspektive

Alles ist eine Frage der Perspektive. Wie betrachten wir ein Ding, eine Situation? Können wir einen Sachverhalt objektiv betrachten, wenn wir in ihm gefangen sind? Müssen wir eine Situation nicht erst verlassen, um sie betrachten zu können?

Gemüse

Können wir nicht akzeptieren, dass es bei uns Gemüse, Obst etc. nur zu bestimmten Zeiten gibt? Müssen wir Erdbeeren im Januar haben, Gurken aus Spanien importieren etc.? Wir haben das große Glück, dass unsere Hygienestandards relativ hoch sind. Wenn wir auf unsere Gier nicht verzichten können, dann brauchen wir auch keine Hygienevorschriften, weil wir dann auf andere Länder zugreifen. Wie blöde sind wir eigentlich? Die Konsequenzen zeigen sich ja aktuell mal wieder.

Multitasking

Heute ist wieder so ein Tag, neben ständigem Telefonieren, mehreren Veranstaltungen und Auftragsarbeiten, noch eben Kinder versorgen, der Angestellten neue Aufgaben geben und das Essen nicht vergessen. Dafür werde ich mich gleich entlohnen und versuche zum xten Mal das Blaukehlchen in den Rieselfeldern zu erwischen und danach gehts zum Essen mit zwei lieben Freunden. So macht das Leben Spaß.

vorbereiten

Jede Arbeit, jede Aufgabe beginnt mit einer Vorbereitung. Will sie gelingen, müssen wir Arbeiten vorschalten. Auch das ist aber kein Garant für den Erfolg. Muss man sich dann ärgern? Nein, ich denke nicht. Manchmal bauen wir Fehler ein, manchmal macht jemand Anderes Fehler, manchmal hat man nur Pech. Dann wird’s halt neu vorbereitet, bis es klappt. Wir regen uns manchmal zu viel und vor allem zu schnell auf. Außerdem kann es manchmal auch ganz gut sein, dass was nicht klappt. Vielleicht wird dadurch Schlimmeres vermieden.
Also immer schön locker bleiben.

Gartenzwerge

Des Deutschen liebste Kinder stehen bunt im Garten herum. Mal fröhlich pfeifend, mal mit einer Harke in der Hand oder einer Schubkarre. Härtere Zeitgenossen zeigen Gartenzwerge mit einer Autospur im Rücken oder einem Messer im Bauch. Diese Variante soll dann Ausdruck dessen sein, dass man ja eigentlich gegen den Zwerg ist. In Wahrheit huldigt man ihm aber auch nur in einer anderen Form. Und so will ich mich auch eingliedern in diese Reihe in der ich einen halb zerfallenen Zwerg fotografiert habe. Irgendwie gehören sie dann doch zu unserem Leben, wie der morgendliche Kaffee oder die Bundesliga am Samstagnachmittag. Und eigentlich ist das auch nicht schlimm, denn meistens lächeln sie uns ja freundlich an.

Schlösser

Schlösser im Leben
keine Luftschlösser
Schlösser, die verschließen
die abschließen
die einengen

Menschen, die einengen
die Verbote aussprechen
die verbieten
die verschließen
Möglichkeiten wegschließen

Menschen, die sich wehren
die Kraft dafür benötigen
die sich aufreiben
die sich einengen lassen
die sich zügeln müssen, um den Schließern zu gefallen

Schlösser sollen zusammenhalten
Schlösser sollen nicht verbieten
Schlösser sind unnötig

ohne Titel

Was mag das Kind wohl denken, wenn es die ganzen Urlaubsangebote sieht?

Schmetterling

Als kleine Raupe geboren
frisst Du dich durch die Pflanzen
unscheinbar, übersehen, unsichtbar

Irgendwann verschwunden
hängst Du in einem Kokon
komplette Verwandlung

nicht wieder zu erkennen
aber sichtbar
weil Du uns entgegenfliegst

abgesessen

Auf Spaziergängen findet man immer wieder Orte, an denen Spuren von wiederkehrenden Ritualen zu finden sind. Auf dieser Bank scheint immer wieder jemand an der gleichen Stelle zu sitzen. Mittlerweile ist der Sitzplatz abgewetzt und der Lack ist ab. Und dennoch wird er weiterhin regelmäßig genutzt.
Rituale geben Halt, geben Sicherheit. Rituale sind aber auch vergänglich und können beendet werden, um neuen Ritualen Platz zu geben.

Schatzkiste

In Gießen habe ich am späten Abend dieses Schaufenster gesehen, ein Modeschaufenster. Dabei fiel mir der Name dieses Ladens auf: „Schatzkiste“. Der Besucher (Kunde) kann hier in einer Schatzkiste einkaufen, weil hier Dinge liegen, die gehoben werden wollen, die gefunden werden wollen, die nicht so offensichtilich im Schaufenster liegen, wie in den allgegewertigen Modekettenläden, den ganzen Outlet-Centern. Wir müssen suchen, um es zu finden, auch wenn wir gar nicht wissen, wonach wir suchen. Es ist auch viel Zufall dabei.
Wir Menschen sind doch ähnlich. Auch wir sind Schatzkisten, nur dass wir häufig Angst haben, in uns rein zu sehen, um den dort liegenden Schatz zu heben. Der Eine merkt, das er ein genialer Jugendfussballtrainer ist, der andere ist ein begnadeter Maler, die Nächste merkt, dass sie eine geniale Mutter ist. Vielleicht gönnen wir uns auch mal den Blick auf uns selber, vielleicht sollten wir uns einfach mal im Spiegel betrachten und unseren Schatz wert schätzen und nicht darauf schauen, was die anderen von uns wollen. Denn durch unseren Schatz haben wir ein (ökonomisch ausgedrückt) Alleinstellungsmerkmal, was uns individuell auszeichnet. Es ist egal was es ist, aber wir können stolz auf unseren persönlichen Schatz sein.
Ein schönes Wochenende an alle, die das lesen.

keine Bewegung

Bewegung ist alles. Bleibt man stehen, geht nichts mehr. Ab und zu ist aber Stehenbleiben notwendig, um sich zu orientieren. Aber danach geht es dann wieder weiter. Manchmal auf dem gleichen Weg, manchmal auf einem anderen Weg.

für Pferdefreunde

Eigentlich gibt es zu diesem Datum süsse kleine Hasen und Kanickel. Aber nicht bei mir. Trotzdem klein und frisch auf der Erde, Fohlen von den Dülmener Wildpferden. Und weil ich gerne Artikel verteile, anbei zwei neue Artikel zu meiner Arbeit plus einer Einladung zur Ausstellung.

VUB-Aktuell April 2011
Unsere Kirche Nr. 16_2011

Und die Einladung zur Ausstellung

schweres Teil

Es ist nicht so leicht Tiere in der Bewegung zu fotografieren, weil alles in kürzester Zeit stimmen muss. Deshalb ist es schön, dass es schwere, träge Piepmätze gibt, die nicht so schnell sind, wie der abgebildete Federfreund. Mir war nicht klar, dass der Körper soweit unterhalb der Flügel hängt! Ein Bild aus einer Flugshow im Vogelpark Walsrode.

Nur ein Gänseblümchen?

Sie stehen zu hunderten auf den Rasen unserer Vorgärten rum. Jeder läuft über sie weg, tritt drauf und nimmt sie nur als Punkte auf unserem Rasen war. Beim nächsten Rasenschnitt werden sie geköpft, nur um wenig später an anderer Stelle wieder zu blühen. Nichts Außergewöhnliches, denkt man. Wir schauen gar nicht mehr richtig hin. Sie sind eine Massenware.
Trotzdem schön, wenn man sich einmal zu ihnen runter bückt.

neue Menschen

Die meisten wissen, dass ich seit einem guten Jahr mit einem Menschen (www.sehnsucht-stillen.de) zusammenarbeite, der Fähigkeiten hat, die ein Wissenschaftler nur schwer begreifen kann. Gleichzeitig hat sich bei mir ebenfalls viel getan und ein neuer Weg wurde beschritten, weg von der Wissenschaft. Trotzdem war da immer noch der Wissenschaftler, der sich sagte: „Ok, der Kollege ist ein Ausnahmemensch, vielleicht sogar ein Freak. Beobachte alles genau, damit Du nicht ein schräger Vogel wirst.“ Unsere Treffen waren geschäftlicher Natur mit eingestreuten privaten Gesprächen. Ich war also in einer beobachtenden Position, vielleicht nur zu 95% dabei.
Bis zur dreitägigen Messe in Gießen am vergangenen Wochenende.
Wir haben drei Tage zusammengearbeitet und andere Menschen getroffen, die genauso ticken wie mein Kollege. Keine Menschen, die nach außen irgendwie bekloppt wirken, sondern, die die Gabe haben Menschen durch ihre Art zu berühren. Darunter war eine Musikerin (www.susann-charis.de) die es innerhalb weniger Minuten schaffte, unseren Stand mit Menschen zu füllen, nur weil sie ihre eigenen selbstkomponierten Lieder spielte.

Jetzt stellt sich nicht mehr die Frage: Wo bin ich reingeraten?, sondern vielmehr: Danke.

Blickkontakt

Gestern hatte ich ein längeres Gespräch mit einem Kollegen, der den Blickkontakt meidet. Nach Wikipedia ist der Blickkontakt ein wesentlicher Bestandteil der nonverbalen Kommunikation.
Ist die Vermeidung von Blickkontakt, darunter sortiere ich auch das Schließen der Augen in einem Gespräch, Ausdruck der Mißachtung des Gegenüber oder ist es eher ihr mangelndes Selbstbewußtsein? Ich bin mir nicht sicher, denke aber, dass es Punkt zwei ist.
Zumindestens finde ich es anstrengend mit diesen Menschen zu sprechen, weil mein Unterbewußtsein keine oder nur mangelhafte Informationen vom Gegenüber erhält.
Achtet mal drauf.

Nerven

…mal Lust Jemanden zu nerven? Habe ich heute morgen aus meiner Familie bekommen und reiche es einfach mal weiter, weil es ne gute Anleitung ist.
Und weiter geht es in dieser Woche.

* Setze dich in der Mittagszeit in dein geparktes Auto und ziele mit einem Fön auf die vorbeifahrenden Autos, um zu sehen, ob sie langsamer fahren.
* Ruf dich selbst über die Sprechanlage. (Verstelle nicht deine Stimme.)
* Finde heraus, wo dein Chef/deine Chefin einkauft und kaufe exakt die gleichen Klamotten. Trage sie immer eine Tag nachdem dein Chef/deine Chefin sie getragen hat. (Dies ist besonders effektiv, wenn der Chef vom anderen Geschlecht ist.)
* Schicke eMails an die restlichen Leute in der Firma, um ihnen mitzuteilen, was du gerade tust. Zum Beispiel: ‚Wenn mich jemand braucht, ich bin auf Toilette.‘
* Befestige Moskito-Netze rund um deinen Schreibtisch.
* Bestehe darauf, daß du die eMail-Adresse Xena_Göttin_des_Feuers@firmenname.com oder Elvis_the_king@firmenname.com bekommst.
* Jedesmal, wenn dich jemand bittet, etwas zu tun, frage, ob er Pommes-Frites dazu will.
* Ermutige deine Kollegen, in ein wenig Synchronstuhltanzen einzustimmen.
* Stelle deinen Mülleimer auf den Schreibtisch und beschrifte ihn mit ‚Eingang‘.
* Entwickle eine unnatürliche Angst vor Tackern.
* Fülle drei Wochen lang entkoffeinierten Kaffee in die Kaffeemaschine. Sobald alle ihre Koffeinsucht überwunden haben, gehe über zu Espresso.
* Schreibe „Für sexuelle Gefälligkeiten“ in die ‚Verwendungszweck‘-Zeile all deiner Überweisungen.
* Antworte auf alles, was irgendwer sagt, mit „Das glaubst du vielleicht.“
* Beende alle deine Sätze mit „in Übereinstimmung mit der Prophezeiung.“
* Stelle deinen Monitor so ein, daß seine Helligkeit das komplette Büro erhellt. Bestehe gegenüber anderen darauf, daß du das so magst.
* Benutze weder Punkt noch Komma.
* So oft wie möglich hüpfe anstatt zu gehen.
* Frage Leute, welchen Geschlechts sie sind.
* Gib beim McDrive an, daß die Bestellung zum Mitnehmen ist.
* Singe in der Oper mit.
* Gehe zu einer Dichterlesung und frag, warum sich die Gedichte nicht reimen.
* Teile deinen Freunden fünf Tage im Voraus mit, daß du nicht zu ihrer Party kommen kannst, weil du nicht in der Stimmung bist.

von: Logwave

Wochenstart

Heute nur mal ein kleiner Gedanke zum Wochenbeginn, den ich ganz interessant fand:

„Ende gut, alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht zu Ende.“

Fleisch

Heute stand in der Zeitung, dass in Niedersachsen ein Kaninchen vor den Augen von Schülern, innerhalb einer schulischen Projektwoche, geschlachtet wurde. Das Thema des Projektes war die Steinzeit und ihr Leben. Es geht ein Aufschrei durch die Gazetten. Wie man das machen kann, völlig unverantwortlich Kindern so einen Anblick zuzumuten.

Haaaaallllloooooo! Sind die Kinder dann zu Hause, hat Mutter aber sicherlich schon die Chicken-Nuggets oder die Bratwurst auf dem Tisch stehen. Nur daraus erkennt man kein Tier mehr. Wo leben wir eigentlich?

Will man Fleisch essen, muss man Tiere töten, weil sie nämlich sonst vom Teller rennen bzw. aus der Pfanne springen. Wir kommen also nicht am Töten vorbei, es sei denn wir sind Vegetarier, wobei da auch nicht gesichert ist, wie die Pflanze das findet, wenn wir sie kleinschneiden, um daraus einen Salat zu machen. Nun ja, der Salatkopf kann uns nicht ansehen, ihm fehlen die Augen.

Aber für das Töten gibts eben auch „Spezialisten“, nämlich den Schlachter. Auch damit kommen wir im Alltag nicht in Kontakt. Wir machen uns die Hände nicht schmutzig.

In zunehmenden Maße glaube ich, dass wir Menschen doch die Bodenhaftung verlieren. Wir leben konsumorientiert, wollen alles haben, zu jeder Zeit, zum niedrigsten Preis. Wir wollen aber nicht wissen, wo es her kommt und wenn die Gefahr besteht, das wir uns moralisch mit einer Sache auseinandersetzen müssen, oder wir uns gar die Hände schmutzig machen, gibts dafür irgendeinen Dienstleister, der uns diese Aufgabe abnimmt.
Daraus folgt dann, dass wir unsere Leichen an den Bestatter abgeben, anstatt diese selber zu versorgen, Fleisch gibts mundgerecht in der Kühltheke, so dass wir nicht mehr selber schlachten müssen. Das Gemüse liegt vorbereitet im Regal, damit wir uns die Hände nicht schmutzig machen und die Kuh ist lila. Ja, dann mal guten Appetit.