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Irisches Gedicht

Nimm dir Zeit um freundlich zu sein,
es ist das Tor zum Glücklichsein.
Nimm dir Zeit um zu träumen,
es ist der Weg zu den Sternen.
Nimm dir Zeit um zu lieben,
es ist die wahre Lebensfreude.
Nimm dir Zeit um froh zu sein,
es ist die Musik der Seele.

Bluthochdruck…

…oder einfach nur Rot vor Scham oder weil man Sport getrieben hat oder weil man von Natur aus rot ist. Der gesamte Kontext ist bei einer Einordnung entscheidend. Allen einen angenehmen Wochenstart.

Weg gehen…

…oder weiter gehen. Heißt Veränderung auch immer Abschluss von Dingen, das Zurücklassen von Menschen, oder hat man damit nur ein anderes Tempo, welche andere mitgehen können oder nicht? Vielleicht sind dies aber auch nur temporäre Situationen und die unterschiedlichen Geschwindigkeiten sind wie eine Ziehharmonika zu sehen, bei denen der eine mal schneller mal langsamer unterwegs ist. Das würde allerdings bedeuten, dass wir alle am Ziel zur gleichen Zeit ankommen, was nicht der Fall ist. Also bedeutet dies, dass wir doch Menschen hinter uns lassen müssen. Die Frage wird dann sein, ob dies in Freundschaft geschieht oder als Bruch sich darstellt.

Schatten

Alles hat eine Sonnen- und eine Schattenseite, egal wie klein es ist. Es gibt nur dann Licht, wenn es auch den Schatten gibt. Der Schatten ist aber nicht schlecht, weil er uns den Wert des Lichtes verdeutlicht. Wie sagte mir ein Freund (Andreas) mal während der Schulzeit, also vor gefühlten 2000 Jahren: „Ich nehme auf meinen Tonbändern (für alle jungen Leute: das waren unsere früheren Wiedergabemedien!! A.d.R.) meine Lieblingsstücke auf. Darunter mische ich aber immer auch zwei drei Stücke, die ich nicht so gut finde, weil dadurch meine Lieblingsstücke noch besser klingen.“

Zwei Sitze

Manchmal geht man vor sich hin, sieht sich Dinge an, versucht Ideen umzusetzen und macht diese doch alleine. Manchmal leiherst Du was an und plötzlich sitzt Jemand neben Dir und lächelt Dich an und der Weg alleine ist vorbei. Grundvoraussetzung dabei ist, dass wir aktiv durch das Leben gehen. Zu Hause zu sitzen und zu warten das es klingelt, reicht nicht. Viel Spaß beim aktiv werden, auch wenn es gerade regnet. Es gibt keinen Grund inaktiv zu sein, auch wenn der innere Schweinehund gerade die Haustüre versperrt.

Struktur und Form

Formen und Strukturen liegen manchmal nahe beieinander, haben gegenseitig Auswirkungen aufeinander und haben doch wieder nichts miteinander zu tun. Sie formen Bilder, die wir sehen können oder eben nicht. Sie sind wichtig und doch wieder nicht. Es gibt immer mindestens zwei Seiten.

Perspektive

Alles ist eine Frage der Perspektive. Wie betrachten wir ein Ding, eine Situation? Können wir einen Sachverhalt objektiv betrachten, wenn wir in ihm gefangen sind? Müssen wir eine Situation nicht erst verlassen, um sie betrachten zu können?

sonniger Wochenstart

…heute wirds ein schöner Tag, also macht schnell Eure Arbeit und dann raus mit Euch. Die Arbeit läuft Euch schon nicht weg. Ich müsst Euch also keine Sorgen machen, dass der Schreibtisch morgen leer ist.

Morgenruhe…

…auf dem Send. Bevölkern ab 11 Uhr tausende von Menschen die münsteraner Kirmes, schallt aus allen Lautsprechern Musik, so ist es morgens um 8 Uhr noch beschaulich ruhig. Für mich die schönste Zeit auf einer Kirmes.

vorbereiten

Jede Arbeit, jede Aufgabe beginnt mit einer Vorbereitung. Will sie gelingen, müssen wir Arbeiten vorschalten. Auch das ist aber kein Garant für den Erfolg. Muss man sich dann ärgern? Nein, ich denke nicht. Manchmal bauen wir Fehler ein, manchmal macht jemand Anderes Fehler, manchmal hat man nur Pech. Dann wird’s halt neu vorbereitet, bis es klappt. Wir regen uns manchmal zu viel und vor allem zu schnell auf. Außerdem kann es manchmal auch ganz gut sein, dass was nicht klappt. Vielleicht wird dadurch Schlimmeres vermieden.
Also immer schön locker bleiben.

Fahrradliebhaber

Manche Menschen finden ihr Rad so toll, dass sie es ins Fenster stellen. Das Bild stammt allerdings nicht aus der Fahrradhauptstadt Münster.

nicht hinsehen

Ohoh, heute spielt Gladbach gegen den Abstieg. Ich kann gar nicht hingucken. Ein Bild von Helgoland von den Kegelrobben.

Nordsee

Nur ein paar Tage dauerte die Foto-Tour auf Helgoland. Eine andere Welt, weil mal eben die Rückkehr zum Festland nicht möglich war. Eine kleine Insel, eigentlich nur ein Felsen, Fuselfelsen wird er im Volksmund genannt. Egal, schön war es und die Bilder kommen in den nächsten Wochen.

abgesessen

Auf Spaziergängen findet man immer wieder Orte, an denen Spuren von wiederkehrenden Ritualen zu finden sind. Auf dieser Bank scheint immer wieder jemand an der gleichen Stelle zu sitzen. Mittlerweile ist der Sitzplatz abgewetzt und der Lack ist ab. Und dennoch wird er weiterhin regelmäßig genutzt.
Rituale geben Halt, geben Sicherheit. Rituale sind aber auch vergänglich und können beendet werden, um neuen Ritualen Platz zu geben.

Schatzkiste

In Gießen habe ich am späten Abend dieses Schaufenster gesehen, ein Modeschaufenster. Dabei fiel mir der Name dieses Ladens auf: „Schatzkiste“. Der Besucher (Kunde) kann hier in einer Schatzkiste einkaufen, weil hier Dinge liegen, die gehoben werden wollen, die gefunden werden wollen, die nicht so offensichtilich im Schaufenster liegen, wie in den allgegewertigen Modekettenläden, den ganzen Outlet-Centern. Wir müssen suchen, um es zu finden, auch wenn wir gar nicht wissen, wonach wir suchen. Es ist auch viel Zufall dabei.
Wir Menschen sind doch ähnlich. Auch wir sind Schatzkisten, nur dass wir häufig Angst haben, in uns rein zu sehen, um den dort liegenden Schatz zu heben. Der Eine merkt, das er ein genialer Jugendfussballtrainer ist, der andere ist ein begnadeter Maler, die Nächste merkt, dass sie eine geniale Mutter ist. Vielleicht gönnen wir uns auch mal den Blick auf uns selber, vielleicht sollten wir uns einfach mal im Spiegel betrachten und unseren Schatz wert schätzen und nicht darauf schauen, was die anderen von uns wollen. Denn durch unseren Schatz haben wir ein (ökonomisch ausgedrückt) Alleinstellungsmerkmal, was uns individuell auszeichnet. Es ist egal was es ist, aber wir können stolz auf unseren persönlichen Schatz sein.
Ein schönes Wochenende an alle, die das lesen.

noch mal andere Welt

…einfach noch mal ein Bild aus einer anderen Welt. Eine andere Welt die aber zu unseren Füssen liegt.

keine Bewegung

Bewegung ist alles. Bleibt man stehen, geht nichts mehr. Ab und zu ist aber Stehenbleiben notwendig, um sich zu orientieren. Aber danach geht es dann wieder weiter. Manchmal auf dem gleichen Weg, manchmal auf einem anderen Weg.

Bauchansicht

Ein Kranich kurz nach dem Abheben. Er schaut noch etwas orientierungslos.

Stille im Bild

Susann Charis hat mich mit ihrem Lied: Die Stille meines Lebens liegt in meinen Bilder, zu diesem Bild bewegt. Nachdem ich heute mit den Kindern im Heidepark Soltau war und ich von tausenden von Menschen den ganzen Tag umgeben war und gleichzeitig die Dauerberieselung von Mickymaus allgegenwärtig war, tut ein Bild von einem Waldrand einfach nur gut.

Bindung

Das Bild hab ich in Münster gesehen. Es stellt einen Junggesellenabschied da. Als ich einen Polizisten daraufhin ansprach, grinste er nur. Das wäre hier normal.

Ich hoffe Ihr habt keine Angst Euch für einen Menschen zu entscheiden. Wer diesen Schritt wagt geht eine Menge Arbeit ein und diese Arbeit bezieht sich nicht auf den Haushalt oder auf den Job.

Wochenstart

Heute nur mal ein kleiner Gedanke zum Wochenbeginn, den ich ganz interessant fand:

„Ende gut, alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht zu Ende.“

Kill Team

Ich bin sicherlich kein Befürworter für irgendeine Art der Kriegsführung. Generell halte ich sie für überflüssig. Das gilt für beide Seiten. Wenn Menschen sich vernünftig verhalten, gibts keinen Grund für Gewalt. Andererseits gibts auch schon Gewalt zwischen Kindern und Gewalt scheint zum Menschen dazu zugehören, wenn wir uns die Geschichte ansehen. Auch unsere nächsten biologischen Verwandten sind nicht alle im Kloster groß geworden. Wobei wir, glaube ich, das Thema Kirche hier mal ganz schnell außen vor lassen! Sonst holt mich noch die Inquisition.
Jetzt wird in den Medien gerade das Kill Team aus Afghanistan thematisiert. Eine Art Exzess der Gewalt, indem Zivilisten einfach ermordert werden.

Mmh, aber wundert uns das wirklich? Da werden häufig junge Soldaten in einen Einsatz geschickt, in dem sie jede Minute damit rechnen müssen, dass neben ihnen eine Bombe hoch geht. Sie über Wochen oder sogar Monate unter dauerhaftem Stress stehen, den sie kaum abbauen können. Es reicht nämlich nicht, dass man als Soldat nach Dienstschluss in die Muckibude geht, um dort sein aufgestautes Adrenalin an Hanteln abbaut. Die meisten dieser jungen Männer und Frauen sind in der Phase, wo sie eigentlich, biologisch betrachtet, eine Familie gründen sollten, stattdessen wissen sie nicht, ob die hübsche Frau mit den bernsteinfarbenen Augen und dem langen schwarzen Haaren, die ihnen auf einer Straße im Einsatzgebiet entgegenkommt und die so nett lächelt, nicht vielleicht doch einen Sprengstoffgürtel an ihren einladenen Hüften trägt.
Ein Grundbedürfnis des Menschen nach Vertrauen wird hierbei vollständig untergraben, da ich den Gegenüber nicht einschätzen kann. Generell muss ich nämlich davon ausgehen, dass ich über die Straße gehen kann, ohne das mir einer die Vorderzähne raushaut. Sonst kann ich ja nicht mal bis zur Post gehen, um meine Brief in den Briefkasten zu werfen.

Was folgert nun daraus: Wer sich über das Kill Team aufregt, sollte grundsätzlich beide Seiten betrachten, denn es sind beide Seiten an einem Exzess schuld und beide Seiten sind auch Opfer oder halten sich zumindestens dafür. Ja, und natürlich habe ich auch keine Lösung dafür, wenn es so Machthaber wie Gaddafi gibt, die als Einzelperson es schaffen ein ganzes Volk in den Abgrund zu stoßen. Es gibt sicherlich auch keine Werte innerhalb des Krieges, wie beispielsweise Schießen ist erlaubt, aber nicht den Gegner anspucken oder treten. Auch das funktioniert nur eingeschränkt. Vielmehr sollten wir wieder an uns selber arbeiten und versuchen Menschen mit humanen Werten auszubilden und das beginnt schon in der Erziehung. Wenn ich meinen Kindern den rumbrüllenden, schlagenden Vater vorlebe, kann ich nicht erwarten, dass sie in ihrem Erwachsenenleben, die Lämmer sind.
Es ist nicht das Kill Team was uns aufregt. Es sind wir selber!

gestolpert

Menschen haben Ideen, Vorstellungen und Leitlinien. Zumindest sollte man diese haben, um strukturiert handeln zu können! Interessant ist, dass viele davon nur Theorie zu sein scheinen und ab und an von der Realität überholt werden. CDU und FDP haben nicht nur am Wochenende eine Wahlschlappe eingefahren, sondern es geht auch um die inhaltliche Ausrichtung ihrer Arbeit. Sicherlich hat Japan die Tendenz verstärkt und den Grünen mehr Prozent zugeschwemmt, als zu erwarten war, dennoch haben die Menschen eine klare Richtung vorgegeben. Auch klar ist, das Menschen manipulierbar sind und die Gefahr besteht, dass irgendwann auch wieder anders entschieden wird, sicherlich aber nicht mehr im Sinne der Atomkraft. Und das ist gut so. Auch wenn die Grünen manchmal chaotisch sind und Dinge nicht umsetzen können, hat ihre Arbeit in den letzten Jahrzehnten zumindest diesen einen Erfolg gehabt. Und wenn das vielleicht Millionen Menschen in Europa hilft, hat diese Partei ihre Existenz allein dadurch schon gerechtfertigt.

Aufstehen

Gestern Abend war ich auf einem Vortrag eines Freundes und Geschäftskollegen. Er hat viele Jahre in der Kirche gearbeitet und viel bewegt. Die Kirche hat es letztlich nicht gesehen, was er alles bewirkt hat, welche Qualität er in die Gemeindearbeit eingebracht hat und ließ ihn gehen. Und nicht nur das, sondern hat ihn eher rausgetrieben, weil die Zustände für ihn nicht mehr akzeptabel waren. Er wurde immer kränker aufgrund der Situation.
Viele Abende haben wir immer wieder dieses Thema besprochen, versucht eine Linie hineinzubekommen, vielleicht sogar eine Lösung zu generieren. Letztlich reifte in ihm der Entschluß einen Vortrag zu den Mißständen in der Kirche zu halten. Öffentlich auszusprechen, was bisher hinter vorgehaltener Hand, im Hinterzimmer, getuschelt wurde. Als Ort hat er den Raum gewählt, den ihn belastet hat, nämlich seine eigene Ex-Gemeinde. Er hat sich als Einzelperson in seinem Vortrag vielen Menschen gestellt. Die Gefahr war groß, dass der Konflikt eskalieren würde. Alleine hätte er dann einer Menschenmenge gegenüber gestanden. David gegen Goliath.
Das Gegenteil ist eingetreten. Der Saal war gut zu 2/3 gefüllt. Viele Interessierte folgten seinen Ausführungen. Wer fehlte waren die Menschen der Kirchenleitung.
Viele haben es nicht geschafft einem Einzelnen gegenüber zu treten.
In meinen Augen hat er den Konflikt für sich entschieden und das wissen jetzt auch die Menschen in der Gemeinde. Wie kann eine Gemeindeleitung jetzt noch ihre Gemeinde leiten?