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Wie geht’s weiter in 2011?

Und was glaubt Ihr, wie wird 2011? Was nehmt Ihr Euch dafür vor? Schreibt doch mal auf, was Ihr denkt. Und dabei meine ich nicht die sogenannten guten Vorsätze, wie nicht Rauchen, nicht besoffen Auto fahren.

Passagiere

Ein Bild an alle Passagiere, die irgendwo auf einem Flughafen oder einem Bahnhof warten müssen, weil sie nicht nach Hause kommen.

Ungesunde Gier!

Der Einzelhandel in Münster beklagt, dass aufgrund der nicht geräumten Straßen das Umsatzziel des Vorjahres nicht übertroffen werden kann. Es muss immer eine Steigerung her. Der Straßenräumdienst fährt rund um die Uhr Einsätze, zwar mit wenig Erfolg, aber die Mitarbeiter können auch nur arbeiten und verzichten momentan schon auf ziemlich viel Schlaf. Oder der Mitarbeiter an der Fleischtheke eines Großhandels, der, obwohl erkältet, arbeiten muss, damit der Konzern weiter Umsatz und Gewinn erwirtschaften kann. Und das für einen Hungerlohn.
Ja natürlich, vielleicht gehört das zum Mensch-Sein dazu, dass wir weiter wollen, dass wir immer mehr haben wollen. Aber ist das Gesund? Können wir das auf Dauer wirklich schaffen oder ist nicht vielmehr irgendwann mit den herkömmlichen Mitteln Schluss, ist der Mensch mit seiner Kraft am Ende. Da werden Leistungen gefordert, die die Menschen an ihre Grenzen bringen.
Ich habe nichts dagegen, wenn es immer mehr wird, wenn dabei der Mensch nicht überfordert wird. Die wirkliche (unsere) Weiterentwicklung liegt doch darin, Möglichkeiten zu schaffen, die uns mehr bringen, der Mensch, der Mitarbeiter, aber gleichzeitig entlastet wird. Denn nur dann haben wir alle was davon. Nur für diesen Schritt müssten wir uns tatsächlich weiter entwickeln, weil dazu Köpfchen notwendig ist.

Verwunschen?

Ein wenig wie eine Geschichte kommt mir dieses Foto vor. Aufgenommen am vergangenen Freitag auf einem Friedhof in Havixbeck bei starkem Schneefall. Irgendwie gehen mir gleich zig Geschichten durch den Kopf, die man zu diesem Bild erzählen könnte. Vielleicht ist es aber auch gar nicht von mir, sondern ist ein altes Bild, das ich auf dem Dachboden gefunden habe. Alles ist möglich.

Ach ja, die Lösung des Quizes des vergangenen Wochenendes: Straßenlaterne bei Nacht ist richtig.

Gefrorene Abstraktion

Und wieder ein Bild aus dem Alltag, was Ihr alle schon mal gesehen habt. Eisblumen auf meiner Autotür. Also die werdet Ihr sicherlich nicht gesehen haben, aber die auf Euren Autotüren. Von weiter weg ähnelt es etwas den mit den Schnee bepuderten Bäumen, wenn man diese von oben betrachtet.
Kleinigkeiten des Alltags, die wir zu häufig übersehen, weil wir zu sehr mit uns selber beschäftigt sind. Auf unsere Empfindlichkeiten bedacht sind ohne Zusammenhänge zu erkennen.

Haus in einer Landschaft

Auf der Suche nach Motiven stösst man immer wieder auf Gebäude, die irgendwo in der Landschaft rumstehen. Dafür sind keine großen Reisen notwendig, denn auch hier im Münsterland stehen immer wieder einzelne Gehöfte oder Häuser leer. Ich finde, dass sie einen ziemlichen Reiz ausstrahlen. Es ist eine Faszination zwischen Alt, Verfall und Geschichte.

Sucht

Neben der Naturfotografie gibt es bei mir manchmal auch den Bereich Menschen. Menschen als Portrait, als Thema, als Geschichte. Heute ein Bild, aufgenommen an einem Sonntagmorgen im Hafen von Münster. Die Kneipen hatten geschlossen! Der Mann hatte nach nicht ausgetrunkenen Flaschen gesucht.

schwarzäugige Susanne

Mich fasziniert diese Blüte. Sie ist mit ihrem schwarzen Mittelpunkt ein dunkles Loch, in das man hingesogen wird, in dem man keinen Grund sieht, kein Ende.

Buddha

Der Zen-Abt Muho sagt: „…und ich hatte realisiert, dass im Leben selbst eigentlich kein Sinn steckt, außer der, den ich ihm zumesse.

große Augen

Manchmal stehen wir vor einem Faktum und machen große Augen, weil wir es kaum begreifen können oder weil wir nicht damit gerechnet haben. Gestern war so ein Abend. Meine Kinder haben „Wetten dass…?“ gesehen, bis es zu diesem Unfall kam. Der Moderator brach die Sendung ab.
Bisher war ich immer der Meinung, dass es bei den Shows darum geht Quote zu machen, egal was es kostet, egal welchen Einsatz man bringen muss, egal wer alles eingeladen wird, um die Konkurrenzshow zu übertreffen. Gestern wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Manche Menschen, scheinen doch mehr Empathie zu besitzen, als ich erwartet habe. Ich bin sicherlich kein Fan von Gottschalk und schaue mir seine Sendungen auch nicht an, aber seine gestrige Entscheidung hat mich gefreut, auch wenn es ein bedauernswerter Umstand war. Hut ab!

kalter Winter, wärmender Sound

Heute das dritte Bild in unserer kleinen Winterreihe. Ein Baum, der inselhaft auf der Wiese steht. Dazu ein Stück von David Gilmour, dem Sänger und Kopf von Pink Floyd. Wie ich finde eines der besten Soli der letzten Zeit mit ganz viel Wärme rübergebracht.

und noch eines

Jetzt ist es richtig kalt und das hat mich ans letzte Jahr erinnert, oder ist das schon zwei Jahre her, ich weiß es nicht mehr. Auf jeden Fall habe ich draußen bei klirrender Kälte an einem Teich gestanden und Aufnahmen gemacht. Kleinere Langzeitbelichtungen und eiskalte Finger. Aber genau das sind die Situationen, die man nicht vergisst, weil man/ich mir ein Bild erarbeitet habe.
Also raus mit Euch, geht spazieren!

Altes Denken?

Am Wochenende hatte ich ein interessantes Gespräch mit einer Künstlerin aus Landau. Beide haben wir Familie, sie allerdings ist schon weiter mit ihren Kindern, als ich. Wir beide sind im gleichen Alter aber ein Unterschied war deutlich: Sie war in ihrer Denkweise offener als ich. Mir fiel auf, das meine Gedanken teilweise alt waren, nicht offen, so wir die ihren. Deutlich wurde dies in der Betrachtung der jungen Generation und wie sie das Leben meistern. Dort gibt es viele Ansätze, bei denen ich sagen würde, so geht das nicht, beispielsweise in der Erstellung eines Bildes. Die Ergebnisse waren aber identisch, aber die Wege dorthin waren vollkommen unterschiedlich.
Dieses Gespräch war für mich wichtig, denn die Gefahr besteht irgendwann darin, dass wir, wenn wir älter werden, nur noch unseren Weg als richtig einordnen, aber wenig Akzeptenz einem anderen Weg entgegenbringen, obwohl dieser genauso richtig sein kann. Ist das fehlendes Vertrauen in die „Neuen“? Oder ist das Angst gegenüber Veränderungen?

Reportage

Heute ist bei Martin Gommel ein Beitrag über mich erschienen. Ich möchte hier gerne darauf verweisen, besonders auf die Kommentare.

weiße Blume

Manchmal ist man unterwegs und sieht irgendwo eine einzelne Blume, alleine zwischen anderen Pflanzen. Sie blüht unbeirrt alleine, aber zieht doch die Blicke auf sich, weil sie ein Farbpunkt im Grünen ist. Die kleinen Dinge machen es aus, nicht die großen Gesten, das laute Getöse. Ähnlich einer Beziehung. Man spricht nicht ständig über große lebensentscheidende Strategien, sondern berichtet beispielsweise davon, dass man gerade den Mülleimer weggestellt hat oder die Kerze vom Tisch genommen hat. Nichts besonderes eigentlich, aber für das gemeinsame Leben entscheidend.

Champion

Wer ist der Champion? Mensch oder Pferd?

Knospe

Weil wir momentan so schön diskutieren, heute einmal eine Knospe. Ich freue mich, wenn es hier einen kleinen Ort gibt, auf dem Gedanken ausgetauscht werden können. Nur zu…

Neubeginn

Heute eine kleine Fortführung der Serie von Birgit und Lina:

Ende einer Schwangerschaft, ein Neubeginn

Bitte den obigen Link anklicken und dann einfach auf das betreffende Bild.

Ein Leben

Idee, Erinnerung, Produkt
Zur letzten Ausstellung der Freien Künstler Nienberge (30.-1.11.10) habe ich ein Bild vorgestellt, auf dem schlaglichtartig das Leben meiner Frau zu sehen ist. Das Ganze habe ich versucht mit hochwertigen Materialien umzusetzen. Da das Thema Vergänglichkeit – Verwandlung war, passte es gut in diese Ausstellung und die Kollegen und Kolleginnen waren so freundlich, mir eine komplette Wand zu reservieren, damit das Bild wirken konnte, obwohl viele Bilder und Skulpturen ausgestellt wurden und damit der Platz schon eng war. Viele haben davor gestanden und wurden nachdenklich, so dass ich glaube, das es angesprochen hat. Daraus entwickelte sich die Idee, dies als Produkt anzubieten. Die Idee ist, Bilder selbstgewählter Stationen in einem Bild in einer Zeitachse anzuordnen. Dies möchte ich hier denen anbieten umzusetzen, die überlegen, wie sie ein Leben, beispielsweise für einen Verstorbenen, so darstellen können, dass dies dezent in das Wohnumfeld integriert werden kann.

Verharren

In den letzten Monaten waren mir viele Dinge einfach zu schnell. Wir rennen, rennen und rennen. Der Kopf ist voll, die Dinge werden oberflächlich abgearbeitet. Ich habe mir zwischendurch Notizen gemacht, eine Kiste mit Zetteln gefüllt, damit ich Manches einfach nicht vergesse. Nein, keine Demenz, sondern die Angst es im Kopf zu verlieren, weil zu viel da ist.
In den vergangenen drei Tagen habe ich es rausgeschrieben aus meinem Kopf, habe ein neues Buch geschrieben. Der Kopf ist dadurch leerer geworden, er kann neue Dinge aufnehmen, kann weiterdenken, kann nach vorne denken, was bisher durch wochen- und monatelanges Hin- und Herwendens, nicht möglich war. Er war verstopft. Jetzt ist es raus, der Druck im Kopf ist weg, ist ausgedruckt und steht auf 70 Seiten Papier. Es sind nur schwarze Buchstaben auf Papier, aber es bekommt sofort einen Wert, es ist mir wichtig, dass was ich mir aufgeschrieben habe. Jetzt muss es ruhen, ich muss mich zügeln, es jetzt schon abschließen zu wollen. In ein paar Wochen werde ich es wieder lesen, in die Hand nehmen und überarbeiten.

Heute geht alles zu schnell: Wie schreibt es Herrad Schenk: Früher war die Arbeit in den Wintermonaten durch die Dunkelheit begrenzt. Die Menschen wurden zur Pause, zum Ausruhen gezwungen. Genauso wie die Tiere und Pflanzen in der Natur jetzt Pause machen, neue Kraft für das nächste Jahr sammeln. Heute wird in einem durchgearbeitet. Licht ist immer und in gleicher Stärke vorhanden, es gibt keine erzwungene Ruhe mehr. Wir verschleißen uns.

Der Affe auf dem Bild hats kapiert. Einfach mal sitzen bleiben und Pause machen.

Botanischer Garten

Ein Bild aus dem vergangenen Jahr. Aufgenommen Ende Oktober über Münster, der Botanische Garten der Universität. Die letzte gemeinsame Aktion mit meiner Frau, ein Ballonflug, den sie mir zur Promotion 1999 geschenkt hatte.

Klara

Heute vor vier Jahren am 4.11.06 ist eine kleine Dame verstorben. Sie wurde nur 12 Tage alt. Da ich mich via email momentan intensiv und gerne mit ihrer Mutter austausche, möchte ich dem Wunsch entsprechen und ihr das heutige Bild widmen.

Gleichzeitig möchte ich auf die Seite ihrer Mutter hinweisen und dem dortigen Buch.

Saisonende

Saisonende ist auch Ausstellungsende.

Das Bild wurde am 31.10-1.11.2010 auf der Gruppenausstellung der Freien Künstler Nienberge in Münster gezeigt. Thema der Ausstellung: Vergänglichkeit.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die am vergangenen Wochenende unsere Gruppenausstellung besucht haben. Mit über 400 Besuchern in zweieinhalb Tagen kann man wohl von einem Erfolg sprechen. Viele tolle Gespräche wurde geführt.

geblieben

Heute hab ich für Euch mal ein Schneckenhausfoto, wie es sicherlich hunderte gibt, aber dennoch anders, denn ich will hiermit auf ein Buch verweisen, was mich berührt hat: Unendlich Klara. Schaut doch mal rein. Es geht um den Verlust, den Eltern erleben, wenn das eigene Kind stirbt. Wie ich finde sehr gefühlvoll in dem Buch dargestellt.