…alles was nicht wegläuft aber trotzdem wächst.

Und wieder ein wenig Graphik…

…zum Wochenende. Ein Samenstand von oben fotografiert. Einfache, reduzierte Formen in schwarzweiß umgesetzt.

schwarzäugige Susanne

Mich fasziniert diese Blüte. Sie ist mit ihrem schwarzen Mittelpunkt ein dunkles Loch, in das man hingesogen wird, in dem man keinen Grund sieht, kein Ende.

Angriff fadenartiger Würmer von links unten…

…sie greifen den oberen Bereich an, versuchen ihn zuzudecken, ihn zu assimilieren. Halb sind die oberen Bereiche bereits verschlungen worden von diesen fadenartigen Gebilden, die wie eine Wolle aussehen und sich nach oben orientieren.
Aber eigentlich ist es nur eine getrocknete Kiwischeibe. Schein und Wirklichkeit?!

durchscheinend

Ein Bockkäfer, der nur als Schatten durch ein Blatt sichtbar wird. Sind alle Dinge vollständig sichtbar oder stehen sie hinter einer Wand und lassen nur die Informationen durch, die sie weitergeben wollen? Keiner weiß wirklich welche Farbe der Käfer hatte, warum er hier herumlief, ob er Hunger hatte oder nicht.

weiße Blume

Manchmal ist man unterwegs und sieht irgendwo eine einzelne Blume, alleine zwischen anderen Pflanzen. Sie blüht unbeirrt alleine, aber zieht doch die Blicke auf sich, weil sie ein Farbpunkt im Grünen ist. Die kleinen Dinge machen es aus, nicht die großen Gesten, das laute Getöse. Ähnlich einer Beziehung. Man spricht nicht ständig über große lebensentscheidende Strategien, sondern berichtet beispielsweise davon, dass man gerade den Mülleimer weggestellt hat oder die Kerze vom Tisch genommen hat. Nichts besonderes eigentlich, aber für das gemeinsame Leben entscheidend.

Farben

Draußen ist es mir echt zu grau, deshalb heute mal etwas Farbe.

farbige Blätter

Gestern war ich noch kurz vor dem Sturm in der Eifel und da sind mir zwischen den Nadelbäumen die farbigen Lärchen aufgefallen. Deshalb heute einfach mal ein Bild von farbigen Blättern.

Knospe

Weil wir momentan so schön diskutieren, heute einmal eine Knospe. Ich freue mich, wenn es hier einen kleinen Ort gibt, auf dem Gedanken ausgetauscht werden können. Nur zu…

Botanischer Garten

Ein Bild aus dem vergangenen Jahr. Aufgenommen Ende Oktober über Münster, der Botanische Garten der Universität. Die letzte gemeinsame Aktion mit meiner Frau, ein Ballonflug, den sie mir zur Promotion 1999 geschenkt hatte.

Klara

Heute vor vier Jahren am 4.11.06 ist eine kleine Dame verstorben. Sie wurde nur 12 Tage alt. Da ich mich via email momentan intensiv und gerne mit ihrer Mutter austausche, möchte ich dem Wunsch entsprechen und ihr das heutige Bild widmen.

Gleichzeitig möchte ich auf die Seite ihrer Mutter hinweisen und dem dortigen Buch.

ohne Kommentar (wg. Rüdiger)

nur schwarz weiß

Die Pflanze ist im Original schlicht dunkel violett, fällt aber, so finde ich, durch ihre Form auf. Auch ein Bild von der Alp Flix.

Ort der Vergänglichkeit

Und heute mal ein erstes Bild der kommenden Ausstellung im Kath. Pfarrheim in Münster-Nienberge vom 30.10. bis 1.11.10. Auch wenn die kommende Ausstellung aufgrund des Themas „Vergänglichkeit, Veränderung“ Manchem etwas schwer anmuten wird, wird es dort zahlreiche interessante und provozierende Darstellungen geben, die vielleicht auch mal ein Tabu berühren, wenn es um den Tod geht. Ich für mich halte die Annäherung oder die Brechung von Tabus bei sensiblen Themen für notwendig, weil nur so eine Diskussion zustande kommt.
Ich bin gespannt auf die Reaktionen.

Das Bild wurde am 31.10-1.11.2010 auf der Gruppenausstellung der Freien Künstler Nienberge in Münster gezeigt. Thema der Ausstellung: Vergänglichkeit.

grafische Form

Weil irgendwie draußen Herbst ist, es regnet, die Blätter bunt sind, es windig ist und außerdem meine Kinder husten, hier also ein Bild, was vielleicht zum Herbst passt:
Eine grafische Form an irgendeinem Stock auf einer Brache. Manchmal sind es die kleinen Details.

Herbst

Gut, der Herbst ist jetzt nicht mehr wirklich wegzudiskutieren. Dazu ein Bild von oben, aus dem Ballon. Und obwohl der Herbst alle Farben zeigt, viele Leute gerade die Herbstfarben mögen, zeugt er doch vom Ende der pflanzlichen Aktivität. Die Pflanzen werfen alles ab, was sie im Winter als Belastungen hätten. Sie sind aber nicht tot, sondern machen nur eine Pause, sammeln Energie für das kommende Jahr.
Auf meiner morgendlichen Fahrradtour durch die Felder war schon an vielen Stellen gefrorener Boden zu sehen.

Salomonssiegel

Da ich nicht wußte, warum die Pflanze so heißt, habe ich mal Google befragt und einen interessanten Text gefunden:

„Der Salomonssiegel wird in zahlreichen Mythen als zauberkräftige „Springwurz“ beschrieben, die die Macht besitzt Quellen aus Felsen springen zu lassen, alle „geisterfest“ versiegelten Türen zu öffnen und verborgene Schätze zu heben, selbst wenn diese von Ungeheuern bewacht wurden. Nicht jede Weißwurz besitze jedoch diese Zauberkraft, nur bestimmte Vögel, wie der Specht oder der Wiedehopf fänden die zauberischen Wurzeln.

Auch König Salomon himself wusste um die geheimnisvolle Macht der Zauberwurzel und sprengte mit ihrer Hilfe einen Felsen, der ihm beim Tempelbau im Wege stand. Ein Kuriosum am Rande: Da die Springwurz auch im Ruf stand Fesseln und Eisenketten zu sprengen war es per Erlass bis in 16. Jahrhundert Gefangenen verboten die Wurzel zu verwenden.

Auf die Springwurz werde man auch aufmerksam, weil an der Pflanze Sensen zerschellen und vorbeilaufenden Pferden die Hufe abspringen.

Bei den Kickapo-Indianern Nordmexikos galt eine Salomonssiegelart als wichtigste magische Pflanze. Sie durfte nur vom Clanführer gesammelt werden, der sie zum Neujahrsfest an die Stammesmitglieder verteilte, um diese vor Krankheit und Unglück zu schützen. Die Wurzel hatte auch die Aufgabe Paare stärker miteinander zu verbinden.

Im Zentraleuropäischen Volksbrauchtum kannte man einige Verwendungen des Salomonssiegels:
Man vergrub den Wurzelstock des Salomonssiegels unter dem Futtertrog im Viehstall, um Unheil fern zu halten. Im Fichtelgebirge wurde im 18 Jahrhundert der pulverisierte Salomonssiegel zusammen mit zermalenen Schneckenhäusern als Mittel gegen Viehseuchen eingesetzt.“
aus Pflanzenrad

Struktur

Heute einfach nur mal eine Struktur der Vergänglichkeit. Die abgebildete Struktur ist die Pilzlinie innerhalb eines Baumstammes. Der Pilz hätte, wenn der Baum nicht vorher gefällt worden wär, den Baum abgetötet.

Geborgen…

…in einer Blüte. Die Staubblätter stehen dort, als ob sie von den Blütenblättern geschützt werden. Vielleicht tun sie das auch. Und auch wenn heute viele unserer Zeitgenossen mit breiter Brust und lauten Worten durch die Welt marschieren, brauchen auch diese hin und wieder einen Ort, an dem sie sich zurückziehen können.

Gegen den Regen…

…weil es hier schüttet mal ein fröhliches Foto, ohne Trauer, Schmerz etc.
Dennoch scheint der Sommer wohl vorbei zu sein. Aber wenn es jetzt auch weniger Blumen gibt, werden jetzt die Blätter der Bäume bunt.

Landschaft im Abendlicht

Heute ein Bild der Alp Flix aus Graubünden, unserem diesjährigen Urlaubsort. Eine wunderschöne Forschungsalm mit wenigen Bewohnern, dafür unglaublichen Blumenwiesen. Es gibt Ruhe, Stille satt und viel zu sehen, wenn man genau hinsieht. Naturschutz steht hier an erster Stelle. Da ich mit den Kindern in eine neue Welt eingetaucht bin, die sie in dieser Form nicht kannten, auf der Alp gibt es gar keinen Wohlstandsluxus (ein Glück), ergab sich für die Kinder schnell die Möglichkeit neue Rituale für die Tagesabläufe zu gestalten.

In meiner Trauer

Es ist endlich geschafft, unser Buch ist erschienen!

Rückseite Klappentext: Mit diesem Buch wollen wir unsere Trauer und unsere Auseinandersetzung mit dem Tod sowohl in verbaler wie auch in symbolischer Form darstellen und all denen zur Verfügung stellen, die in ihrer Trauer nicht alleine sein wollen und sie genauso wichtig nehmen, wie wir es tun.

Lyrik: Katharina Roder & Dr. Martin Kreuels
Fotografien: Dr. Martin Kreuels
Gestaltung: Ingrid Weide
Verlag: Books on Demand, BOD
ISBN 978-3-8391-8364-9
Paperback, 52 Seiten

Zu bestellen ist das Buch ist für 9,90 € zzgl. 2 € Versandkosten bei mir:
Dr. Martin Kreuels
Alexander-Hammer-Weg 9
48161 Münster
Tel.: 02533-933545
Mobil: 0171-5075943
mail: kreuels@aradet.de

Wer mal in das Buch hineinsehen möchte, kann dies bei Amazon tun.

Herbstzeit ist Erntezeit

Auch wenn das Wetter mal wieder besch… ist, mal ein Foto aus einem Getreidefeld. Wenn man jetzt so durch die Felder fährt, die meisten sind ja schon abgerntet, fallen einem die ersten bunten Blätter an den Bäumen auf. Das Jahr geht schon wieder zu Ende!

Spot on

Wie von einem Spotlicht scheinen die Staubgefässe des Mohns beleuchtet zu sein. Ein wenig erinnert mich das Bild an einen Bühnenaufbau eines Theaterstückes.

Rittersporn

Bei Beckum gibt eine Wiese, auf der weißer Rittersporn wächst, der sich natürlich schön in s/w abbilden lässt.