Hierherein kommen einfach Bilder, die mir gefallen. Wenn Ihr was dazu schreiben möchtet, bitte…wenn Ihr Kritik äußern möchtet ist auch das gerne gelesen, wenn sie konstruktiv ist.

unser körper

leer
nur scheinbar dicht
nur scheinbar undurchdringlich
und doch luft

auf molekularer ebene
nur zwischenraum
99,9% nichts
atem

wir atmen ein
wir atmen aus
sind eins
mit der luft

eigentlich sind wir nichts
nur raum
genau wie die erde
alles geht durch

28.01.12 von Mat an Alex

ausgeschlafen
in ruhe gefrühstückt
kinderkonflikte gelöst
ein haufen bücher bekommen

fotografieren
hexenquellen besucht
mittagspause
mit viel wärme

bilder gesichtet
ausgesucht
verworfen
zu wenig gut

abendbrot
fernsehen
gespräche
schlafen gehen

Wer bin ich? – eine Lebenspentalogie (5/5)

…ist das die antwort…

ein fremder mensch
beobachtet uns
analysiert uns
beweist das gegenteil
leitet unser denken an

einfach so
mit seinem fachwissen
widerlegt mein bild
von mir

jetzt stehe ich hier
reflektiere
sehe mich
sehe mein handeln

suche beweise
um mein bild
um ihr bild von mir
zu widerlegen

jetzt sehe ich
das bild ist irreal
ist eingepflanzt
bestimmte mein handeln

mein halbes leben
nach ihnen gerichtet
gesteuert
ohne es zu erkennen

jetzt muss ich mich
neu erfinden
neu orientieren
mein handeln reflektieren

bin frei
von meinem selbst
vom fremdem selbst
kündige dem filmvorführer
bin leer

meine scheinbare lebensaufgabe ist weg
muss mir neu vertrauen
darf ich sein

kommt jetzt ruhe?
wird aus der pentalogie die hexalogie?
kommt die innere stärke
das selbst?

Wer bin ich? – eine Lebenspentalogie (4/5)

…ich brauche eine neue chance…

auf einmal glück
eine frau tritt zu mir
rettet die familie
bringt ruhe und wird krank

meine chance
jetzt kann ich es beweisen
kann helfen
bin vielleicht nicht schlecht
die krankheit nicht tödlich

ihr zustand bessert sich
ich habe es bewiesen
ich konnte helfen
scheinbar

meine definition von mir
ich bin böse oder schwach
mein schlechter kern
muss immer das gegenteil beweisen

schizophrene situation
beides in einem
nicht erkannt
nicht reflektiert

und jetzt
der beweis, scheinbar
neuausrichtung
einfach weitergehen

das lächeln im gesicht
trugschluss
fader sieg
pyrrhussieg

…ist das die antwort…

Wer bin ich? – eine Lebenspentalogie (3/5)

…eine neue chance kommt….

es muss eine lösung geben
eine weitere chance
vier kinder ohne mutter
ich schaffe es

will die chance nutzen
kindererziehung
schule
haushalt
job
trauerarbeit

ich bin unwichtig
der demütige egomane
stelle meine kraft
scheinbar in den dienst
für andere

und doch
ich will immer mich
mich beweisen
mich rechtfertigen

die seelen bleiben liegen
der kleinste verlässt die familie
war krank
ihm fehlte mein halt

die familie steht vor dem aus
ich funktioniere
die familie nicht
am limit
ohne aussicht

wieder ein negativbeweis
sie hatten recht
werde bestätigt
bleibe stehen

lebenshalbzeit
ohne meinen erfolg
ohne gewinn
mein selbstvertrauen verloren

…ich brauche eine neue chance…

Wer bin ich? – eine Lebenspentalogie (2/5)

…die chance kommt….

meine frau wird krank
der krebs kommt
für mich die chance
mich zu beweisen

sie machen druck
du bist schwach
du bist schuld
du hast sie krank gemacht

ich bin kein versager
ich kann was
kann es schaffen
unbewusste muster

ich helfe
ich pflege
organisiere
mache alles

gewinne ihr vertrauen
soll ihre entscheidung treffen
soll die therapie steuern
verantworten
sie durch den krebs lotsen

sie stirbt
ich habe es nicht geschafft
habe versagt
der negativbeweis

bin ich ein versager?
stimmt das, was sie sagen?
schaffe ich es nicht?
bin ich nichts wert?

das kopfkino
ist laut
beeinflusst die seele
gibt den weg vor
der filmvorführer hat macht

…eine neue chance kommt….

Wer bin ich? – eine Lebenspentalogie (1/5)

die eine sagt
ich bin böse
die anderen sagen
nein, du bist ein weichei

ich will das nicht
muss mich beweisen
will das gegenteil
eine lösung finden

flüchte
von den menschen
will keine diskussion
will keine kritik
darf es nicht

finde das thema
den job
das spezialgebiet
mache meinen titel

arbeite
komme voran
bin gut
meine ich

vergleiche mich
sehe andere
sehe meine unzulänglichkeiten
bleibe durchschnitt
versage vor mir

brauche eine neue chance
es läuft unbewußt
unterbewußtsein
mein zweites ich

…die chance kommt….

Geprägt

eltern und kinder
reden
urteilen
vorwürfe…manchmal

manches vergessen
über manches geärgert
das meiste verdrängt
weniges eingebrannt

in der seele verankert
stachel mit widerhaken
rausziehen geht nicht
verhakt, eingewachsen

wir haben es gehört
halten es für wahr
konnten es nicht reflektieren
haben es übernommen

es bestimmt uns
unser bild von uns
wir richten uns aus
nach einem satz

dieser satz
ohne absicht, vielleicht
gesagt, geworfen
längst vergessen

mich hat er geprägt
mich hat er geführt
ich habe es gelebt
es war mein ich

hat mich belauert
hat mich beobachtet
stand unter strom
hat gelitten

warum hab ich es nicht hinterfragt?
warum es einfach übernommen?
unkritisch
unreflektiert

Grenzüberschreitung

menschen brauchen raum
wir brauchen raum
raum zum leben
raum zum lieben

raum für die beziehung
raum zum gestalten
raum für die zukunft
raum für unsere ruhe
freiraum im raum

wir setzen grenzen
bestimmen unseren platz
platz den wir brauchen
atemluft im raum

tiere haben ihren individualabstand
unterschreitung ergibt aggression
sie setzen sich zur wehr
verteidigen ihren raum

durch erziehung
werden unsere kinder geprägt
aufgabe ist es
sie mit selbstvertrauen auszustatten

wurden wir auch so erzogen?
manchmal nicht
konsequenz:
kein raum

uns werden unsere rechte abgesprochen
freiraum beschnitten
entscheidungen unterdrückt
gefängnis im kopf

wir werden krank
werden unsicher
fressen alles in uns rein
sind chronisch schuld

der egoismus der anderen
zerstört unsere seele
treibt keile zwischen uns
erdrückt uns

wir müssen lernen
abstand aufzubauen
abrücken
schmerz ertragen

das tal der tränen
ist eine krebs-op
die chemo zerstört alles
damit wir gesunden können

die notwendigkeit
der einstellungsänderung
die abgrenzung
führt zum überleben

abgrenzung ist dabei nicht
der ausschluss
die flucht
sondern der raum für bewegung

Kopfkino

gedanken, die kreisen
bilder entstehen
wie im kino
ich sitze und sehe
in mich rein

alles nur gedanken
denke ich
nicht real
und doch real

denn die gefühle sind da
ausgelöst aus
gedanken
und bilder

in meinem kopf
dreht sich alles
der film geht weiter
läuft seinem höhepunkt
entgegen

ich wehre mich
will es abstellen
will es bremsen
anhalten

der vorfüher lacht
macht weiter
ich stemme mich dagegen
kann es nicht bremsen

halte mir die augen zu
dafür brauche ich sie nicht
es nützt nicht
das bild ist hinter den augen

versuche mich abzulenken
das kino überlagern
mit anderen bildern
mit anderen eindrücken

die bilder sind mächtig
eine riesige leinwand
füllt alles aus
drei d

meine gedanken versuchen
das kino zu verlassen
suchen den ausgang
suchen den offknopf

meine hände
angekettet am kinosessel
bewegung nicht möglich
keine notbeleuchtung

ich bin müde
ich kann nicht mehr
will ruhe
das kino ist zu laut

stunde um stunde
der film hat überlänge
der vorführer ist eingeschlafen
kann ihn nicht abstellen

bis irgendwann jemand rein kommt
das licht anschaltet
das bild verblasst
ist nicht mehr zu sehn
ich atme aus

der film ist aus
fragen nach dem warum
wo ist der ausgang
bis zur nächsten
vorführung

ich will keine kinokarte
und bekomme sie doch immer wieder
geschenkt
werde eingeladen
zum nächsten film

Handy

mobile telefonie
erreichbarkeit
immer, überall
faszinierende technik

kommunikation
austausch
mit jedem
ohne grund, leider

lebensretter
schnelle reaktion
kurze wege
zu jeder zeit

buntes display
telefon nebensache
kamera, datenbank
internet

zeitloses mittel
tagesablauf verloren
feierabend unbekannt
ständiger begleiter

krieger gegen
langeweile
einsamkeit
info-defizit

abhängigkeit
ohne handy nackt
unvollständigkeit
out

abhängigkeit von
wenigen gramm
plastik, metall
bunten lichtern

mensch nicht mehr
individuell
unabhängig
unvernetzt

mensch sein
reflektieren
nachdenken
seinen weg finden

unbeeinflusst
begeistert
aus sich heraus
konsequent

werte, ansichten
lange diskussion
direktes gespräch
ruhe

Schönheits-OP

gerade nase
fett absaugen
tränensäcke entfernen
brustimplantat

der eigene körper
nicht gut genug
scheinbar
selbstvertrauen unzureichend

unfall
beschädigungen
gewalteinwirkungen
nicht gewollt

op für sich
aus freien stücken
eigenes schönheitsideal
selbstverantwortung, ok

aber op
weil andere es vorgeben
weil er es schön findet
sie ihn binden will
mit ihrem körper

chirugischer eingriff
ein schöner busen für ihn
damit sex gesichert ist
die erotik nicht leidet

ist er perfekt?
ist seine haut straff?
sind seine augen wach?
ist sein männliches gehirn gerade?

Geduld

geduld
warten auf
abwarten
sich in geduld üben

unterdrücken von
emotionen
wünschen
erregungen

sich kontrollieren
ungeduld bekämpfen
negative gedanken reflektieren
aufgestaute energie umleiten

geduld haben
ruhe ausstrahlen
in sich ruhen
geduld üben

geduld einüben
geduld lernen
situation begreifen
spiegel im kopf

geduld ist
nicht meine stärke
ich will sie lernen
begreife mich

ungeduld ist
streit, krieg
ist böse
macht fehler

geduld ist
größe
ist frieden
ist ein miteinander

geduld ist
liebe
ist zeit geben
ist raum

geduld ist
warten
bis der andere
da ist

Vorbild

vorbilder sind
menschen mit besonderen gaben
eigenschaften
erfolgen

sie geben anderen ziele
machen mut
etwas zu wagen
um etwas zu erreichen

ein vorbild
erhält achtung
anerkennung
respekt

aber auch besondere positionen sind belegt
mit besonderen voraussetzungen
um diese zu füllen mit einem vorbild
zu erfüllen

fehlt die gabe
als vorbild zu fungieren
fehlt der respekt
fehlt die anerkennung

ein vorbild als nichtbild
wirft einen schatten
auf unser bild
zerstört das bild

die position
und damit die voraussetzungen
werden negiert
die position wird zerstört

damit bedarf die position
keiner bestimmten voraussetzungen
jeder kann diese füllen
sie wird unwichtig

Selbstvertrauen

sich vertrauen
sich selber vertrauen
dem selbst vertrauen
sich trauen

mut für sich
mut sich selbst zu vertrauen
mut sich zu trauen
selber

ohne ein selbst
wie vertrauen?
gegenüber anderen?
gegenüber dem leben?

vertrauen heißt trauen
mut haben
aber auch stärke
mut die angst zu überwinden

sich trauen
das risiko eingehen
es riskieren
um zu gewinnen

sieger trauen sich
verlierer haben angst
angst vor ihrem mut
mut zum selbst

wir haben alle gewonnen
mindestens einmal
weil wir vertraut haben
auf uns

Nachrede

irgendwann du
du gestorben
lässt mich zurück
mit vier Kindern

alleine entscheiden
alleine erziehen
alleine kontrollieren
wege planen, ebnen
alleine 24 Stunden
jeden tag

wie sagtet ihr alle:
wir sind da
helfen dir
unterstützen dich
kümmern uns
du bist nicht alleine
kannst auf uns zählen
ruf einfach an
jederzeit

und jetzt zwei jahre später
du hast mich gefunden
bist selber schwach, krank
du sagst, ich helfe dir
vertrau mir
und was passiert
du bist da
24 stunden
jeden tag
ohne wenn und aber

und ihr
alle wolltet ihr helfen
und was passiert
oh, heute ist schlecht
morgen wäre kein problem
bin gerade auf dem sprung
schade, tut mir leid
frag doch mal den

oder das geschwätz
messer werden gerammt
von hinten
immer wieder
getuschel
unfähig
der hats nicht im griff
die armen kinder

ausnahmen
ja, die gibts
die helfen
die da sind
die sich halten
an dem
was sie sagten
auch wenn es ungünstig war

aber die realität
ist einsam
wie die musik
die ich immer wieder höre
die geschichten, die ich lese

nur du
du bist da
auch wenn du angefeindet wirst
in der eigenen familie
die sich verhalten
wie angebliche freunde

du bist meine
unsere rettung
warum hast du uns gefunden
warum jetzt
warum hast du dich entschieden
für uns
zur rechten zeit

zufall?
fügung?

nicht nur Puppen

kinderfreude
spiel, ausgelassenheit
kreischen
rennen, toben

erste ermahnung
bitte etwas leiser
davon schleichen
kichern

kleiner piekser
kichern, erst verhalten
dann lauter
invernalisches lachen
befreit

zweite ermahnung
verdammt noch mal
leiser
brüllt er

eingeschüchtert
kein kichern
verstecken
kein muks

warten
beobachten
wieder lächeln
leises gekicher

versuch davonstehlen
flüchten aus dem einzugsbereich
schutzsuche
zum überleben

beim schleichen
vorsichtiger blick nach hinten
zum selbstschutz
vase nicht gesehen

fall in zeitlupe
entsetzter blick auf splitter
davonspritzen
stille

angst
unsagbare angst
starre
freude verschwunden

schritte
ermahnung bleibt aus
die hand, die kommt
der schmerz der bleibt

die schwärze
die die zukunft verdunkelt
die zukunft raubt
die seele zerstört

Interview

eins zu zwei situtation
fragen halbherzig
antworten unmännlich
fader geschmack

interview aufgezeichnet
fragen abgesprochen?
warum fehlen private sender?
angst vor fragen?
kontrollverlust?

tagesschau
gefärbt, verschoben?
umfragen alt, aufgewärmt
fachmann unkritisch

wovor haben die medien angst?
einfluss von politik, geld?
abhängigkeiten?
seilschaften?

freiheit und demokratie
unsere aktuelle ordnung?
nur auf dem papier?
werte?

vorbild vom präsidenten
berlusconi schickt eine karte
unwürdiges verhalten
unwürdig für einen präsidenten

Präsident

ehrbare person
ruhig
distinguiert
klare aussagen

in meinem kopf, als
älterer herr
ältere dame
lebenserfahrung

stil
ausstrahlung
gutmütigkeit
gelassenheit

ein wenig dalai lama
ein wenig mutter von elisabeth II.
ein wenig genscher
ein wenig schmidt

sicherlich nicht
tome cruise
lady gaga
bushido

bekommen haben wir
ein wenig jürgen schneider
ein wenig karl-heinz schreiber
hollywood

eine kecke frau
ein ihr devoter mann
eine hülle
nichts

repräsentant eines staates
unseres staates
einer nation
von 82 millionen menschen

kein rückgrad
keine ehrbare person
nicht mein vorbild
zu wenig

Neues Jahr

das leben liegt vor uns
366 tage
ein berg
ein wenig angst

wege gehen wir gemeinsam
vieles wird sich verändern
sich zum guten wenden
wird passieren

alltag wird beginnen
neues wird gewohnheit
wärme ist da
geborgenheit

entwicklungen starten
ziele entwickeln sich
ziele werden gesetzt
vorsicht ist geboten

du nennst es
beziehungsanamnese
schauen
beobachten

diskutieren
besprechen
streiten
lieben

2011 war treffen
2012 wird wachsen
zusammen
gemeinsam

ich bin glücklich
das leben macht spaß
ist glück
mit dir

Altes Jahr

zeit vorbei
sekunde
blitz
nicht fassbar

vieles passiert
vieles gelernt
veränderungen haben stattgefunden

nicht mehr alleine
keine einsamen momente
kein kaltes bett
gedanken teilen

wege habe sich verändert
wege führten zusammen
wege laufen jetzt parallel
vom single zur familie

januar war einsam
aber veränderungen begannen
kein zufall
fügung

ich bin dankbar
für 2011
bin glücklich
sie getroffen zu haben

Moral

frau und mann
getroffen
verliebt
leben entschieden

jeder einer vergangenheit
der eine abgeschlossen
der andere mitten drin
keine verpflichtungen

wege zusammen
aufeinander einlassen
verantwortung spüren
verantwortung übernehmen

schritt freiwillig
ohne zwang
dinge übernommen
aus sich selbst

mehrbelastung
weniger freizeit
mehr ärger
mehr sorgen

trotzdem aufgabe übernommen
gradwanderung
zwischen liebe
und pflicht

liebe ist pflichtlos
aus sich selbst bestimmt
konsequenzen
müssen getragen werden

moral
ist selbstverpflichtung
ohne zwang
ohne druck von außen

moral
ist wertvoll
hilft
geht in vorleistung

nicht entlohnbar
immateriell
nur in liebe
als währung

Ich bin…

ich liebe meine frau über alles
ich liebe meine kinder
ich gehe einkaufen
ich beteilige mich am haushalt

ich mache hausaufgaben mit den kindern
ich spüle auch
ich wasche auch mal die wäsche
ich staubsauge auch oder wische

was ich nicht mache
ich rasiere mir nicht die beine oder die brust
in meine haare kommt kein gel
ich höre meine musik, auch laut
ich liebe meinen fußballverein

ich schminke mich nicht
habe dies nie gemacht
und werde dies nicht tun
mein deo ist einfach und vom supermarkt

mein friseurbesuch ist selten
mein bart ist kurz
oder auch mal lang
er ist aber da und bleibt da

ich liebe mein arbeitszimmer
meine kamera
meinen computer
meine seite vom bett

ich dusche, wann ich will
einen kamm hab ich nicht
ich bin manchmal mürrisch
esse gerne fleisch

ich habe keine krawatte
keine lackschuhe
keine stoffhosen keinen anzug
und so bleibts auch

ich lese meine fotozeitschrift
und auch mal ein fachbuch
ich bin gerne draußen
auch mal gerne alleine

ich grüble
manchmal zu viel
dann ernähre ich den hypochonder in mir
obwohl ich ihn töten sollte

der arztbesuch macht mir stress
der zahnarzt schon weniger
den spezialisten meide ich
die diagnose stelle ich mir lieber selber

politik ödet mich an
lügen macht mich aggressiv
ich lache gerne
möglichst viel

strategien finde ich schwierig
taktik liegt mir nicht
dafür habe einen menschen an meiner seite
mit viel geduld für mich und meine schwächen

ein gutes bild freut mich
ein gutes essen auch
ein bier im sommer
ein gemütlicher abend mit meiner frau

vorweihnachtszeit ist anstrengend, hektisch
wie ein voller strand im sommer
ein wald ist dagegen schön ruhig, auch im winter
manchmal ruhiger als die kinder

ich plane gerne
habe viele ideen
habe meinen platz
bin glücklich

…ein ganz normaler mann

Weihnachten

Das Jahr geht langsam zur Neige:
Kerzenschein und Tannenzweige,
Orangen-, Zimt-, Vanilleduft,
ein Hauch von Wehmut in der Luft.

Wie viel ist erreicht und wurde gelebt?
Wie nahe das Ziel, wonach man strebt?
Und ist nicht der Weg das Ziel dieser Reise?
Lebt der im Hier und Jetzt nicht weise?

Hektik und Stress überwinden,
die Stille suchen und Ruhe finden.
In der Familie Beisammensein schenken,
dabei auch mal an die Einsamen denken.

Gut essen, viel reden und noch mehr lachen,
im Kamin ein wärmendes Feuer entfachen.
… und Schnee hüllt ganz sachte die Erde ein,
dann wird bald wieder Weihnachten sein.

Ein Gastartikel von Anja & Uwe