Hierherein kommen einfach Bilder, die mir gefallen. Wenn Ihr was dazu schreiben möchtet, bitte…wenn Ihr Kritik äußern möchtet ist auch das gerne gelesen, wenn sie konstruktiv ist.

Astlöcher

Heute mal ein Bild ohne tiefergehenden Anspruch. Es wurde in der Lüneburger Heide an einem Schafstall aufgenommen. Jeder wirds erkennen, es sind Astlöcher auf einem Holzbrett.

Gleichzeitig war abendliches Seitenlicht vorhanden, was die Maserung besser zur Geltung bring. Natürlich reiner Zufall…

Hommage auf meine Frau

Gestern habe ich kinderfrei gehabt und ich hab es ruhiger angehen lassen. Aber wie das bei mir immer so ist, wenn es ruhiger ist, ich schaue zurück, erinnere mich an meine Frau. Ja, sicherlich ist das kein Thema für die Allgemeinheit, aber diese Frau hat mich geformt, mich zu dem gemacht, was ich heute bin, deshalb möchte ich an dieser Stelle an sie erinnern mit einer kleinen Kollage. Und wir sagen, das erst dann jemand vergessen ist, wenn keiner mehr an ihn denkt. Vielleicht trägt dieser Eintrag dazu bei, dies für eine Zeit zu verhindern.

Als wir uns 1993 kennenlernten (im Naturkundemuseum in Münster) lag unser Leben vor uns. Wir waren unbeschwert, hatten Pläne. Schnell sind wir zusammengezogen, haben unser Studium abgeschlossen, haben 1996 geheiratet. Zwischen 1998 und 2007 kamen unsere vier Kinder zur Welt. Vor den Kindern haben wir unser Leben frei und ungezwungen genossen, sind viel gereist, haben viele Dinge ausprobiert. Unsere Idee war es in der Zeit der Kinder es ruhiger angehen zu lassen, sie auf einen guten Weg zu bringen, um danach unsere Träume wieder frei und ungezwungen, ohne Verpflichtungen, zu verwirklichen. Wir hatten unser gemeinsames Leben in drei Phasen aufgeteilt. Jeder Phase sollte ihren eigenen Wert haben.
Phase 1 haben wir gehabt und genossen, Phase 2 haben wir begonnen. Weiter sind wir nicht gekommen, am 17.11.2009 bist Du gestorben.

Sie hat mir immer alle Freiheiten gegeben, hat mich immer unterstützt. Natürlich hat sie auch geschmunzelt, wenn ich verrückte Ideen hatte, wie beispielsweise meine Spinnenfirma 1999 zu gründen. Aber sie hat mich nie von Ideen abgehalten. Durch ihre leise Art hat sie mich geführt, in Dingen bestärkt, mich unterstützt. Aber für sich hat sie viele Dinge leider nicht hinbekommen. Wie schreibt es Renate Folkers über ihre Mutter im Hospizforum:

„[…] Die mir gebliebenen Erinnerungen sind nicht die an eine warmherzige, liebevolle Mutter, sondern an eine sich selbst auf der Suche nach Wärme und Liebe befindliche Frau.

Wenn ich darüber nachdenke, wie Du als gefangene Deiner eingeschränkten Möglichkeiten gelitten haben musst, bricht mir das Herz, weil ich es erst heute begreife. Du hast Dinge hingenommen wie sie waren, hast sie nicht hinterfragt. […]

Dein Selbstwertgefühl, wenig ausgeprägt, immer wieder niedergeknüppelt. Du selbst gabst Dir nicht die Chance auf eine positive Bewertung Deiner eigenen Person. […]“

Auch auf Heike passen diese Worte. Vor ein paar Wochen habe ich alle Bilder, die ich von ihr hatte zusammengestellt, um den Kindern später Bilder ihrer Mutter mit auf den Weg zu geben. Als ich dann gestern die Kollage zusammengestellt habe, waren die ca. 1.000 Bilder eigentlich noch zu wenig. Wahrscheinlich haben wir immer zu wenige Bilder von einem Menschen. Aber das fällt uns erst dann auf, wenn wir keine Weiteren mehr machen können.

Und vielleicht passt genau dieser Eintrag dann doch in diesen Fotoblog. Fotos müssen nicht immer den Anspruch haben, Kunst zu sein oder bestimmte Aussagen/Geschichten darzustellen. Bilder können auch ohne Perfektion Erinnerungen schaffen. Weiterlesen…

Privileg

Gestern habe ich einen schönen Artikel von Birgit Engelhardt gelesen, den ich einfach dahingehend in Teilen abändern möchte, dass ich die angesprochene Politik durch meine Biologie ersetzen möchte. Nicht das mich die Biologie nicht nach wie vor total fasziniert, aber ich bin nicht der Wissenschaftler, wie einige Freunde von mir, die damit Ruhm und Ehren einfahren. Ich genieße Natur, mich interessieren Aspekte daraus, ich will mehr kennen lernen, aber ich habe nicht die Ausdauer und die Motivation andauernd hinter irgend welchen Fakten her zu laufen.

Die Fotografie, meine Fotografie ist da anders. Ich kann das umsetzen, was ich sehe, ich kann mich an Aufgaben verbeißen. Es gibt mir Ruhe und ich muss nicht logisch vorgehen, sondern kann es machen, wie ich will. Kreativität ist hier das Stichwort. Und genau wie Birgit es schrieb, es ist ein Privileg, dies machen zu können.

http://birgitengelhardt.de/blog/2010/05/ueber-das-privileg-kreativ-sein-zu-duerfen/

Küchenschelle

Heute muss mal wieder Farbe auf den Bildschirm. In den letzten Wochen habe ich versucht die Technik meiner Kamera mal spielerisch/künstlerisch einzusetzen. Soll heißen, dass ich mit Mehrfachbelichtungen experimentiert habe. Dabei wird das erste Bild scharf eingestellt und ein Zweites unscharf über das erste gelegt. Gerade Pflanzen, aber auch andere Gegenstände (zeige ich noch) bekommen dadurch einen weichen Charakter, fast so, als ob man einen Weichzeichner einsetzen würde.

Gefällts?

Ballonfahrt

Im Herbst letzten Jahres haben wir eine Ballonfahrt unternommen. Gestartet wurde in Münster-Gremmendorf. Wir hatten Glück und der Wind hat uns genau über die Stadt geführt. Meine Idee war es, Herbstlaub von oben zu sehen. Quasi Farbtupfer von oben. Wir haben die Abendstunden gewählt, weil wir hofften dann warmes Licht zu bekommen, außerdem ist es einfacher abends Kinder zu verabreden, als morgens um fünf. Aber das nur nebenbei.

Eine Ballonfahrt ist klasse, ich kann Jedem nur dazu raten.

Allen die uns bei der Aktion geholfen haben, hier ein spätes DANKE.

Spinnenfäden am Stacheldraht

Heute gibts ein Bild aus den frühen Morgenstunden, wenn Spinnenfäden überall, weil sie dann mit Tau besetzt sind, sichtbar werden. Ein paar Stunden später ist der Spuk dann vorbei. Ich erzähl Euch das deshalb, weil ich gerade mit meinem Jüngsten fünf Tage im Krankenhaus war und mich etwas Eingekerkert vorkam. Es ist doch erheblich schöner draußen zu sein und nach Motiven Ausschau zu halten.

Kranich frontal

Im Vogelpark Walsrode hat man bei vielen Gehegen die Chance nahe an die Vögel ran zu kommen. Der Name „Park“ trifft es dabei sehr gut, da es hier viel freie Fläche gibt und man auch mal seine Augen entspannen kann.

Übrigens ist der Park auch gut für Kinder geeignet.

The Tube

Gestern war ich im Folkwang-Museum in Essen. Ein klasse Museum, was ich Jedem nur empfehlen kann. Was faszinierend war, waren die Ausstellungsstücke aber auch, und das hat mich fast noch mehr angesprochen, die Menschen, die dort rumliefen. Deshalb bekommt Ihr heute, wenn auch erst am späten Nachmittag, aber schließlich ist ja Wochenende, ein Bild mit Menschen.

Das Bild habe ich in der Tube, Londons U-Bahn, aufgenommen. Vielleicht auch mal ein Bild zum diskutieren und dabei meine ich jetzt nicht technische Details.

Aaskäfer auf einer Bleistiftspitze

Als ich heute morgen überlegt habe, welches neue Bild ich einstellen möchte, kam mir ein Artikel von www.zoomyboy.com gerade recht, da er ein Thema anspricht, was, so glaube ich, nicht ganz unwichtig ist: Entschnellen der Fotografie.

Hier der Artikel: http://www.zoomyboy.com/2010/05/07/das-erfassen-eines-mikrokosmos/

„Bilder machen“ lässt sich in zwei Sparten unterteilen: Knipsen und Fotografieren

Knipsen ist das schnelle Auslösen, ohne sich mit dem Motiv auseinander zu setzen, die Fotografie dagegen ist die Arbeit mit dem Motiv. Das wäre zumindest meine Definition, die ich an dieser Stelle aber wertfrei abgebe.

Ich muss zugeben, dass ich mich häufig erst auf ein Motiv einlassen muss, bis ich es so fotografieren kann, dass das Bild auch was taugt. Es gelingt nicht immer, aber es gelingt besser, wenn ich mir Zeit lasse. Aus diesem Grund plane ich immer mehrere Stunden ein, wenn ich fotografieren gehe. Nur mal eben den Schnappschuss landen, gelingt dabei nur sehr selten, obwohl ich natürlich auch für diese Gelegenheiten immer die Kamera dabei habe. Bei der Kontrolle am Rechner fallen aber die meisten schnell geschossenen Bilder wieder raus. Wer das kann, um so besser, ich gehöre nicht dazu.

Das gleiche gilt für den hier abgebildeten Aaskäfer auf einer Beilstiftspitze. Das Vieh hatte andere Vorstellungen als ich. Also haben wir einen halben Nachmittag miteinander gerungen, bis er endlich mal so saß, das ich ihn ablichten konnte. Und entgegen der Arbeitsweise als Biologe, der viele seiner Tiere später in die Sammlung überführt, durfte der Aaskäfer nach dem Foto wieder nach draußen.

Blüte unscharf

…eigentlich versuche ich ja immer was Gescheites zu meinen Bildern zu schreiben. Heute morgen habe ich aber einen Text von einem Blogkollegen (Martin Gommel) gelesen, den ich so übernehmen kann und dem ich mich anschließe. Er triffts einfach gut:

„Als kleiner Junge habe ich mich an unser altes Klavier gesetzt, als ich hörte, dass meine Großtante gestorben war. Um das zu verarbeiten, fing ich an, kurze Lieder zu spielen und wusste eigentlich gar nicht, was ich da tat. Mich in die Wonnen der Musik hineinlegen, das war einfach schön, auch wenn die ersten Klänge für einen Aussenstehenden sicher stümperhaft klingen mussten.

Freunde zu finden fiel mir in meiner Kindheit schwer – ich hatte nicht wirklich Ahnung davon, wie man sich “verhält”. Es war nicht leicht, beständigen, guten Kontakt mit meinen Mitschülern zu gestalten. Es fühlte sich an, als ob ich auf einem Auge blind wäre, während alle andere mit beiden Augen sehen konnten.

Aber mit der Musik war es irgendwie anders. Unser Lehrer ließ mich manchmal ein Stück vorspielen, das ich geschrieben hatte – obwohl ich keine einzige Note auf Blatt notiert hatte. Ich spüre jetzt noch den Schweiss in meinen Händen, wenn ich daran denke, wie ich mich damals vor die Klasse setzte und mit den Fingern die Tasten berührte.

Diese Momente waren für mich überwältigend, aber nicht wegen meiner Musik. Nein, weil ich den Eindruck hatte, jetzt würde alles stimmen. Diese Harmonie hatte ich mir eigentlich immer gewünscht. Am Klavier, da musste ich nichts sagen und konnte trotzdem sprechen. Und eigentlich nicht viel falsch machen, weil es ja meine Lieder waren.

Heute fotografiere ich. Und auch jetzt kann ich über meine Bilder mit Menschen ganz ohne Worte kommunizieren. Ich kann ihnen zeigen, wie ich die Welt sehe und was mir dabei wichtig ist. Auch heute bekomme ich schwitzende Hände, wenn ich fotografiere. Wenn ich ein Foto ins Netz lade oder einfach nur einem guten Freund zeige.

Mittlerweile geht es mir nicht mehr darum, eine Harmonie herzustellen, die mir im Leben fehlt. Mein Leben hat sich verändert, ich bin älter geworden und meistens (nicht immer) geht es mir ganz gut. Die Traurigkeit von früher ist zwar nie ganz weg, aber sie dominiert mein Leben nicht mehr.

Fotografieren bedeutet heute für mich, das Wunderbare um mich herum festzuhalten, aus meiner Sicht aufzunehmen, mitzugestalten, und mich darüber zu freuen. Es gelingt mir nicht immer und ich weiß, dass meine Versuche heute vielleicht für manch aussenstehenden Betrachter stümperhaft aussehen mögen.

Doch langsam aber sicher entferne ich mich davon, andere Menschen von meinen “guten Fotos” überzeugen zu wollen – diesen Kampf kann man nur verlieren. Es geht mir weniger darum, eine äussere Harmonie herzustellen, die mir fehlt. Vielmehr möchte ich den Ausschnitt der Welt um mich herum zeigen, den – und wie ich ihn – wahrnehme. Mit meinen Landschaftsfotos und in manch alltäglichen Bildern.

Das (und viel mehr) ist Fotografieren für mich.“

Martin Gommel

http://kwerfeldein.de/index.php/2010/05/04/ohne-worte/

oranggelbe Blüte

Im vergangenen Jahr habe ich mal einen Abend auf einer Fläche von Schnittblumen verbracht, die man selber ernten durfte. Mir fällt gerade der Name nicht ein, na, auf jeden Fall leuchteten im Sonnenuntergang die Blüten sehr warm und weich. Ich glaube, das wird hier deutlich.

Maikäfermakro in schwarz-weiß

…mich hat der Kontrast angesprochen.

geweckte Katze

Die Katze fand es ziemlich ärgerlich, dass ich sie auf einem Bauernhof geweckt hatte.

Rose in schwarz weiß

Die Farbe rauszunehmen und trotzdem eine ansprechende Sichtweise hinzubekommen, war hier mein Ansporn.