Hier stelle ich Bilder ein, die ich einfach gelungen finde. Sie müssen keinen tieferen oder schweren Hintergrund haben. Sie sind einfach nur da.

Neues kommt…

…so, jetzt habe ich hier viele Wochen geschwänzt und hoffe, dass es jetzt besser wird. Erst Urlaub, dann Büroumbau, Umzug von Kinderzimmern etc. Jetzt habe ich neue Räumlichkeiten und erwarte neue Kreativität bei mir, die sich sicherlich einstellen wird.
Neue Wege haben noch keinen ausgetretenen Pfad, also muss man, will man Neues erreichen, diesen Pfad selber anlegen. Vielleicht so, wie bei den Schnecken. Es entsteht Neues, ob dies gut oder schlecht ist, weiß man im Vorhinein nicht. Wenn man diesen Weg aber nicht geht, wird man es wohl nie erfahren.

Hunger

Hunger muss nicht immer ein Bauchgefühl sein, es kann auch Wissensdurst oder die Sucht nach dem Neuen sein. Wichtig erscheint mir dabei aber zu sein, dass man dabei seine Wurzel nicht vergisst. Bei den abgebildeten Raupen bin ich mir nicht sicher, ob die nicht irgendwann vom Ast fallen, da sie ihren Herkunftsweg schon aufgefressen haben.

Puhhhh

Moin zusammen,
zurück von der Alp Flix in Graubünden und mit vielen Bildern im Gepäck, melde ich mich wieder. Die Bilder werde ich in den kommenden Wochen bearbeiten und nach und nach hier einstellen. Wird aber noch etwas dauern.
Heute ein Schimpanse der sich genau so fühlt, wie ich mich gefühlt habe, als uns auf dem Weg in die Schweiz bei 35 Grad in der Sonne und 5 Kindern im Auto, der Motor explodierte und ich mit den verwirrten Kindern an der A3 stand und auf den ADAC wartete. Eigentlich war das aber Glück, denn mit dem Bulli wären wir den Berg nicht hoch gekommen. Grins. Und eigentlich bin ich keine Autofreak, aber die Männer vom ADAC haben sich echt den A… aufgerissen.

Sorgen und Angst

Der schwangere Bauch als Projektionsfläche für die Gedanken, die eine Schwangere während der Schwangerschaft plagen können.

Ich verteidige mein Kind

Birgit mit einem alten Vorderlader in Kampfstellung und selbstbewusster Haltung. Ausdruck dafür, dass sie ihr Kind verteidigen wird.

Angst

Angst, weil dem Kind Gewalt widerfahren könnte. Auch wieder eine symbolische Darstellung.

Gewalt in der Ehe

Eher symbolisch ist dieses Bild für die „Gewalt in der Ehe“ zu verstehen. Das Messer zeigt in Richtung Schwangerschaftsbauch. Die Spitz steht kurz vor dem schutzlosen Bauch.

Grablicht

Das Leben (der Bauch) hindert Birgit daran den Tod zu sehen, der sich in Form eines Grablichtes unter ihr versteckt hat.

Nachdenklich

Nachdenklich steht Birgit auf dem Friedhof. Auch hier ist wieder der Kontrast zwischen Schwangerschaft und Friedhof der Aspekt, der die Spannung ins Bild bringt.

Schwangerschaft

Birgit vor einem Grabstein. Der Kontrast zwischen weißgekleideter werdenden Mutter und dem dunklen Grabstein ist hier bestimmend. Zudem liegt sie schutzlos mit dem Bauch in Richtung Stein.

die Rückseite

Viele Dinge erkennt man erst in ihrer Bedeutung, wenn man sich die Rückseite ansieht. Dinge, die von vorne einen schönen Glanz haben, enttäuschen, wenn man sich die Rückseite ansieht. Man sieht den Dingen immer nur ins Gesicht, die Front, die Zeit zeigt einem dann erst, was man hinter dieser Front erfährt. Das ist spannend, keine Frage, kann aber auch enttäuschen. Deshalb ist das Innehalten manchmal ganz sinnvoll.
Ob das bei Schafen auch so ist, muss der Schäfer entscheiden!

Zeit

Als ich mir heute Vormittag überlegte, welches Bild ich hier hochladen möchte, kam mir ein Kollege zuvor, der ein Thema schön auf den Punkt bringt, auch wenn er vielleicht einen anderen Kontext hatte. Sein Thema passt aber ganz gut zu meinem Thema. Es ist ein weiterer Punkt dafür die Postmortemfotografie umzusetzen, da dies für die Angehörigen auch so etwas wie „Zeit anhalten“ bewirkt.

Hier der Link zum Text von Martin Gommel: Vom verrückten Traum, die Zeit anzuhalten

schlicht

Ich finde „schlicht“ ja schön und interessant. Wer aber fotografisch unterwegs ist, weiß, dass die Bilder meist zu voll sind. Mir passiert das auch meist, deshalb freue ich mich immer wieder, wenn es mir gelingt einfache Bilder zu gestalten.
Diese Aufnahme gelang in Wollseifen. Dies ist einer kleiner verlassener Ort im Nationalpark Eifel, der in den Wirren des 2. Weltkriegs verlassen werden musste. Seit dem gibt es einen Verein, der sich dem verlassenen Ort und vor allem der Kirche widmet. Die Kirche ist leer, wurde restauriert und hat heute einen ganz eigenen Charakter.

eingedrückt

Wier stand es heute in der Zeitung: Es hat seit drei Wochen nicht geregnet und die ersten Schäden treten auf. Anbei ein Bild dazu. Aufgenommen im Hafen der Stadt Münster und zwar auf der Industrieseite.

grün

Da wir uns alle, oder doch viele von uns, momentan über verschiedene Dinge ärgern, gibt es heute mal ein Bild zur Entspannung. Es ist einfach nur grün mit ein paar Strukturen.
Wer es genauer haben möchte: es ist ein Blatt der Knoblauchsrauke (wächst an jedem Straßenrand) im abendlichen Gegenlicht mit grünen Pflanzen im Hintergrund.

Oberflächenlandschaft

Heute gibt es wieder ein Bild, das man sich länger ansehen muss, um es zu verstehen. Das Motiv hat jeder von Euch schon gegessen.

Mich faszinieren getrocknete Objekte, da diese eine ganz andere Form bekommen bzw. haben und deren Gestalt durch den Trocknungsprozess verändert wird. In dem vorliegenden Fall handelt es sich um eine getrocknete Erdbeere. Die technische Umsetzung ist wieder mal simpel: Seitenlicht, Kamera, Makroobjektiv und Stativ.

Lichtspiel

Guten morgen zusammen,

heute ist Montag und nach einem schönen Wochenende geht’s natürlich hier gleich weiter. Heute habe ich mal ein Bild aus dem letzten Winter genommen. Es ist ein Eispropfen auf einem Ästchen in einem kleinen Bach bei uns in Nienberge. Ich habe das Bild in s/w überführt und den Schwarzanteil stark erhöht. Raus kamen teilweise sehr abstrakte Formen, die durch die Lichtspiegelungen im fließenden Wasser entstanden. Besonders gut ist das in der rechten Hälfte zu sehen.

Neues Gefühl

Heute möchte ich Euch/Ihnen ein Bild einer Skulptur zeigen, dass von einem befreundeten Künstler (Rüdiger Schwahn) geschaffen wurde. Das Bild entstand bei einem Digitalisierungsprojekt seiner Skulpturen und Arbeiten in seinem Studio. Dort und hier in einem Kommentar von ihm, stossen wir immer wieder auf den Stellenwert des Gefühls der erstellten Arbeiten. Das Gefühl in der Arbeit bringt die Tiefe, die wir zur Umsetzung benötigen. Aus meiner Sicht darf man sich aber nicht nur mit den bisher ausgetretenen Pfaden seiner Gefühlswelt beschäftigen, sondern sollte sich zwingend in neue Themen einarbeiten, um auch dort seine Gefühle hineinzuführen. Ich denke, dass die somit entstandenen Gedanken reiner sind, da sie nicht über die Zeit verformt wurden.

Im Laufe des Lebens verändern sich Gefühle zu einem Thema. Das ist nicht schlecht, stellt aber einen anderen Ansatz dar. Dem Künstler bleiben also zwei Wege offen, die wertfrei nebeneinander stehen können:

a) Ich bearbeite ein Thema über einen langen Zeitraum und versuche meine sich verändernden Gefühle umzusetzen, oder

b) ich arbeite mich in ein neues Thema ein und versuche meine neuen, unverbrauchten Gefühle, vielleicht auch ein Stück weit naiv, darzustellen.

Wer welchen Weg geht, ist letztlich egal. Es gibt dabei auch keinen besseren oder schlechteren Aspekt. Wichtig ist mir, dass man sich den Weg nur bewusst macht. Und damit bin ich wieder in dem Text angekommen, den ich über eine Fotografie geschrieben habe. Den Künstler hinter seinen Werken kennen zu lernen, hilft seine Kunst zu verstehen.

Hommage auf meine Frau

Gestern habe ich kinderfrei gehabt und ich hab es ruhiger angehen lassen. Aber wie das bei mir immer so ist, wenn es ruhiger ist, ich schaue zurück, erinnere mich an meine Frau. Ja, sicherlich ist das kein Thema für die Allgemeinheit, aber diese Frau hat mich geformt, mich zu dem gemacht, was ich heute bin, deshalb möchte ich an dieser Stelle an sie erinnern mit einer kleinen Kollage. Und wir sagen, das erst dann jemand vergessen ist, wenn keiner mehr an ihn denkt. Vielleicht trägt dieser Eintrag dazu bei, dies für eine Zeit zu verhindern.

Als wir uns 1993 kennenlernten (im Naturkundemuseum in Münster) lag unser Leben vor uns. Wir waren unbeschwert, hatten Pläne. Schnell sind wir zusammengezogen, haben unser Studium abgeschlossen, haben 1996 geheiratet. Zwischen 1998 und 2007 kamen unsere vier Kinder zur Welt. Vor den Kindern haben wir unser Leben frei und ungezwungen genossen, sind viel gereist, haben viele Dinge ausprobiert. Unsere Idee war es in der Zeit der Kinder es ruhiger angehen zu lassen, sie auf einen guten Weg zu bringen, um danach unsere Träume wieder frei und ungezwungen, ohne Verpflichtungen, zu verwirklichen. Wir hatten unser gemeinsames Leben in drei Phasen aufgeteilt. Jeder Phase sollte ihren eigenen Wert haben.
Phase 1 haben wir gehabt und genossen, Phase 2 haben wir begonnen. Weiter sind wir nicht gekommen, am 17.11.2009 bist Du gestorben.

Sie hat mir immer alle Freiheiten gegeben, hat mich immer unterstützt. Natürlich hat sie auch geschmunzelt, wenn ich verrückte Ideen hatte, wie beispielsweise meine Spinnenfirma 1999 zu gründen. Aber sie hat mich nie von Ideen abgehalten. Durch ihre leise Art hat sie mich geführt, in Dingen bestärkt, mich unterstützt. Aber für sich hat sie viele Dinge leider nicht hinbekommen. Wie schreibt es Renate Folkers über ihre Mutter im Hospizforum:

„[…] Die mir gebliebenen Erinnerungen sind nicht die an eine warmherzige, liebevolle Mutter, sondern an eine sich selbst auf der Suche nach Wärme und Liebe befindliche Frau.

Wenn ich darüber nachdenke, wie Du als gefangene Deiner eingeschränkten Möglichkeiten gelitten haben musst, bricht mir das Herz, weil ich es erst heute begreife. Du hast Dinge hingenommen wie sie waren, hast sie nicht hinterfragt. […]

Dein Selbstwertgefühl, wenig ausgeprägt, immer wieder niedergeknüppelt. Du selbst gabst Dir nicht die Chance auf eine positive Bewertung Deiner eigenen Person. […]“

Auch auf Heike passen diese Worte. Vor ein paar Wochen habe ich alle Bilder, die ich von ihr hatte zusammengestellt, um den Kindern später Bilder ihrer Mutter mit auf den Weg zu geben. Als ich dann gestern die Kollage zusammengestellt habe, waren die ca. 1.000 Bilder eigentlich noch zu wenig. Wahrscheinlich haben wir immer zu wenige Bilder von einem Menschen. Aber das fällt uns erst dann auf, wenn wir keine Weiteren mehr machen können.

Und vielleicht passt genau dieser Eintrag dann doch in diesen Fotoblog. Fotos müssen nicht immer den Anspruch haben, Kunst zu sein oder bestimmte Aussagen/Geschichten darzustellen. Bilder können auch ohne Perfektion Erinnerungen schaffen. Weiterlesen…

Küchenschelle

Heute muss mal wieder Farbe auf den Bildschirm. In den letzten Wochen habe ich versucht die Technik meiner Kamera mal spielerisch/künstlerisch einzusetzen. Soll heißen, dass ich mit Mehrfachbelichtungen experimentiert habe. Dabei wird das erste Bild scharf eingestellt und ein Zweites unscharf über das erste gelegt. Gerade Pflanzen, aber auch andere Gegenstände (zeige ich noch) bekommen dadurch einen weichen Charakter, fast so, als ob man einen Weichzeichner einsetzen würde.

Gefällts?

Ballonfahrt

Im Herbst letzten Jahres haben wir eine Ballonfahrt unternommen. Gestartet wurde in Münster-Gremmendorf. Wir hatten Glück und der Wind hat uns genau über die Stadt geführt. Meine Idee war es, Herbstlaub von oben zu sehen. Quasi Farbtupfer von oben. Wir haben die Abendstunden gewählt, weil wir hofften dann warmes Licht zu bekommen, außerdem ist es einfacher abends Kinder zu verabreden, als morgens um fünf. Aber das nur nebenbei.

Eine Ballonfahrt ist klasse, ich kann Jedem nur dazu raten.

Allen die uns bei der Aktion geholfen haben, hier ein spätes DANKE.

Blaumeise vor ihrem Nistkasten

Eines meiner ersten Bilder mit dem 600er von Nikon. Ich habe mir jetzt eine Futterstelle eingerichtet, um mehr Bilder aus dem Garten machen zu können.