Provokation oder Tabu?

In den letzten Tagen hatte ich eher abstrakte Formen gezeigt. Heute will ich mal ein Thema anschneiden, dass für viele ein Tabu darstellt, obwohl absolut jeder davon betroffen ist, nämlich das eigene Ableben. Gezeigt wird ein Bild eines Grabes, an dem gerade die Trauerfeier beendet wurde. Die Blütenblätter, die die Trauergemeinde in das offene Grab gestreut hat, liegen noch auf dem Boden. Das Grab ist noch offen, es gibt allerdings keinen direkten Blick in das Grab. Jeder weiß allerdings, dass dort ein Sarg liegt.

Darf man das zeigen? Soll man das zeigen? Gibt es Bilder zu diesem Thema? Und warum wird es nicht gezeigt? Hängen wir so sehr an dem Leben, dass dieses Thema für uns nicht angesprochen werden darf? Oder ist die Vorstellung an ein Ende für uns unfassbar? Es wäre sicherlich einfacher, wenn mal jemand zurückkommen würde, um uns zu berichten! Aus persönlichen Gründen ist das sicherlich mein Thema, aber wenn wir mal logisch überlegen, die Emotionen beiseite lassen, denken wir doch viel über einzelne Abschnitte unseres Lebens nach, planen, gestalten, organisieren. Aber irgendwann ist Schluss. Wir geben das Thema ab, geben es in Organisationen, die alles tun, um uns das Ende so angenehm wie möglich zu gestalten. Es bleibt aber ausgeklammert aus der Gesellschaft, an den Rand geschoben. Wir machen die Tür zu und gehen in den Garten, um den Grill anzuschmeißen.

Ja, sicherlich müssen wir dieses Thema nicht ständig bearbeiten, denn dann würden wir über andere Phasen im Leben nicht nachdenken. Ich denke aber, dass das Ende genauso dazu gehört, wie der Anfang und eigentlich müsste es doch die gleiche Gewichtung haben!

Was denkt Ihr?