Neues Gefühl

Heute möchte ich Euch/Ihnen ein Bild einer Skulptur zeigen, dass von einem befreundeten Künstler (Rüdiger Schwahn) geschaffen wurde. Das Bild entstand bei einem Digitalisierungsprojekt seiner Skulpturen und Arbeiten in seinem Studio. Dort und hier in einem Kommentar von ihm, stossen wir immer wieder auf den Stellenwert des Gefühls der erstellten Arbeiten. Das Gefühl in der Arbeit bringt die Tiefe, die wir zur Umsetzung benötigen. Aus meiner Sicht darf man sich aber nicht nur mit den bisher ausgetretenen Pfaden seiner Gefühlswelt beschäftigen, sondern sollte sich zwingend in neue Themen einarbeiten, um auch dort seine Gefühle hineinzuführen. Ich denke, dass die somit entstandenen Gedanken reiner sind, da sie nicht über die Zeit verformt wurden.

Im Laufe des Lebens verändern sich Gefühle zu einem Thema. Das ist nicht schlecht, stellt aber einen anderen Ansatz dar. Dem Künstler bleiben also zwei Wege offen, die wertfrei nebeneinander stehen können:

a) Ich bearbeite ein Thema über einen langen Zeitraum und versuche meine sich verändernden Gefühle umzusetzen, oder

b) ich arbeite mich in ein neues Thema ein und versuche meine neuen, unverbrauchten Gefühle, vielleicht auch ein Stück weit naiv, darzustellen.

Wer welchen Weg geht, ist letztlich egal. Es gibt dabei auch keinen besseren oder schlechteren Aspekt. Wichtig ist mir, dass man sich den Weg nur bewusst macht. Und damit bin ich wieder in dem Text angekommen, den ich über eine Fotografie geschrieben habe. Den Künstler hinter seinen Werken kennen zu lernen, hilft seine Kunst zu verstehen.