Aaskäfer auf einer Bleistiftspitze

Als ich heute morgen überlegt habe, welches neue Bild ich einstellen möchte, kam mir ein Artikel von www.zoomyboy.com gerade recht, da er ein Thema anspricht, was, so glaube ich, nicht ganz unwichtig ist: Entschnellen der Fotografie.

Hier der Artikel: http://www.zoomyboy.com/2010/05/07/das-erfassen-eines-mikrokosmos/

„Bilder machen“ lässt sich in zwei Sparten unterteilen: Knipsen und Fotografieren

Knipsen ist das schnelle Auslösen, ohne sich mit dem Motiv auseinander zu setzen, die Fotografie dagegen ist die Arbeit mit dem Motiv. Das wäre zumindest meine Definition, die ich an dieser Stelle aber wertfrei abgebe.

Ich muss zugeben, dass ich mich häufig erst auf ein Motiv einlassen muss, bis ich es so fotografieren kann, dass das Bild auch was taugt. Es gelingt nicht immer, aber es gelingt besser, wenn ich mir Zeit lasse. Aus diesem Grund plane ich immer mehrere Stunden ein, wenn ich fotografieren gehe. Nur mal eben den Schnappschuss landen, gelingt dabei nur sehr selten, obwohl ich natürlich auch für diese Gelegenheiten immer die Kamera dabei habe. Bei der Kontrolle am Rechner fallen aber die meisten schnell geschossenen Bilder wieder raus. Wer das kann, um so besser, ich gehöre nicht dazu.

Das gleiche gilt für den hier abgebildeten Aaskäfer auf einer Beilstiftspitze. Das Vieh hatte andere Vorstellungen als ich. Also haben wir einen halben Nachmittag miteinander gerungen, bis er endlich mal so saß, das ich ihn ablichten konnte. Und entgegen der Arbeitsweise als Biologe, der viele seiner Tiere später in die Sammlung überführt, durfte der Aaskäfer nach dem Foto wieder nach draußen.