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19.03.2012 von Anja an Mat und Alex

Hallo Martin,

ich möchte Dich gerne etwas fragen:

Wie ist eigentlich die Entstehungsgeschichte von diesem Alex in Deinem Blog? Bei dem Typen kann man sich ja den Mund fusselig reden. Mich regt das richtig auf!

Zuerst war es jemand, dem Du Deinen Tagesablauf geschildert hast. Das fand ich eher langweilig, bis auf die eingefügten Links.
Plötzlich hat er sich auch geäußert, da dachte ich, es wäre dieser Filmvorführer in Deinem Kopf, der Dir immer noch Dinge aus Deiner Vergangenheit einreden will.
Nach Eurer Fototour auf die Demo bekam er schließlich rechte Züge und diskutiert nun bis zum Umfallen mit Dir. Du hast wirklich eine Engelsgeduld!

Was ist Dein innerer Antrieb zu diesem Zwiegespräch? Versuchst Du damit, Rechtsradikale besser zu verstehen oder möchtest Du so Deine innere Stimme zum Schweigen bringen, die Dir immer noch sagt, ich bin aggressiv, im Grunde genommen bin ich ein böser Mensch?

Erzähl mal, was da passiert in Dir!

Lieben Gruß
Anja

Traumrealität

was ist wahr?
der traum?
die scheinbare realität?
das wachsein?

wer sagt uns
das ist traum
und findet im gehirn statt
und jetzt bist du wach

was ist
wenn wir im traum wach sind
und tagsüber im traum
wer schafft realität?

und was ist realität?
leben in zwei welten?
weltbummler
wurmloch
innere zerissenheit?

23.02.2012 von Mat an Alex

routine
büro
shop bearbeitet
bilder einstellen

bilder einstellen
bilder einstellen
bilder einstellen
bilder einstellen

der abend ruhig
missverständnisse
nicht genug geredet
falsche interpretationen

kalter abend

Stress

viele termine
zeitnot
ungeklärte sachverhalte
zukunft ungewiss

ich wälze mich in der nacht
der kopf kreist
die gedanken geben keine ruhe
beginnen immer wieder von vorne

der körper steht unter strom
kommt nicht zur ruhe
energie wird in drehung investiert
der körper arbeitet

dann endlich
der schlaf nimmt mir die gedanken
führt mich in eine andere welt
in eine andere dimension

dort bin ich wieder unterwegs
hetze durch die dunkle, nasse stadt
wieder termine
bin in zeitnot

hetze zum auto das am feldrand steht
das feld ist voll von kleinen figuren
die sich alle bewegen
sie werden zu kugeln die auf mich zurollen
aus den kugeln werden eulen
die mich umfliegen

im schlaf stöhne ich auf
erschrecke mich
ein alptraum

plötzlich eine berührung
eine warme hand legt sich auf mich
ein körper kuschelt sich an
nimmt mir meine angst

sie ist da und gibt mir die ruhe
die wärme
die den alptraum vertreibt
den stress verdrängt
die zukunft sichert

Sterne

es ist tag
ich schaue nach oben
gleichmäßiger blauer himmel
wolken

langsam geht die sonne unter
aus blau wird grau wird dunkel
wird schwarz
die ersten punkte erscheinen

ein blinkendes etwas zieht vorbei
scheinbar lautlos
erst später höre ich den motor
die düsen

menschen
irgendwo hin
urlaub arbeit
in andere länder

das flugzeug ist weg
nichts was das auge ablenkt
nur kleine punkte am himmel
mal unruhig mal ruhig

punkte
zusammengesetzt aus punkten
weit entfernt
für mich unerreichbar

neugierig bin ich schon
andere welten
andere lebewesen
abenteuer

der kontakt
ein erster kontakt
enterprise lässt grüßen
andere lebensformen

ich sitze auf deinem balkon
schaue nach oben
träume in den nachthimmel
male mir dinge aus

du durchbrichst die stille
fragst mich worüber ich grübel
nimmst meine hand
lächelst mich im dunkeln an

und ich weiß
ein schöner traum
eine wunschvorstellung
aber ohne sie würde ich nicht aufbrechen

Grau

ich sehe schwarz
ich sehe weiß
ich will klare entscheidungen
ich will klare vorgaben
unverrückbar
kalkulierbar
eindeutig

du sagst mir
schwarz gibt es selten
weiß gibt es selten
wirkliche klarheit gibt es selten

grau überwiegt
grau hat schattierungen
grau sind kompromisse
grau ist das leben

ich frage mich
wieviel grau hält man aus
wieviel grau kann man ertragen

oder ist grau vielleicht die lösung?
für das übergeordnete ziel
für das große ganze
für das leben
für die liebe

es gibt tausend arten von grau
tausend und mehr
grau sind nuancen
grau ist schmerz
grau ist freude

tue ich mich schwer mit grau
weil ich unsicher bin?
aber wie klar muss das eigene leben sein
um grau ertragen zu können?

oder ist auch das ein flexibler bereich?
ist die entscheidung auch grau?
und wie wird sie beeinflusst?
ist sie situationsabhängig?

aber wird dann nicht alles unscharf?
gibt es keine sicherheit mehr?
macht grau dann nicht krank?

die entscheidung wieviel grau man zulässt
muss jeder für sich entscheiden
ich muss abwägen
muss mich beobachten

für jedes grau gibt es ein ja oder nein
eine null oder eins
ein schwarz oder weiß

jedes grau ist für sich klar
unverrückbar
kalkulierbar
eindeutig

grau ist das leben
die liebe
ist die gaußsche verteilung
zwischen schwarz und weiß

Freundlichkeit

mürrisches gesicht
nuschelnder ton
nach unten gesenkter kopf
kurze gehackte antworten

der kontakt ist schwer
ein gespräch kaum möglich
ein ungutes gefühl liegt in der luft
harmonie ist nicht zu erkennen

themen können nicht besprochen werden
organisieren fällt schwer
ziele werden nicht erreicht
stillstand wie rost

plötzlich ein ruck
der körper erhält spannung
der kopf wird gehoben
die augen gehen auf

schauen mich an
direkt in meine
der ton wird wärmer
heller
klarer

die worte werden freundlich
sprechen mich an
erreichen mich
auch bei mir ein ruck
rost blättert ab

ein gespräch beginnt

Lassen

seinlassen
dalassen
loslassen
in ruhe lassen
sein lassen

andere beeinflussen
reinreden
unangebrachte kritik äußern
urteile fällen

wir meinen es besser zu wissen
wollen andere daran teilhaben lassen
meinen gutmenschen zu sein
und belasten andere nur

warum wissen wir alles besser
warum meinen wir immer richtig zu liegen
warum laufen alle anderen falsch
wieso wissen sie es nicht besser

wir sind egoistisch
unreflektiert
ohne zurückhaltung

dabei ist wertschätzung
die annahme des anderen
ihn so zu lassen
wie er ist
das sein lassen

Schuldig

es lief was schief
vorwürfe gehen hin
vorwürfe gehen her
streit entsteht

versöhnung ist fern
gerade nicht erwünscht
der streit dominiert
will verletzen

einsicht?
was für eine einsicht?
der gegenüber ist schuld
klar, sieht man doch
wie kann man anderer meinung sein

zeit vergeht
aus minuten werden stunden
werden tage
wochen
monate
jahre

abstand entsteht
neue gedanken kommen hinzu
beleuchten dinge anders
beleuchten neu

man reift
reflektiert sich besser
menschen sprechen mit einem
pflanzen neue ideen
neue gedanken

der kopf beginnt zu arbeiten
das gefühl hat sich gewandelt
die erkenntnis keimt
der fehler liegt emotionslos vor einem

schuld war nicht der andere
schuld war man selber
ich war der auslöser

die erkenntnis wiegt schwer
die erkenntnis befreit
ein neuer anlauf ist möglich
es ist nie zu spät

Krank

Du wirst immer stiller
Deine gerade Haltung verschwindet
Dein Selbstbewußtsein ist weg
Du sinkst in Dich zusammen

Dir ist heiß
Dir ist kalt
Deine Augen schauen müde
Du fühlst Dich schwach
Deine Kräfte sind weg

Ich stehe Dir gegenüber
Ich versuche Dich zu stützen
Dich zu halten

Ich kümmere mich
versuche Dich zu verwöhnen
versuche Dir alles abzunehmen
und kann doch nichts tun

Und Du
Du bist mir ausgeliefert
musst Dich mir schwach geben
bist nicht die Starke,
die Du gerne sein würdest
brauchst Hilfe

Kranksein ist Herausforderung
Kranksein ist Lernen
Kranksein ist Schwäche und Stärke zugleich
Kranksein ist hüllenlos
Kranksein hat keinen Schutzschirm

Augen auf…

…wenn wir mit dem Anderen sprechen. Es ist nicht nur das gesprochene Wort, sondern auch die Mimik, die ein Gespräch beeinflusst und in eine Richtung führt.

Achterbahn…

…es gibt Zeiten, da überschlägt sich alles, man steht auf dem Kopf, der Wind bläst einem ins Gesicht, der Magen befindet sich an Stellen, an denen er eigentlich gar nicht sein sollte und dennoch ist ein ganz tiefes gutes Gefühl in allem, was einem Ruhe gibt.

noch nicht fertig

Manchmal ist etwas noch nicht fertig, aber dennoch zu erkennen. Manchmal sind auch noch mehr als Feinarbeiten notwendig, um es letztendlich zu gestalten. Aber der Weg ist klar und das Ziel, so es denn eines gibt, ist definiert.

Einladung
Vernissage zu „Fotografien im Schloss“
Zusammen mit Anne Eickholt stelle ich vom 10.6.-2.9.11 meine bisherigen Arbeiten im Schloss aus. Die Ausstellung ist wochentags von 8-18 Uhr zu sehen.
Ort: Universitätsschloss in Münster, Schlossplatz 2, 48149 Münster – im 2. und 3. Obergeschoss des Nordflügels des Schlosses, Eingang dann rechts halten
Eintritt: kostenlos

Und noch ein aktueller Artikel/Hinweis:
Pfarrblättken 02/2011

für Pferdefreunde

Eigentlich gibt es zu diesem Datum süsse kleine Hasen und Kanickel. Aber nicht bei mir. Trotzdem klein und frisch auf der Erde, Fohlen von den Dülmener Wildpferden. Und weil ich gerne Artikel verteile, anbei zwei neue Artikel zu meiner Arbeit plus einer Einladung zur Ausstellung.

VUB-Aktuell April 2011
Unsere Kirche Nr. 16_2011

Und die Einladung zur Ausstellung

neue Menschen

Die meisten wissen, dass ich seit einem guten Jahr mit einem Menschen (www.sehnsucht-stillen.de) zusammenarbeite, der Fähigkeiten hat, die ein Wissenschaftler nur schwer begreifen kann. Gleichzeitig hat sich bei mir ebenfalls viel getan und ein neuer Weg wurde beschritten, weg von der Wissenschaft. Trotzdem war da immer noch der Wissenschaftler, der sich sagte: „Ok, der Kollege ist ein Ausnahmemensch, vielleicht sogar ein Freak. Beobachte alles genau, damit Du nicht ein schräger Vogel wirst.“ Unsere Treffen waren geschäftlicher Natur mit eingestreuten privaten Gesprächen. Ich war also in einer beobachtenden Position, vielleicht nur zu 95% dabei.
Bis zur dreitägigen Messe in Gießen am vergangenen Wochenende.
Wir haben drei Tage zusammengearbeitet und andere Menschen getroffen, die genauso ticken wie mein Kollege. Keine Menschen, die nach außen irgendwie bekloppt wirken, sondern, die die Gabe haben Menschen durch ihre Art zu berühren. Darunter war eine Musikerin (www.susann-charis.de) die es innerhalb weniger Minuten schaffte, unseren Stand mit Menschen zu füllen, nur weil sie ihre eigenen selbstkomponierten Lieder spielte.

Jetzt stellt sich nicht mehr die Frage: Wo bin ich reingeraten?, sondern vielmehr: Danke.

festhalten

Am Wochenende tauchte die Sportmoderatorin Monika Lierhaus wieder auf, nachdem sie zwei Jahre gesundheitsbedingt abgetaucht war. Zwar etwas hölzern, aber immerhin geht sie weiter. Wieder ein schönes Beispiel, dass man sich Ziele suchen muss, an denen man festhält, um was zu erreichen. Und dann muss man den Weg konsequent gehen, ohne wenn und aber.

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Vergessen

Heute habe ich einen interessanten Artikel zu einer Fotografin gelesen, die keiner kennt. Die sich nie in der Öffentlichkeit bewegte, aber dennoch unglaubliche Bilder erstellte.

Spiegelartikel
Blog

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Verstecken?

Heute habe ich einen interessanten Artikel bei Martin Gommel gelesen. Er handelt davon, dass man Mut haben soll sein eigenes Ding zu machen. Sich zwar der Kritik zu stellen, aber dennoch seinen Ideen zu folgen, auch wenn man Gegenwind bekommt. Der Artikel bezieht sich zwar auf die Fotografie, ich finde aber dennoch, dass er auch auf alle anderen Dinge übertragbar ist.
Also nicht verstecken, machen!

Spinne

Heute war es wieder so weit. Ich hatte eine Veranstaltung an einem Gymnasium in der 7. Klasse zum Thema Spinnen. Der überwiegende Teil der Schüler war offen für die Veranstaltung. Für zwei Mädchen war der Vormittag allerdings eine Qual. Sie hatten Angst vor den Spinnen. Ich muss dazu sagen, dass kein Schüler ein Tier auf die Hand nehmen musste. Schade, dass sich manche Menschen so im Wege stehen.

Zukünftig werde ich am Ende des Textes zum neuen Bild immer einen Downloadlink zu meinen aktuellen Angeboten setzen. Versehen ist dies mit einem Datum, so dass Diejenigen, die regelmäßig hier hereinschauen, schnell merken, wenn es etwas Neues gibt. Für alle anderen gilt: Schaut doch mal rein. Vielleicht ist ja was für Euch/Sie dabei.
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Pferd und drei Bäume

Nur so, weil heute so ein düsterer Tag ist. Denn obwohl der Himmel dunkel ist, wird er in Blickrichtung heller, was auch die ansteigenden Bäume untertützen.

Basics

Weil wir hier gerade so schön über Elton John diskutiert haben (Bild von gestern) hier einmal das was ich für wichtig halte. Und das ist alles in diesem Bild vorhanden.

Ei gelegt

Ich habe nichts dagegen, wenn Menschen Leihmütter bemühen, wenn Homosexuelle Kinder adoptieren. Vieles wird dem Kind, was keine eigenen, körperlichen Eltern hat, gut tun. Sie haben es sicherlich nicht schlecht, vielleicht auch häufig besser als in sogenannten normalen Familien mit Mutter und Vater. Kinder sind flexibel, können sich anpassen. Alles kein Problem.
Womit ich aber ein Problem habe ist, dass Menschen noch im strammen Alter von 63 Jahren meinen ein Kind (Säugling) adoptieren zu müssen, wie unser Herr (Sir) Elton John, das gerade gemacht hat. Wäre er 10, 15 oder gar 20 Jahre jünger, würde ich dazu auch keinen Kommentar abgeben. Es geht mir auch nicht um die Adoption an sich, sondern darum, dass das Kind damit rechnen muss, früh Halbwaise zu werden, da die Lebenszeit unseres brillenliebenden Musikers begrenzt ist. Und hier kommt das eigentliche Problem: Elton John denkt offensichtlich nicht wirklich daran, dass auch sein Leben begrenzt ist. Gut, seine Mutter ist mittlerweile 83 und noch fit, aber davon kann er doch selber nicht ausgehen. Das soll jetzt nicht heißen, dass wir ab Mitte 50 ständig über unseren Abgang nachdenken müssen. Worüber wir aber schon nachdenken sollten ist, ob wir und wie wir Langzeitprojekte, wie die Erziehung eines Kindes, regeln wollen, wenn wir vielleicht das Ende des Langzeitprojektes gar nicht mehr selber erleben. Und ob wir damit dem Kind gerecht werden, dass eine Beziehung zu uns aufbaut. Ja, natürlich kann es Jeden früher als erwartet treffen, aber darum geht es hier nicht, denn die Wahrscheinlichkeit des Versterbens ist Jenseits der 60 sicherlich höher als mit 30 oder 40 Jahren.
Müssen wir also alles tun, nur weil wir es können? Ist da nicht zu viel Egoismus im Spiel? Egoismus auf Kosten Anderer, unserer Kinder? Auch wenn Elton eine Dame hat, die die wirkliche Arbeit mit und an dem Kind durchführt, baut das Kind zu ihm eine Beziehung auf.
Na, vielleicht hat er ja Glück und sein Kind geht irgendwann mit ihm neue Brillen kaufen.

Jahresende

Langsam neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. Viel ist passiert in diesem Jahr. Viel ist umgestellt worden, viel hat sich verändert. Dinge sind neu ausgerichtet worden, mit manchen Dingen haben wir, habe ich, abgeschlossen. Viel Arbeit war dieses Jahr zu tun. Nicht nur fachlich, sondern auch im Kopf. Wir, ich, haben aber auch viel geschafft. Sind ein gutes Stück weiter gekommen. Und genau deshalb ist jetzt bis zum Jahresende auch mal Zeit alles zu reflektieren, zu Ruhe zu kommen. Kraft zu tanken, damit wir im kommenden Jahr durchstarten können.
Ich habe schon mal angefangen das Tempo rauszunehmen und meinen Wecker auf eine Stunde später gestellt. Nur ein kleiner Schritt, aber irgendwie muss man ja anfangen.

Und hier noch ein Link, der sich lohnt anzusehen: Die Kunst Abschied zu nehmen

schwarzäugige Susanne

Mich fasziniert diese Blüte. Sie ist mit ihrem schwarzen Mittelpunkt ein dunkles Loch, in das man hingesogen wird, in dem man keinen Grund sieht, kein Ende.