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Welle

alles glatt
silbrig glänzend
still, ohne ton
ohne orientierung

von irgendwo kommt eine lufthauch
irgendwo entstand er
der grund ist unbekannt
unwichtig

kraft wächst
türmt sich auf
formt linien
rollt, läuft los

reißt mit
zermalmt
zerstört
unbremsbar

zum wasserberg gesellt sich der ton
begleitet ihn
untermalt seine kraft
kraft und posaunenchor

dann ein kleines ereignis
die kraft wird instabil
beginnt zu schwanken
bricht, schlägt über, stirbt

und das nur, weil
ein paar sandkörner
sich sanft ansteigend
zusammengelegt haben

das ufer

Reisen

…denken wir an Reisen, denken wir andere Orte, andere Kulturen. Denken wir an Sommer, Sonne und Flugreisen zu anderen Kontinenten. Es gibt aber auch die Reisen in das eigene Ich. Manchmal ist man überrascht auf was man da alles stösst. Dafür gibt es auch Reiseleiter! Diese Reisen kann man buchen, aber nicht in einem Prospekt.

Urlaub

Es gibt auch bei uns bunte Gegenden, die so völlig anders aussehen, als der Vorgarten unseres Nachbarn, wo auch die Menschen anders ticken, als in unserem Wohnort und wo auch das Essen anders schmeckt, die Luft anders riecht, die Sonne anders scheint und die Geräusche anders klingen. Manchmal ist das gar nicht weit entfernt.

Gemüse

Können wir nicht akzeptieren, dass es bei uns Gemüse, Obst etc. nur zu bestimmten Zeiten gibt? Müssen wir Erdbeeren im Januar haben, Gurken aus Spanien importieren etc.? Wir haben das große Glück, dass unsere Hygienestandards relativ hoch sind. Wenn wir auf unsere Gier nicht verzichten können, dann brauchen wir auch keine Hygienevorschriften, weil wir dann auf andere Länder zugreifen. Wie blöde sind wir eigentlich? Die Konsequenzen zeigen sich ja aktuell mal wieder.

Fahrradliebhaber

Manche Menschen finden ihr Rad so toll, dass sie es ins Fenster stellen. Das Bild stammt allerdings nicht aus der Fahrradhauptstadt Münster.

geklebt

Beim Makrofotokurs am vergangenen Wochenende in den Rieselfeldern Münsters haben die abgehärteten Kursteilnehmer in klirrender Kälte sich wieder an kleinen Strukturen versucht. Hut ab für so viel Einsatz, an einem Sonntagmorgen, um 8 Uhr!, bereits draußen zu sein. Dabei haben wir auch diesen festgeklebten Samen gefunden und fotografiert. Und weil gleich noch die Sonne rauskommt, bin ich heute mal unterwegs und werde meinen Schreibtisch gegen den Botanischen Garten in Münster tauschen. Morgen soll es ja schon wieder regnen.
Also einen schönen Tag allerseits.

Zimmer auf Achse

Auch, wenn der Gedanke in einem nicht beheizten Raum zu sitzen, momentan noch zum frösteln führt, wird es bald wieder soweit sein. Was ist der Reiz an dem fahrbaren Zimmer? Freiheit, Draußen sein, Mobilität?

Ein interessanter Artikel dazu im Spiegel mit weiteren Bildern.

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geparkt

Gestern ist der Fahrer, der vor 1,5 Jahren in einen Schützenvereinsumzug gefahren ist und dabei 3 Menschen getötet hat und Dutzende schwer verletzt hat, zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Er geht wieder nach Hause. Jetzt sitze ich hier, bin zum Glück nicht betroffen und überlege, wie die Witwen mit dem Urteil umgehen. Sie gehen vielleicht über die Straße und sehen dort den Menschen, der den eigenen Mann überfahren hat.

Vielleicht hat er nur einen Ausraster gehabt, vielleicht ist einmal eine Sicherung durchgebrannt. Was bei ihm vielleicht nie wieder vor kommt, hinterlässt bei Anderen eine lebenslange Spur. Natürlich ist das Geschehene nicht wieder umkehrbar, man kann es auch nicht wieder gut machen. Es ist wie es ist. Sicherlich hat der Beschuldigte auch eine ziemliche Last zu tragen. Er hat sicherlich auch seine Tat bewertet, hat seinen Führerschein abgegeben, wird nie mehr als Fahrer in ein Auto steigen.

Aber, und das frage ich mich in diesen Situationen: Ist unser Rechtssystem in diesen Fällen wirklich in der Lage „Recht“ zu sprechen? Ich habe keine wirkliche Antwort darauf, aber es bleiben Fragen und ein ungeklärtes Gefühl.

Passagiere

Ein Bild an alle Passagiere, die irgendwo auf einem Flughafen oder einem Bahnhof warten müssen, weil sie nicht nach Hause kommen.

Reportage

Heute ist bei Martin Gommel ein Beitrag über mich erschienen. Ich möchte hier gerne darauf verweisen, besonders auf die Kommentare.

Wochenendeinstimmung

Da am Wochenende unsere herbstliche Ausstellung (Münster-Nienberge, St. Sebastianpfarrheim) zum Thema „Vergänglichkeit“ stattfindet, hier schon mal ein Bild, was zum Thema passt. Erschreckt nicht, auch auf der Ausstellung wird es vielleicht einen Tabubruch geben.
Abgebildet ist ein Maikäfer, der im Kühlergrill sein Ende gefunden hat.

Unfall…

…zum Glück nicht von mir. Geschehen zwischen Münster-Nienberge und Häger. Ich habe schon drei Rehe dort gefunden. Dort ist ein Wechsel, den die Rehe leider nicht verstehen und da die Autofahrer auf der leicht abschüssigen Straße richtig Dampf machen, knallt es ab und an. Nicht nur für die Rehe ein Problem!

Stein im Wasser

Manchmal steht man an einem Punkt, wo man Dinge ändern muss. Natürlich spricht man vom Fels in der Brandung. Der Fels der jedem Unwetter trotzt. Nur, ist Jemandem mal aufgefallen, dass sich Küstenlinien permanent ändern. Der Fels nutzt sich ab, wird kleiner, wird gesprengt, wird abgerieben.

So ist das auch mit uns. Wir sind wie Felsen, groß, meinen die Welt ändern zu können, liegen im Weg, haben Einfluss. Viele werden im Laufe des Lebens auch nur angeschliffen, oder ein wenig abgerieben. Andere dagegen werden gesprengt, werden auf Schlag (einschneidenes Erlebnis) klein, werden geteilt, oder große Stücke werden abgesprengt. Dann werden sie von den Wellen rumgestossen und verfrachtet. Auf einmal sind sie nicht mehr da, wo sie standen. Jetzt müssen sie sich neudefinieren, denn aus einem Küstenfelsen ist vielleicht ein Stein in einem Acker geworden.

Letztlich wird aus jedem Felsen irgendwann ein kleines Sandkorn. Unwichtig, unauffällig, unbedeutend als Einzelnes.

A1 bei Nacht

Heute mal Bild aus der Nacht, zugegeben nicht aus dem Sommer, sondern aus dem Winter, weil dann die Nächte dunkler sind.

Fotoschnecke

Fotografie hat bei mir immer was mit Zeit zu tun. Drauflos ballern geht, bringt meist aber nur Ausschuss. Zeit nehmen, sich Zeit geben, nur das bringt es bei mir. Wenn ich also fotografiere, nehme ich mir Zeit, mindestens eine Stunde, nach Möglichkeit mehr. Sich Einsehen, sehen lernen und ein Gefühl entwickeln, ist mir wichtig. Das geht dann schon in Richtung Arbeit, ist aber auch gleichzeitig Entspannung.

Das Bild wurde am 31.10-1.11.2010 auf der Gruppenausstellung der Freien Künstler Nienberge in Münster gezeigt. Thema der Ausstellung: Vergänglichkeit.

Beine am Wegesrand

Bei einer Fahrradtour habe ich diese tote Katze am Wegesrand gefunden, ohne danach zu suchen. Überfahren, getötet und vergessen. Ich muss mich da einschließen, aber wieviele Lebewesen wir so nebenbei umbringen ist schon erschreckend. Vielleicht deshalb hier einfach mal ein Bild zum nachdenken, ohne Zeigefinger.

Das Thema Tod und Einsamkeit wird mich nicht loslassen. Es macht Angst und ist faszinierend zugleich. Weiterlesen…

Das Bild wurde am 31.10-1.11.2010 auf der Gruppenausstellung der Freien Künstler Nienberge in Münster gezeigt. Thema der Ausstellung: Vergänglichkeit.