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Pastor

hirte
geistlicher
tröster
mann

sonntag
messe
menschen schauen ihn an
hören ihm zu

blicken auf
nehmen mit
seine worte
für die woche

die messe ist aus
sie gehen
er schaut ihnen nach
bleibt allein

die frau
seine stille sehnsucht
bleibt
unerreicht

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Kommunikation

reden
meinung sagen
ideen haben
meinung haben

schweigen
mauer aufbauen
verharren
stehen bleiben

veränderung wollen
zulassen
mut haben
mauern einreißen

sümpfe trocknen
neue wege gehen
neue wege bauen

schweigen
leiden für viele
lohn für wenige

sprechen ist
kampf
manchmal krieg
manchmal tod

mut zum eigenen tod
um dinge zu ändern
um frieden zu gewinnen

nur ein nichtwissender Bürger

ein präsident der den friedensnobelpreis erhält
und menschen hinrichten lässt

ein papst der verhütung verhindert
und krankheiten verbreitet

ein konzern der uns gesundheitsbetreffende informationen vorenthält
um seinen umsatz zu maximieren

ja ich bin nur ein bürger
ja ich habe keinen einblick
in das was dort gemacht wird
erkenne zusammenhänge nicht
erkenne abhängigkeiten nicht
weiß nicht wo der sinn liegt
warum so entschieden wird

ich weiß auch nicht
ob ich mit meiner kritik
vielleicht sogar mehr schaden anrichte
ob der kollateralschaden
akzeptabel ist
um das große ganze zu erreichen

hier ist es wieder
das grau
die kompromisse die stattfinden

in diesem fall bin ich mir aber nicht sicher
ob der kompromiss
nicht schlecht ist
und ob macht
nur für wenige taugt
die damit tatsächlich umgehen können
weil sie unabhängig sind
und auch so entscheiden
und weil bei allem
der mensch im focus steht

Puppe

kindertraum
kinderwunsch
kinderliebe
kindersehnsucht

mitgeschleppt
hinterhergezogen
bettnachbar
seelentröster

bearbeitet
geschlagen
vernachlässigt
weggeworfen

zimmerecke
dachboden
mülleimer
müllkippe

andere wieder gefunden
ein platz gefunden
erhalten
bewahrt

warum werde ich den eindruck nicht los, dass es manchem kind genauso wie der puppe geht?

Schuldig

es lief was schief
vorwürfe gehen hin
vorwürfe gehen her
streit entsteht

versöhnung ist fern
gerade nicht erwünscht
der streit dominiert
will verletzen

einsicht?
was für eine einsicht?
der gegenüber ist schuld
klar, sieht man doch
wie kann man anderer meinung sein

zeit vergeht
aus minuten werden stunden
werden tage
wochen
monate
jahre

abstand entsteht
neue gedanken kommen hinzu
beleuchten dinge anders
beleuchten neu

man reift
reflektiert sich besser
menschen sprechen mit einem
pflanzen neue ideen
neue gedanken

der kopf beginnt zu arbeiten
das gefühl hat sich gewandelt
die erkenntnis keimt
der fehler liegt emotionslos vor einem

schuld war nicht der andere
schuld war man selber
ich war der auslöser

die erkenntnis wiegt schwer
die erkenntnis befreit
ein neuer anlauf ist möglich
es ist nie zu spät

Kill Team

Ich bin sicherlich kein Befürworter für irgendeine Art der Kriegsführung. Generell halte ich sie für überflüssig. Das gilt für beide Seiten. Wenn Menschen sich vernünftig verhalten, gibts keinen Grund für Gewalt. Andererseits gibts auch schon Gewalt zwischen Kindern und Gewalt scheint zum Menschen dazu zugehören, wenn wir uns die Geschichte ansehen. Auch unsere nächsten biologischen Verwandten sind nicht alle im Kloster groß geworden. Wobei wir, glaube ich, das Thema Kirche hier mal ganz schnell außen vor lassen! Sonst holt mich noch die Inquisition.
Jetzt wird in den Medien gerade das Kill Team aus Afghanistan thematisiert. Eine Art Exzess der Gewalt, indem Zivilisten einfach ermordert werden.

Mmh, aber wundert uns das wirklich? Da werden häufig junge Soldaten in einen Einsatz geschickt, in dem sie jede Minute damit rechnen müssen, dass neben ihnen eine Bombe hoch geht. Sie über Wochen oder sogar Monate unter dauerhaftem Stress stehen, den sie kaum abbauen können. Es reicht nämlich nicht, dass man als Soldat nach Dienstschluss in die Muckibude geht, um dort sein aufgestautes Adrenalin an Hanteln abbaut. Die meisten dieser jungen Männer und Frauen sind in der Phase, wo sie eigentlich, biologisch betrachtet, eine Familie gründen sollten, stattdessen wissen sie nicht, ob die hübsche Frau mit den bernsteinfarbenen Augen und dem langen schwarzen Haaren, die ihnen auf einer Straße im Einsatzgebiet entgegenkommt und die so nett lächelt, nicht vielleicht doch einen Sprengstoffgürtel an ihren einladenen Hüften trägt.
Ein Grundbedürfnis des Menschen nach Vertrauen wird hierbei vollständig untergraben, da ich den Gegenüber nicht einschätzen kann. Generell muss ich nämlich davon ausgehen, dass ich über die Straße gehen kann, ohne das mir einer die Vorderzähne raushaut. Sonst kann ich ja nicht mal bis zur Post gehen, um meine Brief in den Briefkasten zu werfen.

Was folgert nun daraus: Wer sich über das Kill Team aufregt, sollte grundsätzlich beide Seiten betrachten, denn es sind beide Seiten an einem Exzess schuld und beide Seiten sind auch Opfer oder halten sich zumindestens dafür. Ja, und natürlich habe ich auch keine Lösung dafür, wenn es so Machthaber wie Gaddafi gibt, die als Einzelperson es schaffen ein ganzes Volk in den Abgrund zu stoßen. Es gibt sicherlich auch keine Werte innerhalb des Krieges, wie beispielsweise Schießen ist erlaubt, aber nicht den Gegner anspucken oder treten. Auch das funktioniert nur eingeschränkt. Vielmehr sollten wir wieder an uns selber arbeiten und versuchen Menschen mit humanen Werten auszubilden und das beginnt schon in der Erziehung. Wenn ich meinen Kindern den rumbrüllenden, schlagenden Vater vorlebe, kann ich nicht erwarten, dass sie in ihrem Erwachsenenleben, die Lämmer sind.
Es ist nicht das Kill Team was uns aufregt. Es sind wir selber!

Aufstehen

Gestern Abend war ich auf einem Vortrag eines Freundes und Geschäftskollegen. Er hat viele Jahre in der Kirche gearbeitet und viel bewegt. Die Kirche hat es letztlich nicht gesehen, was er alles bewirkt hat, welche Qualität er in die Gemeindearbeit eingebracht hat und ließ ihn gehen. Und nicht nur das, sondern hat ihn eher rausgetrieben, weil die Zustände für ihn nicht mehr akzeptabel waren. Er wurde immer kränker aufgrund der Situation.
Viele Abende haben wir immer wieder dieses Thema besprochen, versucht eine Linie hineinzubekommen, vielleicht sogar eine Lösung zu generieren. Letztlich reifte in ihm der Entschluß einen Vortrag zu den Mißständen in der Kirche zu halten. Öffentlich auszusprechen, was bisher hinter vorgehaltener Hand, im Hinterzimmer, getuschelt wurde. Als Ort hat er den Raum gewählt, den ihn belastet hat, nämlich seine eigene Ex-Gemeinde. Er hat sich als Einzelperson in seinem Vortrag vielen Menschen gestellt. Die Gefahr war groß, dass der Konflikt eskalieren würde. Alleine hätte er dann einer Menschenmenge gegenüber gestanden. David gegen Goliath.
Das Gegenteil ist eingetreten. Der Saal war gut zu 2/3 gefüllt. Viele Interessierte folgten seinen Ausführungen. Wer fehlte waren die Menschen der Kirchenleitung.
Viele haben es nicht geschafft einem Einzelnen gegenüber zu treten.
In meinen Augen hat er den Konflikt für sich entschieden und das wissen jetzt auch die Menschen in der Gemeinde. Wie kann eine Gemeindeleitung jetzt noch ihre Gemeinde leiten?

Verwunschen?

Ein wenig wie eine Geschichte kommt mir dieses Foto vor. Aufgenommen am vergangenen Freitag auf einem Friedhof in Havixbeck bei starkem Schneefall. Irgendwie gehen mir gleich zig Geschichten durch den Kopf, die man zu diesem Bild erzählen könnte. Vielleicht ist es aber auch gar nicht von mir, sondern ist ein altes Bild, das ich auf dem Dachboden gefunden habe. Alles ist möglich.

Ach ja, die Lösung des Quizes des vergangenen Wochenendes: Straßenlaterne bei Nacht ist richtig.

Ort der Vergänglichkeit

Und heute mal ein erstes Bild der kommenden Ausstellung im Kath. Pfarrheim in Münster-Nienberge vom 30.10. bis 1.11.10. Auch wenn die kommende Ausstellung aufgrund des Themas „Vergänglichkeit, Veränderung“ Manchem etwas schwer anmuten wird, wird es dort zahlreiche interessante und provozierende Darstellungen geben, die vielleicht auch mal ein Tabu berühren, wenn es um den Tod geht. Ich für mich halte die Annäherung oder die Brechung von Tabus bei sensiblen Themen für notwendig, weil nur so eine Diskussion zustande kommt.
Ich bin gespannt auf die Reaktionen.

Das Bild wurde am 31.10-1.11.2010 auf der Gruppenausstellung der Freien Künstler Nienberge in Münster gezeigt. Thema der Ausstellung: Vergänglichkeit.

Kuh

Durch die frontale Ansicht der Kuh, erscheint sie schon ein wenig dösig, oder?

Friedhofausstattung

Neben den Gräbern, die natürlich auf einen Friedhof gehören, findet man an allen Ecken und Enden auch Handwerkszeug, was manchmal versteckt (hinter dem Grabstein) oder ganz offiziell, wie auf dem Bild, an Ort und Stelle drapiert wird.

Andere Seite von „schlicht“

Als ich das Bild vom Kreuz (5.7.) eingestellt habe, habe ich nachmittags eine Mail von einer Freundin bekommen, die das Bild ebenfalls aufgenommen hatte. Da wir beide in der selben Kirche waren, gibts heute das andere Bild dazu, nämlich nicht zum Kreuz hin, sondern vom Kreuz weg.