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13.03.2012 von Mat an Alex

aber genau das
ist der unterschied
wir sind teil der natur
können aber reflektieren

wir sind selbstbestimmt
können erkennen
was ist gut
was ist muster

und können entscheiden
das muster verfolgen
es ablehnen
es ändern

um einen neuen
weg zu gehen
um der evolution
eine andere richtung
zu geben

wir wissen nicht
wohin das führt
wo wir hingehen
was aus uns wird

verharren wir aber
in alten mustern
sind wir schaben
spatzen auf dem dach

dann haben wir nichts
gelernt
uns nicht entwickelt
dann ist alles farce

dann ist kunst
theater
ein leeres spiel
ohne ehrliche erkenntnis

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Geld oder Leben

wir müssen essen
wir müssen wohnen
müssen zum arzt
sichern uns ab
haben hobbys

geld macht das möglich
fehlendes geld führt zu engpässen
führt zu abhängigkeiten
führt zu schieflagen

das geld bekommen wir beim job
wir geben arbeitskraft
und erhalten im tausch
geld

kein job kein geld
ein guter job, vielleicht viel geld
ein angenehmer job, leicht verdientes geld
ein stressiger job, hart verdientes geld

geld bekommen wir nur im tausch
wir geben kraft
nerven
und manchmal gesundheit

wieviel zugeständnisse ist uns das geld wert
wie wichtig ist uns wohlstand
und wie wichtig ist uns dafür die tauschbedingung
wo liegt die schmerzgrenze

du hast einen stressigen job
du gehst immer wieder an deine grenzen
deine körner werden häufig komplett verbraucht
du kommst nach hause, nur um zu schlafen

der job bleibt nicht auf der arbeitsstelle
du nimmst ihn mit nach hause
er füllt deinen kopf
er füllt deine nacht
unbezahlte arbeit nach dienstschluss

jetzt sind wir zusammen
du erzählst mir vom job
ich sehe wie müde du bist
du frierst

vielleicht ist partnerschaft die lösung
du musst es nicht alleine mit dir ausmachen
du hast in mir ein ventil
kannst last abgeben

partnerschaft heißt teilen
nicht nur gutes
nicht nur last
auch verantwortung

verteilen von last auf vier schultern
um den eigenen druck zu reduzieren
um die gesundheit zu bewahren
um raum zu haben für sich und uns

Freundlichkeit

mürrisches gesicht
nuschelnder ton
nach unten gesenkter kopf
kurze gehackte antworten

der kontakt ist schwer
ein gespräch kaum möglich
ein ungutes gefühl liegt in der luft
harmonie ist nicht zu erkennen

themen können nicht besprochen werden
organisieren fällt schwer
ziele werden nicht erreicht
stillstand wie rost

plötzlich ein ruck
der körper erhält spannung
der kopf wird gehoben
die augen gehen auf

schauen mich an
direkt in meine
der ton wird wärmer
heller
klarer

die worte werden freundlich
sprechen mich an
erreichen mich
auch bei mir ein ruck
rost blättert ab

ein gespräch beginnt

Gemecker

Gemecker hier
Gemecker da
wir kritisieren
wir lehnen ab

alles ist falsch
die Anderen machen Fehler
unsere Mitmenschen sind unfähig

irgendwie passt nichts richtig zusammen
irgendwie verstehen die Anderen nichts
irgendwie sind alle blöde

nur wir liegen richtig
nur wir machen keine Fehler
nur wir haben den richtigen Gedanken
nur wir verstehen was los ist

Mag alles sein,
aber das Gefühl dazu ist schlecht,
oder wer fühlt sich dabei gut?

Ist das auch Gemecker?

Grafik

Heute mal eine einfache Grafik und eine Einladung zur Vernissage am Freitag 15.7.11

Münster 15.07.-30.07.2011 Ausstellung zum zweijähriges Bestehen des Quartierstützpunktes im La Vie (Gievenbeck)
Einladung

keine Mondfinsternis

…zwar keine Mondfinsternis aber auch Farben, die am Himmel zu sehen sind. Die Wolken haben es im Münsterland verhindert, dass wir einen „Blutmond“ sehen konnten. Tja, aber es gibt ja auch andere himmelsgebundene Farben!
Allen ein schönes Wochenende

Nur ein Gänseblümchen?

Sie stehen zu hunderten auf den Rasen unserer Vorgärten rum. Jeder läuft über sie weg, tritt drauf und nimmt sie nur als Punkte auf unserem Rasen war. Beim nächsten Rasenschnitt werden sie geköpft, nur um wenig später an anderer Stelle wieder zu blühen. Nichts Außergewöhnliches, denkt man. Wir schauen gar nicht mehr richtig hin. Sie sind eine Massenware.
Trotzdem schön, wenn man sich einmal zu ihnen runter bückt.

Randerfahrung

Ränder sind Grenzen. Manchmal können wir über die Grenze hinwegsehen, manchmal nicht. Grenzen können einengen oder uns ermutigen diese zu durchbrechen. Grenzen können Tabus sein, Grenzen können Regeln sein, die uns Halt geben. Was aber allen Grenzen gemein ist: Danach wird es anders, neu.

Fassbar

Vor ein paar Tagen stand in Spiegel-Online eine Studio über die Möglichkeit in die Zukunft zu sehen. Ein niederländischer Wissenschaftler hatte statistische Belege gesucht, um die Möglichkeit der Präkognition zu beweisen. Andere Wissenschaftler haben dagegen argumentiert.

Nach meinen Erfahrungen der letzten Monate sehe ich viele Dinge anders. Ich musste und durfte lernen, dass es Dinge gibt, die wir nicht so ohne weiteres wissenschaftlich beweisen können, auch wenn uns das lieber wäre, weil dadurch vieles greifbar/fassbar wird. Meiner Meinung nach werden in dieser Studie Birnen mit Äpfeln verglichen, da wir ein Grenzphänomen wahrscheinlich gar nicht mit unseren gängigen naturwissenschaftlichen Messmethoden „beweisen“ können. Wir wissen ja nicht mal, ob wir uns überhaupt noch im naturwissenschaftlichen Bereich aufhalten. Auch gilt es zu überlegen, ob wir alles wissenschaftlich untermauern müssen, oder ob es Phänome gibt, die sich außerhalb dieses Bereiches befinden, die vielleicht genauso real sind, aber vielleicht nicht für jeden zugänglich sind und damit auch nicht naturwissenschaftlich beweisbar sind.

Ein kleines Video dazu von Ryan Woodward.

Dichte Zeiten…

…können die Dinge anders erscheinen lassen. Wir haben immer wieder Zeiten im Leben, in dem alles dicht ist, wir kaum Zeit haben, anzuhalten, um einmal in Ruhe nachzudenken. Manchmal ist es wie im Teufelskreis. Wir drehen uns immer schneller, aber anhalten können wir nicht. Dann müssen wir ausbrechen, um uns unser Leben einmal von Außen zu betrachten.
Ähnlich wie dieses Bild. Es ist nicht nachbearbeitet. Die Farben kommen zustande, weil ich einen Sonnenaufgang mit einem 600mm Objektiv fotografiert habe. Teleobjektive verdichten die Atmosphäre scheinbar. Und dabei kam diese Farbveränderung zustande.

bunte Muscheln

Momentan ist es etwas weiß, grau, schwarz draußen, was durchaus seinen Reiz hat. Dennoch möchte ich Euch ein buntes Bild schicken. Muscheln am Strand.

durchscheinend

Ein Bockkäfer, der nur als Schatten durch ein Blatt sichtbar wird. Sind alle Dinge vollständig sichtbar oder stehen sie hinter einer Wand und lassen nur die Informationen durch, die sie weitergeben wollen? Keiner weiß wirklich welche Farbe der Käfer hatte, warum er hier herumlief, ob er Hunger hatte oder nicht.

Saisonende

Saisonende ist auch Ausstellungsende.

Das Bild wurde am 31.10-1.11.2010 auf der Gruppenausstellung der Freien Künstler Nienberge in Münster gezeigt. Thema der Ausstellung: Vergänglichkeit.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die am vergangenen Wochenende unsere Gruppenausstellung besucht haben. Mit über 400 Besuchern in zweieinhalb Tagen kann man wohl von einem Erfolg sprechen. Viele tolle Gespräche wurde geführt.

dampfender See

Heute ein Bild der dampfenden Möhne im Sauerland (NRW).
Gerade hatte ich zwei Kinderveranstaltungen, da sehnt man sich anschließend nach Ruhe, wie wir es am Vormittag auf der Möhne vorgefunden haben. Morgens ist es doch meist am Schönsten draußen, wenn da nicht dieser Schweinehund wäre, der sich um die Beine wickelt, die Hände festhält und den Kopf ins Kissen drückt.

Sonnenuntergang

Jaja, ich weiß, schon tausend mal gesehen, schon millionenfach fotografiert. Trotzdem muss eine „Massenware“ deshalb nicht schlecht sein. Mir gefällts zumindest.

Wind und Sonne

Da es gerade draußen kalt wird, mal ein windiges und sonniges Foto aus dem diesjährigen Sommer von der Alp Flix. Der Arbeitsplatz der Sennerin.

…nicht immer über die aktuelle Situation meckern, sondern auch mal an schöne Dinge erinnern. Ist ja nicht alles schlecht, oder?

zu neue Ufern

Gestern habe ich mit wirklich guten und alten Freunden zusammengesessen, vorgestern habe ich mit einem Nochbekannten, der mal ein Freund werden wird, ein längeres Telefonat geführt. Wir sind alle, ich wage es kaum zu sagen, im Mittelfeld unseres Lebens unterwegs. Es sind grundverschiedene Menschen, die einen Naturwissenschaftler, der Andere ein Geistlicher. Interessant war, und da muss ich mich einschließen, dass wir alle an einem Punkt sind, wo wir unseren Status quo überdenken. Es stellen sich Fragen wie:
– Machen wir so weiter, wie bisher?
– Meinen wir jetzt aufsteigen zu müssen, um mitzumischen?
– Entscheiden wir uns dagegen (Aufstieg) und riskieren damit freakig zu werden, weil wir angebliche Chancen nicht nutzen?
– Was sind unsere Prioritäten?

Verschiedene Menschen am gleichen Punkt.

Das krasse Gegenbeispiel heute im geschäftlichen Bereich. Ein langjähriger Geschäftsfreund, unwesentlich älter als wir, hat sich offensichtlich gegen diese Überlegungen entschieden. Wird von der Verwaltung gedrückt und traut sich nicht dagegen anzugehe. Dafür leidet seine Gesundheit.

Ist es das, was wichtig ist: sicheres Gehalt, sichere Rente? Oder sind dann doch menschliche, idielle Aspekte wichtiger, dafür vielleicht finanzielle Sorgen, die man in Kauf nehmen muss. Dieser Gedanke ist vielleicht zu kurz gegriffen, vielleicht zu platt, sicherlich. Tina Dico schreibt von vielen tausend Grauschattierungen zwischen schwarz und weiß.

Aber ich für mich habe mich entschieden und daran arbeite ich. Mein beruflicher Wandel findet dieses Jahr statt, mit all seinen finanziellen Risiken und mit meinen Kindern, die das letztlich mittragen müssen. Meine Prioritäten setze ich neu, auch in menschlicher, idieller Hinsicht. Diese Seite ist davon ein Teil.

Salomonssiegel

Da ich nicht wußte, warum die Pflanze so heißt, habe ich mal Google befragt und einen interessanten Text gefunden:

„Der Salomonssiegel wird in zahlreichen Mythen als zauberkräftige „Springwurz“ beschrieben, die die Macht besitzt Quellen aus Felsen springen zu lassen, alle „geisterfest“ versiegelten Türen zu öffnen und verborgene Schätze zu heben, selbst wenn diese von Ungeheuern bewacht wurden. Nicht jede Weißwurz besitze jedoch diese Zauberkraft, nur bestimmte Vögel, wie der Specht oder der Wiedehopf fänden die zauberischen Wurzeln.

Auch König Salomon himself wusste um die geheimnisvolle Macht der Zauberwurzel und sprengte mit ihrer Hilfe einen Felsen, der ihm beim Tempelbau im Wege stand. Ein Kuriosum am Rande: Da die Springwurz auch im Ruf stand Fesseln und Eisenketten zu sprengen war es per Erlass bis in 16. Jahrhundert Gefangenen verboten die Wurzel zu verwenden.

Auf die Springwurz werde man auch aufmerksam, weil an der Pflanze Sensen zerschellen und vorbeilaufenden Pferden die Hufe abspringen.

Bei den Kickapo-Indianern Nordmexikos galt eine Salomonssiegelart als wichtigste magische Pflanze. Sie durfte nur vom Clanführer gesammelt werden, der sie zum Neujahrsfest an die Stammesmitglieder verteilte, um diese vor Krankheit und Unglück zu schützen. Die Wurzel hatte auch die Aufgabe Paare stärker miteinander zu verbinden.

Im Zentraleuropäischen Volksbrauchtum kannte man einige Verwendungen des Salomonssiegels:
Man vergrub den Wurzelstock des Salomonssiegels unter dem Futtertrog im Viehstall, um Unheil fern zu halten. Im Fichtelgebirge wurde im 18 Jahrhundert der pulverisierte Salomonssiegel zusammen mit zermalenen Schneckenhäusern als Mittel gegen Viehseuchen eingesetzt.“
aus Pflanzenrad

Unfall…

…zum Glück nicht von mir. Geschehen zwischen Münster-Nienberge und Häger. Ich habe schon drei Rehe dort gefunden. Dort ist ein Wechsel, den die Rehe leider nicht verstehen und da die Autofahrer auf der leicht abschüssigen Straße richtig Dampf machen, knallt es ab und an. Nicht nur für die Rehe ein Problem!

Lüneburger Heide im Morgenlicht

Einfach nur eine schöne Landschaft im warmen Morgenlicht. Ruhe, Ruhe und noch mal Ruhe. Übrigens gibt es da wirklich kleine Orte, wo fast nur Kutschbetrieb stattfindet. Natürlich ist die Autobahn nicht fern, aber innerhalb dieser Orte ist doch viel Gemütlichkeit zu finden.

Landschaft im Abendlicht

Heute ein Bild der Alp Flix aus Graubünden, unserem diesjährigen Urlaubsort. Eine wunderschöne Forschungsalm mit wenigen Bewohnern, dafür unglaublichen Blumenwiesen. Es gibt Ruhe, Stille satt und viel zu sehen, wenn man genau hinsieht. Naturschutz steht hier an erster Stelle. Da ich mit den Kindern in eine neue Welt eingetaucht bin, die sie in dieser Form nicht kannten, auf der Alp gibt es gar keinen Wohlstandsluxus (ein Glück), ergab sich für die Kinder schnell die Möglichkeit neue Rituale für die Tagesabläufe zu gestalten.

Herbstzeit ist Erntezeit

Auch wenn das Wetter mal wieder besch… ist, mal ein Foto aus einem Getreidefeld. Wenn man jetzt so durch die Felder fährt, die meisten sind ja schon abgerntet, fallen einem die ersten bunten Blätter an den Bäumen auf. Das Jahr geht schon wieder zu Ende!

freie Sitzposition

Ich könnte das nicht, so frei irgendwo auf einem Seil zu sitzen. Andererseits muss ich das auch nicht, wobei manche Aktion schon ein ziemlicher Drahtseilakt ist.

Welcher Weg?

Da steht man an einer Stelle und muss sich für einen Weg entscheiden. Erst geht man, geh ich auf einer zweispurigen Straße, die dann zu einem einfachen Weg wird. Vorher ging man, geht man einfach. Dann auf einmal ist der Weg schmaler, es gibt Niemanden den man anschaut, man horcht in sich rein, versucht eine Zwiesprache mit seinem eigenen Selbst und merkt wie unsicher man ist. Nicht, dass vorher jeder Weg besprochen wurde, meistens reichte ein Blick und der Weg war klar. Und jetzt? Woher kommt die Sicherheit?