Hier stelle ich Bilder ein, die ich einfach gelungen finde. Sie müssen keinen tieferen oder schweren Hintergrund haben. Sie sind einfach nur da.

Messe Leben & Tod in Bremen

Hallo zusammen,

ein tolles Wochenende liegt hinter uns und wir haben viel geschafft. Neben einem Messestand, Vortrag und Workshop, konnten wir zahlreiche Gespräche mit vielen Besuchern führen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Der Messeleitung gebührt unser Dank für ihre endlose Geduld. Wir kommen im nächsten Jahr wieder.

Messe Leben & Tod 2017

Gruß Martin

Bücher und Gesuche

Ich darf Ihnen meine Bücher hier einmal ans Herz legen.
Trauer

 

Amazon – In meiner Trauer (erschienen 2010)

 

200px17Jahre

 

Amazon – 17 Jahre wir (erschienen 2012)

 

Umschlag-Hardcover.indd

 

Amazon – 17 Years we (erschienen 2013)

 
 

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Co-Autor
Amazon – FrühlingsErwachen (erschienen 2013)

 

 

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Co-Autor
Amazon – Eine bunte Mischung Lebensgeschichten (2013)

 

 

Männer gesucht!
Für ein Fotoprojekt suche ich Männer, die keine Angst haben, sich in ihrer Trauer fotografieren zu lassen. Aber vielleicht lest Ihr kurz den Zeitungsartikel dazu:
Westfälische Nachrichten 27.3.13
Center TV
Und bitte teilt und verbreitet diese Suche.

Angebote

Ich darf Ihnen meine Bücher hier einmal ans Herz legen.
Trauer

 

Amazon – In meiner Trauer (erschienen 2010)

 

200px17Jahre

 

Amazon – 17 Jahre wir (erschienen 2012)

 

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Amazon – 17 Years we (erschienen 2013)

 

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Co-Autor
Amazon – FrühlingsErwachen (erschienen 2013)

 

 

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Co-Autor
Amazon – Eine bunte Mischung Lebensgeschichten (2013)

 

Rückschau

je älter wir werden
umso mehr schauen wir
nach hinten
drehen wir uns um

früher war alles besser
heißt es
wir schwelgen in nostalgie
wir erfreuen uns alter dinge
gegenstände
möglichst mit patina

flecken
abgenutzt
gebrauchsspuren
alte filme

wir stöbern auf flohmärkten
kaufen dies und das
alles erinnerungen
an früher

und wir?
schaut an euch runter
die haut wird fleckig
sie ist nicht mehr glatt
wird runzelig
manchmal hart

auch wir setzen patina an
aber bei uns ist es nicht erwünscht
wir werden selber alt
aber unser wert sinkt
der eines alten topfes aber steigt

Zoll

Hain Eric Diekel und ich waren vor ein paar Wochen mächtig stolz, hatten wir doch eine Ausstellungszusage für Buenos Aires erhalten. Nun war diese gut gelaufen und die Bilder auf dem Rückweg, als ich Post vom Zoll erhielt. Tenor des Schreibens: Weisen sie uns bitte nach, das die Bilder keine Ware sind!

Häää?!

Das die Bilder einzelnd handsigniert von uns sind, sie sowohl bei Hain und mir im Internet stehen und es eine offizielle Ankündigung aus Südamerika gibt, zählt natürlich nicht.
Jetzt muss ich die Postquittung des Versandes suchen, ein Screenshot der Galerieseite machen und eine EORI-Nummer beim Zoll beantragen, was aber nur zwei Wochen dauern soll!

Eigentlich wollte ich ja nur meine eigenen Bilder abholen!!!!!

Schönen Tag
Mat

Geld…

…braucht man. Geld zum Tausch von Waren, zumeist für Nahrung, die wir aufnehmen, damit wir leben können, deren Reste wir wieder abgeben. Geld verdienen wir durch Arbeit. Wir erbringen Leistungen mit unserem Körper (Kraft, Motorik) oder mit unserem Geist (Wissen) und tauschen diese Fähigkeiten gegen Geld ein. Jeder kann irgendetwas, was er zu Geld machen kann.

Eigentlich könnte doch jeder darauf stolz sein, oder nicht?

Schönen Tag noch
Mat

Ruhe und Kraft

stress
termine
kinder
deine krankheit

ich jage
gestalte
mache und tue
jeden tag

dann vorbei
du bist gestorben
ruhe
stille, überall

stille die schreit
stille die mich anspringt
stille die mir angst macht
stille überall

stille
die ich nicht verstehe
nicht begreife
nicht akzeptiere

stille und ruhe
ich denke
viel
pausenlos

langsam beginne ich zu verstehen
brauche wochen
monate
jahre

langsam erkenne ich das geschenk
langsam begreife ich stille
langsam begreife ich ruhe
stille und ruhe

ruhe
die für mich da ist
die ich nutzen kann
die mich entspannt

ruhe
die mir kraft gibt
die sich aufzwingt
zulassen notwendig

ruhe
die mich fördert
die ich gestalten kann
die mich näher bringt

dein tod
ein geschenk
ein neuer weg
ein weg für mich

ein zurück
nicht möglich
nicht gangbar
nicht mehr wünschenswert

etwas von dir
durch dich
von dir
für mich

ich muss lernen
es annehmen
es begreifen
um es zu nutzen

nur dadurch
ist der neue weg begehbar
führt er mich
zu ihr

mein leben
meine frau
meine kinder
meine kunst

nur durch das geschenk
kann ich alles verbinden
ergibt alles einen sinn
ist der spagat
kein spagat

die ruhe
die stille
ist die kraft
für mein leben

begreife ich das
wird mein leben rund
wird meine kunst kunst
wird mein leben leben

begreife ich das
gehen meine frau und ich
den neuen weg
wird die familie familie

wird gesundheit machbar
werden kinder ruhig
wird partnerschaft
glück

ergibt der tod
einen anfang
wird der weg neu
beginnt meine zweite hälfte

ergibt der tod
den startschuss
für etwas neues
wird das ende ein anfang

führt die ruhe
zu mir
zu ihr
zu uns

Augen auf…

…wenn wir mit dem Anderen sprechen. Es ist nicht nur das gesprochene Wort, sondern auch die Mimik, die ein Gespräch beeinflusst und in eine Richtung führt.

Raumschiff

Manchmal glaubt man, dass man neben sich steht. Die Dinge passieren, wir reagieren darauf, aber eigentlich haben wir den Eindruck, als ob wir gar nicht wirklich drin sind im Geschehen. Es ist wie ein Raumschiff, in dem wir sitzen, das matte Scheiben hat, durch die wir nur undeutlich die Dinge draußen sehen. Manchmal haben Dinge eine andere Geschwindigkeit, als wir selber diese gerade haben. Es entwickeln sich Dinge, denen wir hinterher rennen, die wir aber nicht einholen können. Wir wissen schon wo sie hinführen, aber dennoch schaffen wir es maximal in ihren kometenhaften Schweif einzutauchen. Die Dinge müssen dabei nicht schlecht sein, ganz im Gegenteil, aber die vermeintliche Kontrolle haben wir nicht. Was wir vielleicht lernen müssen ist die Tatsache, dass wir nicht alles beeinflussen können, dass Andere für eine Zeit die Kontrolle über uns übernehmen und uns führen. Wir dürfen dann auch mal vertrauen. Einen guten Wochenstart an alle.

Kleiner Hinweis für Diejenigen, die bis zum 2.9. mal Langeweile haben:
10.06.-02.09.2011 Fotografien im Schloss (Münster)
Pressestelle Universität Münster 07.06.2011

geschafft…

…wir bleiben Erstklassig

Schatzkiste

In Gießen habe ich am späten Abend dieses Schaufenster gesehen, ein Modeschaufenster. Dabei fiel mir der Name dieses Ladens auf: „Schatzkiste“. Der Besucher (Kunde) kann hier in einer Schatzkiste einkaufen, weil hier Dinge liegen, die gehoben werden wollen, die gefunden werden wollen, die nicht so offensichtilich im Schaufenster liegen, wie in den allgegewertigen Modekettenläden, den ganzen Outlet-Centern. Wir müssen suchen, um es zu finden, auch wenn wir gar nicht wissen, wonach wir suchen. Es ist auch viel Zufall dabei.
Wir Menschen sind doch ähnlich. Auch wir sind Schatzkisten, nur dass wir häufig Angst haben, in uns rein zu sehen, um den dort liegenden Schatz zu heben. Der Eine merkt, das er ein genialer Jugendfussballtrainer ist, der andere ist ein begnadeter Maler, die Nächste merkt, dass sie eine geniale Mutter ist. Vielleicht gönnen wir uns auch mal den Blick auf uns selber, vielleicht sollten wir uns einfach mal im Spiegel betrachten und unseren Schatz wert schätzen und nicht darauf schauen, was die anderen von uns wollen. Denn durch unseren Schatz haben wir ein (ökonomisch ausgedrückt) Alleinstellungsmerkmal, was uns individuell auszeichnet. Es ist egal was es ist, aber wir können stolz auf unseren persönlichen Schatz sein.
Ein schönes Wochenende an alle, die das lesen.

keine Bewegung

Bewegung ist alles. Bleibt man stehen, geht nichts mehr. Ab und zu ist aber Stehenbleiben notwendig, um sich zu orientieren. Aber danach geht es dann wieder weiter. Manchmal auf dem gleichen Weg, manchmal auf einem anderen Weg.

für Pferdefreunde

Eigentlich gibt es zu diesem Datum süsse kleine Hasen und Kanickel. Aber nicht bei mir. Trotzdem klein und frisch auf der Erde, Fohlen von den Dülmener Wildpferden. Und weil ich gerne Artikel verteile, anbei zwei neue Artikel zu meiner Arbeit plus einer Einladung zur Ausstellung.

VUB-Aktuell April 2011
Unsere Kirche Nr. 16_2011

Und die Einladung zur Ausstellung

Fleisch

Heute stand in der Zeitung, dass in Niedersachsen ein Kaninchen vor den Augen von Schülern, innerhalb einer schulischen Projektwoche, geschlachtet wurde. Das Thema des Projektes war die Steinzeit und ihr Leben. Es geht ein Aufschrei durch die Gazetten. Wie man das machen kann, völlig unverantwortlich Kindern so einen Anblick zuzumuten.

Haaaaallllloooooo! Sind die Kinder dann zu Hause, hat Mutter aber sicherlich schon die Chicken-Nuggets oder die Bratwurst auf dem Tisch stehen. Nur daraus erkennt man kein Tier mehr. Wo leben wir eigentlich?

Will man Fleisch essen, muss man Tiere töten, weil sie nämlich sonst vom Teller rennen bzw. aus der Pfanne springen. Wir kommen also nicht am Töten vorbei, es sei denn wir sind Vegetarier, wobei da auch nicht gesichert ist, wie die Pflanze das findet, wenn wir sie kleinschneiden, um daraus einen Salat zu machen. Nun ja, der Salatkopf kann uns nicht ansehen, ihm fehlen die Augen.

Aber für das Töten gibts eben auch „Spezialisten“, nämlich den Schlachter. Auch damit kommen wir im Alltag nicht in Kontakt. Wir machen uns die Hände nicht schmutzig.

In zunehmenden Maße glaube ich, dass wir Menschen doch die Bodenhaftung verlieren. Wir leben konsumorientiert, wollen alles haben, zu jeder Zeit, zum niedrigsten Preis. Wir wollen aber nicht wissen, wo es her kommt und wenn die Gefahr besteht, das wir uns moralisch mit einer Sache auseinandersetzen müssen, oder wir uns gar die Hände schmutzig machen, gibts dafür irgendeinen Dienstleister, der uns diese Aufgabe abnimmt.
Daraus folgt dann, dass wir unsere Leichen an den Bestatter abgeben, anstatt diese selber zu versorgen, Fleisch gibts mundgerecht in der Kühltheke, so dass wir nicht mehr selber schlachten müssen. Das Gemüse liegt vorbereitet im Regal, damit wir uns die Hände nicht schmutzig machen und die Kuh ist lila. Ja, dann mal guten Appetit.

Orientierung

Meine Frau starb am 17.11.09 um 22 Uhr. Ich hatte das Gefühl in der Minute nach ihrem Tod, das sämtliche Bewegungen unmöglich geworden waren. Ich war innerhalb einer Sekunde selbständig bzw. musste es sein, aber das Gefühl dazu fehlte vollständig. Ich war nicht mal in der Lage einen Schritt zu gehen. Die Entscheidung zu treffen den einen Fuß vorzusetzen und den anderen nachzuführen, wie sollte das gehen, mir fehlte völlig die Sicherheit. Zehn Jahre vorher hatte ich mich mit meinem kleinen Unternehmen selbständig gemacht. So heißt es zumindest in meinem Lebenslauf, aber war ich es wirklich – selbständig? Meine Sicherheit war meine Frau, die nie in mein Unternehmen eingriff, ja, mal Kritik übte, aber eigentlich nie Einfluss genommen hatte. Sie war eben da.
Jetzt war sie weg und ich musste wie ein Säugling lernen Schritte zu machen, Entscheidungen zu treffen, Richtungen vorgeben. Die anwesende Ärztin, meine Schwägerin, meine Kinder standen vor mir und schauten mich an. Mit fragenden Augen, in Erwartung von Anweisungen. Ich musste plötzlich lernen zu führen.

Heute nach 16 Monaten des selbständigen Handelns sieht die Welt anders aus. Ich habe mich wieder in mein Leben hineingearbeitet. Führe eine Familie, habe die Entscheidung getroffen meine alte Selbständigkeit gegen eine komplett Neue einzutauschen, andere Menschen in mein Leben zu lassen, habe eine Angestellte, die ich anleiten muss.
Gleichzeitig bin ich sicherlich keine Maschine geworden, eher im Gegenteil. Ich habe gelernt Verantwortung zu tragen, Entscheidungen ohne Rücksprachen zu treffen, meine Wege zu verteidigen, weil ich mir sicher bin, dass mein Weg richtig ist.

Jetzt schaue ich in die Gesellschaft in der ich lebe und merke, dass ganz viele Menschen das gar nicht können. Sie suchen Sicherheit in Verordnungen, Anordnungen, Paragraphen und Gesetzen, wollen und müssen angeleitet werden, weil sie selber nicht die Verantwortung tragen können. Unsicherheit scheint überall vorhanden zu sein. Man versteckt sich lieber, als das man nach außen tritt.

Aber manchmal trifft man dann doch Menschen, die Entscheidungen treffen, dafür einstehen und anderen damit eine rote Linie aufzeigen, an der diese weiter gehen können. Da ist die Babysitterin meiner Kinder, Anfang 20, die sich bei Stuttgart21 in die Menge stellt und vom Wasserwerfer umgepustet wird, weil sie für eine Idee einsteht, oder der Geschäftsmann aus Bergisch Gladbach, Anfang 60, der in seinem Leben den Wandel zu Spiritualität vollzieht und ein beeindruckendes Bestattungshaus baut. Menschen, die Ideen haben und diese umsetzen.

Führungspersonen sind wenige von Geburt her, häufig muss man es lernen, habe ich manchmal das Gefühl. Vielleicht müssen wir uns alle mal an die Nase fassen und überlegen, ob nicht in unserem Bereich irgendwo ein Punkt vorhanden ist, den wir mit unserer Führung ausfüllen können.

kein Zugang

Japan morgens, Japan mittags, Japan abends, Japan nachts. Das Dauerthema ist klar und logisch. Die Medien springen darauf an und bringen immer wieder neue Bilder. Und wir sitzen davor und denken: Gott sei Dank, dass da 8800km zwischen uns liegen. Die explodierenden Atomkraftwerke tun ihr übriges, zumal die Wolke in Richtung USA fliegt, also noch mal weiter weg.
Aus Ereignissen gibt es aber immer wieder auch die Möglichkeit zu lernen. Dinge zu lernen, um zukünftige Ereignisse zu beeinflussen, vielleicht sogar abzumildern. Die Hochhäuser in Tokio wackeln, hier und da fällt mal ein Stein runter, aber sie fallen nicht um. Das war früher anders, als die Hochhäuser gleich mitumgefallen sind. Wozu wir Menschen aber offensichtlich keinen mentalen Zugang haben ist, dass wir Wirtschaftsunternehmen, ab einer bestimmten Größe, Rechte einräumen, die unsere Sicherheit beeinflussen, vielleicht sogar einschränken.
Wir in Deutschland leben auf einer Insel der Glückseligkeit. Beben der Stärke 4 kommen vor, richten aber nicht viel an. Hochwasser geht in der Regel von Regen aus und nicht von Tsunamis und bisher halten unsere Atomkraftwerke. Noch! Bisher sind wir vor diesen Megaereignissen verschont geblieben. Gott sei Dank.
Dagegen weiß der Japaner wo er lebt. Wie kann die Führungsetage dann Wirtschaftsunternehmen zulassen, die solche atomaren Risiken eingeht? Wie kann man davon ausgehen, dass die menschlichen Gedanken, nicht von der Natur überholt werden? Wie können wir glauben, dass wir Naturereignisse vorhersehen können? Wir bemühen ja gerne Statistiken. Beben der Stärke XY kommen alle 100 Jahre vor, aber so lange soll unser Kraftwerk ja gar nicht laufen! Mir fällt dann immer gleich das Buch ein: Mit Statistik lügen…

Eigentlich sollte der Japaner Vorreiter in Sachen Klimapolitik und Energieversorgung sein, weil sie die natürlichen Voraussetzungen dazu haben. Nämlich Erdbeben und damit verbunden mögliche Tsunamis und keine eigenen Bodenschätze. Warum nennt man die drittgrößte Wirtschaftsmacht so, wenn sie darin nicht Vorreiter ist.

Erdbeben und Tsunamis haben auch die Japaner nicht verhindern können. Die Probleme der Atomkraftwerke schon! Warten wir es ab, ob jetzt daraus gelernt wird und hoffen wir nicht, dass wir den Spruch von Frau Merkel „Nach menschlichem Ermessen, sollten unsere Kraftwerke als sicher einzustufen sein“ dauerhaft hören müssen, denn auch das ist bodenlose Arroganz gegenüber Ereignissen, die wir nicht vorhersehen können.

Euch einen guten Wochenstart.

Überheblichkeit

Zur Zeit wird viel über unseren Verteidigungsminister diskutiert. Ob er einen guten Job macht, kann ich nicht beurteilen, dazu fehlt mir politische Kompetenz. Er kommt zumindest relativ smart rüber. Ich fand gestern allerdings einen Ausspruch eines Rechtswissenschaftlers interessant, den ich hier sinngemäß widergebe: „Vor ein paar Jahren wurde einer Angestellten gekündigt, weil sie ein nicht mehr verwendetes Teilchen, welches in den Müll gewandert wäre, gegessen hatte.“
Hier hat ein Mensch offensichtlich getäuscht und wird nur aufgrund seines Amtes weiterhin gehalten. Was unterscheidet den Minister von der Angestellten? Und ab wann verzeiht man, verzeihen wir, Fehltritte? Hätte die Angestellte ihren Job behalten, wenn sie eine Extrarunde geputzt hätte, nur weil sie dann einen guten Job gemacht hätte?

Und was ist das für ein Bild für und über Wissenschaftler? Mit der universitären Ausbildung, die ich bekommen habe, ist der Faktor Ehre in der Wissenschaft ein traditionelles System, was als Leitfaden für gute Arbeit steht. Wissenschaftler, die offensichtlich betrügen oder Ergebnisse fälschen, gibt es immer wieder. Leider! Sie werden aber, wenn sie auffliegen, rigoros aus dem wissenschaftlichen System entfernt. Und es gibt noch einen Punkt, den wir nicht vergessen dürfen:

Ein Mensch, der in der Öffentlichkeit steht und im öffentlichen Raum handelt, wird auch von der Öffentlichkeit geprüft. Soll heißen, dass in unserer Zeit Fehler irgendwann auffliegen, weil alles digital vorhanden ist. Irgendjemand fängt immer an, irgendetwas zu prüfen. Sei es, dass die Demonstranten bei Stuttgart21 Handybilder der Vorgehensweise der Polizei ins Netz stellen oder Textteile einer Doktorarbeit ganz einfach und digital mal eben mit anderen öffentlich zugänglichen Textteilen abgeglichen werden. Daraus folgert: Wie kann man als öffentliche Person so überheblich sein anzunehmen, dass Handlungen nicht irgendwann auffliegen?

Die Kerze ist erloschen

…ein arrangiertes Bild zum Wochenstart. Schreibt doch mal Eure Geschichten, Gedanken dazu hier auf.

Zwei leere Stühle

Zwei leere Stühle in einer Aufsicht, irgendwo in einem Haus. Sie werden nicht benutzt, stehen nur dort. Keiner setzt sich auf sie, keiner nutzt sie, um sich mit dem Sitznachbar zu unterhalten oder sich einfach nur auszuruhen. Nur zwei unbenutzte Stühle, aber doch mehr, weil sie eine Gemeinschaft darstellen. Wenn der eine Stuhl benutzt wird, setzt sich vielleicht auch Jemand auf den anderen. Vielleicht entsteht ein Gespräch, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall sitzt man dort dann nicht alleine und alles ändert sich. Vielleicht nur kurz, aber immerhin für eine kurze Zeit.
Achtet mal am kommenden Wochenende darauf…

Grenzen überschreiten für eine Konfrontation

Als Fotograf möchte ich Menschen dazu bewegen, sich mit Themen auseinander zu setzen, über die wir nicht viel nachdenken wollen oder sie sogar verdrängen möchten. Bilder können dabei provozieren, können abstossen oder einfach nur bewegen. Die Maus ist sicherlich auch so ein Bild. Heute habe ich dazu einen interessanten Beitrag von Rebecca Sampson gefunden, die Gefühle fotografisch zeigt. Gelungen, wie ich finde.

>>>Angebotsdownload Stand 19.1.11<<< Ein Fragebogen für Bestatter.

zartes Pflänzchen und neue Ausstellung

Die nächste Ausstellung steht an und wird am kommenden Sonntag 9.1. geöffnet. Vielleicht hat der Eine oder Andere ja Lust. Neben bekannten Bildern werden auch neue Bilder zum Thema Frau auf großformatigen Fahnen gezeigt.

Ausstellung im Müllerhaus Anfahrtsweg

Die Ausstellung ist bis zum 12.2.11 jeweils Sonntags von 14:30-17:00 Uhr geöffnet.

Ausstellungsankündigung

Weite

Das Jahr ist noch jung, die zeit bis zum nächsten Silvester noch weit. Heute ein Bild mit Weite.

2011

Buddhistische Gebetsfahnen auf einem katholischen Friedhof!

Alles Gute Euch, die Ihr so eifrig mitdiskutiert, mir meine Meinung um die Ohren haut und einfach immer wieder hier seit. Auf dass das neue Jahr viele andere Ansichten und Meinungen hier liefert. Vielleicht schaffen wir es ja, hier eine Seite mit Gedankenaustausch aufzubauen. 2010 war da doch schon gar nicht schlecht. Querdenken, Umdieeckedenken ist erlaubt.

Jahresende

Langsam neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. Viel ist passiert in diesem Jahr. Viel ist umgestellt worden, viel hat sich verändert. Dinge sind neu ausgerichtet worden, mit manchen Dingen haben wir, habe ich, abgeschlossen. Viel Arbeit war dieses Jahr zu tun. Nicht nur fachlich, sondern auch im Kopf. Wir, ich, haben aber auch viel geschafft. Sind ein gutes Stück weiter gekommen. Und genau deshalb ist jetzt bis zum Jahresende auch mal Zeit alles zu reflektieren, zu Ruhe zu kommen. Kraft zu tanken, damit wir im kommenden Jahr durchstarten können.
Ich habe schon mal angefangen das Tempo rauszunehmen und meinen Wecker auf eine Stunde später gestellt. Nur ein kleiner Schritt, aber irgendwie muss man ja anfangen.

Und hier noch ein Link, der sich lohnt anzusehen: Die Kunst Abschied zu nehmen